Methylquecksilber

Kontaminant in der Nahrung

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Quecksilber wirkt in Form seiner organischen Verbindungen mehr als hundert Mal so giftig wie eine gleich große Menge dieses Elementes in anorganischer Bindungsform.

 

Dies trifft insbesondere auf das am häufigsten vorkommende Methylquecksilber zu. Der Mensch nimmt Methylquecksilber zu mehr als 90 Prozent über die Nahrung auf. Hier sind es vor allem Meeresfische. Methylquecksilber (MeHg+) entsteht überwiegend auf mikrobiellem Weg durch Methylierung des im Gewässer vorkommenden Quecksilbers und ist die bei Fischen am häufigsten vorkommende Form von Quecksilber.

Quecksilberkonvention

Methylquecksilber verteilt sich über die Blutbahn gleichmäßig im menschlichen Körper. Es passiert die Blut-Hirn-Schranke und die Plazentabarriere und kann die geistige Entwicklung des ungeborenen Kindes beeinträchtigen. Die Erkenntnisse über diese Wirkungen mündeten in eine Verzehrsempfehlung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und in eine Information der Europäischen Kommission an Schwangere und Stillende mit dem Hinweis, bestimmte fettreiche und räuberische Meeresfische mit höheren Gehalten an Quecksilber zu meiden. Die EU legte im Jahr 2005 eine Quecksilberstrategie fest und arbeitete eine globale Quecksilberkonvention aus, die 2013 verabschiedet wurde.

Unsere Leistungen im Detail

  • Wir bestimmen anorganisches Quecksilber und Methylquecksilber in Biota und Lebensmitteln sowie in humanen Proben wie z.B. Blut und Haaren mit Nachweisgrenzen im Nanogramm Bereich
  • Wir adaptieren unsere Methode für die Bestimmung von weiteren Probenmatrices auf Anfrage