Organozinnverbindungen und Polybromierte Diphenylether

Überprüfung der Einhaltung der Umweltqualitätsnormen in Oberflächengewässer

© Maria Deweis

Die chemische Verschmutzung von Oberflächengewässern stellt eine Gefahr für die aquatische Umwelt dar. Toxizität für Wasserlebewesen, Akkumulation von Schadstoffen in den Ökosystemen, Zerstörung von Lebensräumen und die Beeinträchtigung der biologischen Vielfalt sowie ein Risiko für die menschliche Gesundheit können die Folgen sein.

 

Daher wurden für die in der EU Wasser-Rahmenrichtlinie als prioritär eingestuften Schadstoffe Immissionsgrenzwerte in Form von Umweltqualitätsnormen (UQN) festgelegt. Jeder Mitgliedstaat ist verpflichtet, die Richtlinie bis Juli 2010 in nationales Recht umzusetzen. In Österreich definiert die Qualitätszielverordnung-Chemie-Oberflächengewässer (QZVO-Chemie-OG) Umweltqualitätsnormen für Oberflächengewässer. Diese Verordnung ist infolge der EU-Richtlinie zu novellieren.

Sensitive Analyseverfahren zur Bestimmung von Organozinnverbindungen und polybromierten Diphenylethern entwickelt

Neue in der Prüfstelle des Umweltbundesamt entwickelte chromatographische Analyseverfahren ermöglichen nun die Überprüfung der im Pikogrammbereich liegenden Grenzwerte der Umweltqualitätsnormen für Oberflächengewässer der Stoffgruppen der polybromierten Diphenylether (PBDE) und der Organozinnverbindungen (OZV).