Dimethylfumarat in Verbraucherprodukten verboten

Mit Wirkung vom 01.05.2009 EU-weites Verbot des als Biozid eingesetzten Stoffes

Nach Entscheidung der Kommission der Europäischen Gemeinschaften vom 17.03.2009 (Amtblatt 2009/251/EG) darf Dimethylfumarat (DMF) ab dem 01.05.2009 nicht mehr in den Verkehr gebracht oder auf dem Markt bereitgestellt werden. Das Verbot gilt für alle Produkte, die einen Gehalt von mehr als 0,1 mg/kg aufweisen. Die Mitgliedsstaaten sollen daher sicherstellen, dass betroffene Produkte vom Markt genommen und von den Verbrauchern zurückgerufen werden.

 

Betroffen sind grundsätzlich alle Warengruppen, besonders aber alle Arten von Lederwaren (Schuhe, Bekleidung, Accessoires).

DMF gilt als starkes Kontaktallergen

Strukturformel von DMF

Dimethylfumarat kann bereits in geringen Konzentrationen zu heftigen alllergischen Reaktionen führen.

 

In Europa ist der Einsatz von Dimethylfumarat nicht zugelassen. Es wird aber bei Importartikeln aus Drittstaaten (da vor allem bei Lederprodukten wie Schuhen oder Sitzmöbeln) verwendet, um den Befall mit Schimmelpilzen vorzubeugen.

Nachweisverfahren in der Prüfstelle adaptiert

Die Prüfstelle im Umweltbundesamt hat daher eine Methode zum Nachweis dieses Biozides adaptiert und in seinem Akkreditierungsumfang aufgenommen.

Infobox

Gesetze

2009/251/EG [PDF, 51KB]

Pressemeldung

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