Radioaktivität in der Umwelt

Kapitel aus dem fünften Umweltkontrollbericht

Die radioaktive Belastung durch Cäsium137, die nach dem Reaktorunfall in Tschernobyl 1986 auftrat, ist in Österreich zwar generell noch messbar, erhöhte Werte sind aber meist nur bei bestimmten Waldprodukten zu verzeichnen.

 

Die mittlere Flächenbelastung der Böden Österreichs mit Cäsium137 beträgt 21 kBq/m². Dies geht aus der Darstellung von mehr als 2000 Messpunkten von Böden in Österreich hervor. Sämtliche Meßdaten sind in einer Datenbank sowie im Geographischen Informationssystem des Umweltbundesamtes als Teil des bundesweiten Bodeninformationssystems zusammengefasst.

 

Seit 1985 betreut das Umweltbundesamt auch das österreichische Niederschlagsisotopennetz, welches Daten über die Isotope Tritium, Deuterium und Sauerstoff-18 enthält. Die Bestimmung dieser Isotope stellt nicht nur einen Nachweis von Tritium aus kerntechnischen Anlagen, Atombombenfallout, Anwendung aus der Industrie etc. dar, Deuterium und O18 werden auch als Indikator für Klimaveränderungen angesehen. Im Rahmen hydrologischer Untersuchungen können diese Isotope wertvolle Hinweise über Alter und Herkunft von Grundwasser liefern.

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