Hexachlorbenzol: Ein Stoff aus der Vergangenheit

Nicht immer macht die Dosis das Gift

HCB erfüllt folgende Einstufungskriterien: Es gilt als potentiell krebserregend, kann zu negativen Effekten auf das Hormonsystem und die Fruchtbarkeit führen und schädigt Organe bei längerer oder wiederholter Exposition;  für Wasserorganismen ist es giftig.

 

HCB kann über verschiedene Wege vom Menschen aufgenommen werden. Die Belastung mit HCB ist dabei altersabhängig: Im Gegensatz zu jüngeren Personen sind bei älteren die Konzentrationen im Körper vergleichsweise höher. Babys können HCB über die Muttermilch aufnehmen.

 

Wie schädlich HCB für die Gesundheit ist, hängt nicht nur von der Höhe sondern auch von der Dauer der Belastung ab. Für den Menschen kann eine länger andauernde Aufnahme von jeweils geringen Mengen dabei problematischer sein als eine einmalige hohe Aufnahme. Zu den besonders empfindlichen Bevölkerungsgruppen zählen ungeborene Kinder, Säuglinge und Kleinkinder und damit auch schwangere und stillende Frauen.

Österreichische Vergleichsdaten

Über die Hintergrundbelastung der Allgemeinbevölkerung ist derzeit vor allem in Österreich noch recht wenig bekannt. Aus diesem Grund wurden 2015 vom Umweltbundesamt Blutproben aus den Jahren 2010-2012 auf HCB analysiert und Vergleichsdaten für Österreich bestimmt. Diese Vergleichsdaten wurden in einem UBA-Report veröffentlicht (siehe Infobox).

Unsere Leistungen

Das Umweltbundesamt führt neben Forschungsprojekten auch Auftragsanalysen zu diesem Thema durch.

 

In unserer akkreditierten Prüfstelle gemäß EN ISO/IEC 17025 bestimmen wir HCB in nahezu allen Medien (z.B. Wasser, Boden, Luft, Gülle, Lebensmittel) sowie im Menschen (Blut).