Acrylamid
Einsatz als Flockungsmittel bei Kiesabbau und im Tunnelbau
Beim Kiesabbau und Tunnelbau werden Flockungsmittel eingesetzt, um den Feinanteil, der bautechnisch nur schlecht genutzt werden kann, abzutrennen. So werden in der Schweiz z.B. jährlich bis zu 250 Tonnen Flockungsmittel im Kiesabbau und Tunnelbau verwendet. Als Flockungsmittel werden bevorzugt Polyacrylamide eingesetzt.
Zur Herstellung dieser Polyacrylamide wird Acrylamid verwendet. Polyacrylamide sind biologisch schlecht abbaubar. Der Abbau erfolgt primär über Licht und Scherkräfte und führt zu biologisch gut abbaubaren oligomeren Verbindungen, welche zu H2O und CO2 sowie NO3 metabolisieren. Monomere werden beim Abbau von Polyacrylamid nicht neu gebildet.
Es gilt derzeit aber als technisch nicht vermeidbar, dass Polyacrylamide geringe Restanteile von Acrylamid enthalten.
Begrenzung von Acrylamid
Acrylamid darf wegen seiner umwelt- und gesundheitsschädigenden Wirkung nicht in Gewässer, Abwasser oder in den Boden gelangen. In der Europäischen Union gilt für Acrylamid in Trinkwasser ein Grenzwert von 0,1 µg pro Liter. Dieser EU-Grenzwert ist in Österreich in der Trinkwasserverordnung, BGBl. II Nr. 304/2001 i.d.g.F., umgesetzt.
Analytik
In unserer akkreditierten Prüfstelle gemäß EN ISO/IEC 17025 bestimmen wir Acrylamid in (Ab)Wasser mittels Flüssigchromatographie-Tandemmassenspektrometrie (LC-MS/MS).
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