Arsenverbindungen

Nicht alle Arsenverbindungen sind gleich giftig

© Umweltbundesamt/Trimbacher

Arsenverbindungen sind praktisch in allen Umweltmedien vorhanden. Man unterscheidet anorganische und organische Arsenverbindungen. Anorganische Arsenverbindungen sind Bestandteile der Erdkruste und gelangen durch den Abbau und ihre industrielle Verwendung in die Umwelt. Sie sind im Hinblick auf ihre Toxizität und kanzerogene Wirkung relevant. Im Allgemeinen sind die anorganischen Arsen-Spezies Arsenit (As3+) und Arsenat (As5+) weitaus toxischer als ihre organischen Vertreter. Arsenit und Arsenat können in Trinkwasser und Reis auftreten.

Organische Arsen-Spezies sind die dominierenden Arsenverbindungen in biologischen Materialien. Man findet sie besonders reichlich in marinen Lebensmitteln wie Fisch, Meeresfrüchten und Algen. Bekanntester Vertreter ist das Arsenobetain.

Risikoabschätzung mittels Speziationsanalytik

Aufgrund der großen Unterschiede in der Toxizität der Arsenverbindungen kann es für die Beurteilung von beispielsweise Lebensmitteln notwendig sein, anorganisch und organisch gebundenes Arsen mittels Speziationsanalyse zuverlässig zu unterscheiden.

 

Millionen Menschen weltweit leiden unter arsenbelastetem Trinkwasser und unter den Aspekten des vorbeugenden Gesundheitsschutzes wurde der Grenzwert für Arsen im Trinkwasser mit 10 µg/L Gesamtarsen festgesetzt. Ein Großteil des aufgenommenen Arsens wird über den Harn ausgeschieden, somit ist Harn ein sehr guter Marker für die Arsenbelastung des Menschen. Für eine Risikoabschätzung betreffend Arsen ist die Speziationsanalyse somit die Methode der Wahl.

Unsere Leistungen im Detail

  • Wir bestimmen die vier toxikologisch relevanten Arsen Verbindungen (Arsenit, Arsenat, Methylarsenat, Dimethylarsenat) mit modernen analytischen Methoden
  • Wir adaptieren unsere HLPC-ICPMS Methode für die Bestimmung von weiteren Arsenverbindungen auf Anfrage

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