Flächennutzung in Österreich

Land- und Forstwirtschaft prägen Österreichs Kulturlandschaft. Siedlungen und Verkehrsflächen sind stark im Wachsen. Nicht ganz die Hälfte der Bundesfläche ist mit Wald bedeckt, rund ein Drittel werden landwirtschaftlich genutzt. Österreichs Wäldfläche wächst – in Summe. Betrachtet man einzelne Regionen, so ist ein ganz anderer Trend zu bemerken:

  • Gebiete mit starkem Waldanteil "verwalden" zumeist auf Kosten landwirtschaftlicher, extensiv genutzter Flächen wie Wiesen oder Almen.
  • Gebiete mit geringem Waldanteil verlieren Flächen – zugunsten von Siedlungen und Verkehrsflächen.

Dadurch gehen wertvolle ökologische Ausgleichsflächen verloren, vielfach auch wichtige Erholungsräume in Ballungsgebieten.

Die Landwirtschaft musste in den vergangenen Jahren starke Flächenverluste hinnehmen. Die Flächen wurden teils zu Wald, teils zu Siedlungen, teils liegen sie brach. Betroffen sind vorrangig extensiv bewirtschaftete Wiesen, Weiden oder Almen, auch Randlagen, die nur schwer zu bewirtschaften sind. Im Gegensatz dazu werden Gunstlagen intensiver als früher bewirtschaftet. Beide Entwicklungen haben starke Auswirkungen auf den Naturraum und damit auch auf Produkte des Naturraumes wie Wasser und Luft.

Stark im Wachsen ist die Siedlungstätigkeit. Täglich werden rund 15 ha Fläche zu Siedlungs- und Verkehrszwecken verbaut (ca. 30 Fußballfelder). Diese Flächen verdrängen zunehmend naturräumliche Flächen.

Beobachtung der Flächenentwicklung aus dem All

Satellitenbilder ermöglichen es, die Entwicklung der Flächennutzung abzubilden. Im Rahmen des Projektes "CORINE Landbedeckung" hat das Umweltbundesamt Satellitenbilder aus dem Jahr 2006 ausgewertet. Diese erlauben auch einen Vergleich mit Auswertungen aus früheren Jahren (1985, 2000). Die Ergebnisse liegen seit dem Jahr 2009 vor.  Zusätzlich zur CORINE Standardauswertung wird der Versiegelungsgrad in einer Auflösung von 20*20m europaweit erhoben - als Teil des GMES Fast Track Service "Landmonitoring". Die Ergebnisse stehen seit 2010 zum Download auf den Seiten der Europäischen Umweltagentur zur Verfügung.

 

Da jedoch europaweite Daten nur sehr beschränkt den Bedarf in Österreich abdecken können, wird derzeit (2009-2010) gemeinsam mit den Bundesländern, verschiedenen Ministerien und Forschungsreinrichtungen sowie privaten Firmen an der Konmzeption eines Land Informations Systemes Austria (LISA) gearbeitet.