Lärm

Kapitel aus dem fünften Umweltkontrollbericht

Eine Erhebung (Mikrozensus 1994) über Prioritäten beim Umweltschutz zeigte, daß für annähernd 5% der befragten Personen Lärmschutz die höchste Priorität zukommt, noch vor Luftreinhaltung, dem Klimaproblem oder Natur- und Landschaftsschutz. Dieser Prozentsatz entspricht annähernd jenem Anteil der Bevölkerung, welcher sich im Wohnbereich stark durch Lärm gestört fühlt. Etwa 1/3 der Bevölkerung fühlte sich im Wohnbereich durch Lärm gestört.

 

Erfreulicherweise ist der Anteil beider Personenkreise im Sinken begriffen. Dies ist einerseits auf eine Verringerung der Emissionen zurückzuführen (z.B. zunehmender Einsatz von lärmarmen LKW) und andererseits auf passive Schutzmaßnahmen wie Errichtung von Lärmschutzwänden oder Einbau von Lärmschutzfenstern.

 

Ursache der Lärmstörungen ist in 4 von 5 Fällen der Verkehr. Die restlichen Fälle sind überwiegend auf Baustellen (vor allem tagsüber), Gaststätten (bevorzugt nachts) und Nachbarwohnungen zurückzuführen.

 

Unverändert dominiert der von Kraftfahrzeugen verursachte Lärm gegenüber solchem von Eisenbahnen und Flugverkehr.

 

Bei Gaststätten sind die häufigsten Lärmquellen Musik und Lüftungsanlagen. Einrichtungen zur Begrenzung der Lautstärke sollten grundsätzlich vorgeschrieben werden.

 

Zur Verbesserung des Schallschutzes in Wohngebäuden wird die verbindliche Aufnahme der Anforderungen der ÖNORM B 8115-2 in die Bauordnungen der Länder sowie entsprechende Überprüfungen der Erfüllung dieser Anforderungen gefordert.

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