Auswirkungen

Mangelhafte Raumordnung beeinträchtigt die Umwelt

Die Raumordnung beeinflusst durch Raum- und Siedlungsstrukturen, Standortplanung und Bebauungsformen u.a. die Inanspruchnahme von Flächen und Verkehrsaufkommen.  Eine sektorenübergreifende, vorausschauende Gestaltung des Raums steht im Spannungsfeld zwischen wirtschaftlicher Entwicklung und Ressourcenschutz. Versäumnisse in der Raumordnung werden oft erst Jahre später wirksam, eine "Reparatur" ist dann äußerst schwierig. Naturräumliche Flächen gehen dadurch dauerhaft verloren oder sind dauerhaft beeinträchtigt.

Boden ist nicht grenzenlos verfügbar sondern ein nicht vermehrbares und nicht erneuerbares Gut. Einmal versiegelt, kann er nur mit großem technischem und finanziellem Aufwand wieder in seiner ursprünglichen Qualität hergestellt werden. Derartige Rückbaumaßnahmen – wie von befestigten Flächen in Grünland - erfolgen zudem nur in Ausnahmefällen.

 

Insbesondere auf örtlicher Ebene besteht starker Bebauungsdruck. Dies führt oft zu Widmungsentscheidungen, die weitere Zersiedelung und Flächenverbrauch begünstigen. Bebauung beschränkt die vielfältigen Funktionen der Ressource Boden auf eine einzige Funktion, nämlich diejenige als Standort für Siedlungs- und Verkehrsnutzungen. Dies entzieht der Land- und Forstwirtschaft produktive Flächen, führt zu Verlusten an Lebensraum für Pflanzen, Tiere und Menschen und beeinträchtigt damit die biologische Vielfalt. Auch Hochwasserereignisse und damit verbundene Schäden weisen auf Mängel in der Praxis der Raumplanung hin.