Energie

Kapitel aus dem sechsten Umweltkontrollbericht

Die Umsetzung der von der österreichischen Bundesregierung zugesagten Klimaziele und der hierdurch notwendige Strukturwandel in der Energiewirtschaft stellen Österreich vor enorme Herausforderungen.

 

Der Bedarf Österreichs an Energieträgern ist in den letzten Jahrzehnten konstant gestiegen. Die bedeutendsten Bereiche stellen hierbei die Niedertemperaturwärme (Raumwärme und Warmwasser) und die Mobilitätsnachfrage dar.

 

Obwohl der Anteil an erneuerbaren Energieträgern am Brutto- und auch am Endenergieverbrauch im Vergleich zu anderen Mitgliedstaaten der EU groß ist, zeigt eine nähere Analyse, dass dieser hohe Anteil nur durch intensive Anstrengungen erhalten werden kann. Dies erfordert vor allem einen bundesweit konzertierten Mix an Maßnahmen zur Zurückdrängung fossiler Energieträger aus dem Raumwärmemarkt. Hierbei sind neben ordnungsrechtlichen Maßnahmen (Stichwort: energetische Raumplanung) auch die Lenkungswirkungen von Energiesteuern zu nutzen.

Kurz- und mittelfristig sind zusätzlich die bestehenden Gebäude thermisch zu sanieren, wofür entsprechend strengere Zielwerte festzulegen sind.

 

Die Kompetenzzersplitterung zwischen Bund und Ländern in vielen energierelevanten Materien (Baunormen, Wohnbauförderung, Raumplanung, Einspeisebedingungen etc.) behindert die Erreichung der Klimaschutzziele erheblich. So konnte bis Anfang 2001 noch keine Einigung zwischen Bund und Ländern bzgl. eines zu verabschiedenden Klimaschutzprogrammes erzielt werden, weshalb die Reduktionsziele bis 2010 allein mit nationalen Maßnahmen kaum mehr erreicht werden können.

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