Methylquecksilber
Kontaminant in der Nahrungskette
Chemische Elemente können in verschiedenen Formen vorliegen und je nach Form ganz unterschiedliche Eigenschaften zeigen. Quecksilber wirkt in Form seiner organischen Verbindungen, insbesondere das am häufigsten vorkommende Methylquecksilber (= Monomethylquecksilber), mehr als hundert Mal so giftig wie eine gleich große Menge dieses Elementes in anorganischer Bindungsform.
Für die Zufuhr organischen Quecksilbers ist hauptsächlich der Fischverzehr verantwortlich.
Methylquecksilber (MeHg) ist die bei Fisch am häufigsten vorkommende Form von Quecksilber. Zugleich die am stärksten toxische Quecksilberform, die vom Menschen über die Nahrung aufgenommen wird. Methylquecksilber entsteht hauptsächlich auf mikrobiellem Weg durch das im Meer vorkommenden Quecksilber.
Gesundheitsrisiken
Aufgrund ihrer hohen Fettlöslichkeit werden organische Quecksilberverbindungen aus dem Magen-Darm-Trakt zu über 90 Prozent resorbiert. Auch über die Haut und die Lunge werden sie gut aufgenommen. Organisches Quecksilber verteilt sich gleichmäßig im Körper, es kann die Blut-Hirn-Schranke und die Plazentabarriere passieren.
Organische Quecksilberverbindungen wirken hauptsächlich auf das Nervensystem. Während der Schwangerschaft aufgenommenes organisches Quecksilber beeinträchtigt die Kindesentwicklung.
Massenspektrometrische Verfahren zur Bestimmung von Methylquecksilber im Umweltbundesamt
Es wurde eine Methode entwickelt, welche Nachweisgrenzen im Nanogramm pro Liter Bereich erreicht. Geringste Probenmengen von 100 Mikroliter pro Probe, das entspricht 1/10 Milliliter, sind für die Analyse ausreichend. Anwendung findet diese Methodik vor allem im Lebensmittel- und Humanbiomonitoring Bereich, wo so niedrige Nachweisgrenzen gefragt sind.
Unsere Leistungen im Detail:
- Bestimmung von Total Hg, Methylquecksilber und Hg++ in Lebensmitteln;
- Bestimmung von Total Hg, Methylquecksilber und Hg++ in umweltrelevanten Proben;
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