Globaler Klimawandel
Kapitel aus dem sechsten Umweltkontrollbericht
In Österreich äußern sich klimatologische Veränderungen u.a. in einem Rückgang der Schneebedeckung sowie der Gletscher. Modellrechnungen lassen erwarten, dass sich diese Entwicklungen fortsetzen und verstärken werden. Die Wissenschafter sind mittlerweile überwiegend der Ansicht, dass diese Trends vor allem durch die durch den Menschen verursachten Emissionen der Treibhausgase verursacht werden. Treibhausgase beeinflussen die Energieflüsse in der Atmosphäre durch die Absorption von Infrarot-Strahlung. Die wichtigsten vom Menschen verursachten Emissionen der Treibhausgase sind Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O).
In Österreich nahmen die CO2-Emissionen von 1990 bis 1999 um 5,9% zu, jene der sechs im Kyoto-Protokoll vorgesehenen Treibhausgase (Kohlendioxid, Methan, Lachgas, Hydrogenfluorkohlenwasserstoffe, Perfluorkohlenwasserstoffe und Schwefelhexafluorid) um 2,6%.
Zweifellos wird die Erfüllung des Kyoto-Protokolls für die meisten Industriestaaten, darunter auch Österreich, mit erheblichen Investitionen verbunden sein.
Immer deutlicher wird jedoch, dass die erforderlichen Investitionen nicht nur einen deutlichen Rückgang der Emissionen an Treibhausgasen bewirken, sondern zahlreiche andere positive Umwelteffekte (z.B. Verringerung der Emissionen an "klassischen" Luftschadstoffen wie Stickstoffoxiden, Schwefeldioxid, Staub) und sonstige Effekte haben (z.B. Verringerung der Abhängigkeit von teuren Importen fossiler Energieträger).
Werden keine weiteren emissionsmindernden Maßnahmen beschlossen und umgesetzt, so ist mit großer Wahrscheinlichkeit mit Auswirkungen in globalem Ausmaß zu rechnen.
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