Vorwort zum siebenten Umweltkontrollbericht

Vorwort des Umweltministers Josef Pröll

BM Josef Pröll BM Josef Pröll

Im Berichtszeitraum des siebenten Umweltkontrollberichtes war Österreich von der größten Flutkatastrophe der letzten Jahrzehnte betroffen. Obwohl Einzelereignisse wie das Hochwasser 2002 nie mit letzter Bestimmtheit dem Klimawandel zugerechnet werden können, geben sie doch einen deutlichen Hinweis darauf, dass wir unsere Verantwortung für die Umwelt und einen schonenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen ernst nehmen müssen.

 

Sowohl in der Klimaforschung als auch in der Klimapolitik liegt in den nächsten Jahren ein deutlicher Schwerpunkt. 

Mit der konsequenten Umsetzung der österreichischen Klimaschutzstrategie gilt es, das Kyoto-Ziel zur Verringerung der CO2- Emmissionen zu erreichen. Ein aktueller Beitrag dazu ist etwa die Implementierung des CO2-Emissionszertifikate-Handelssystems für die österreichische Industrie und Energiewirtschaft.

 

Der siebente Umweltkontrollbericht stellt der Situation der Umwelt in Österreich in weiten Teilen ein gutes Zeugnis aus. Die Qualität der Gewässer und des Bodens ist generell gut bis ausgezeichnet, die Belastungen mit wesentlichen Luftschadstoffen wie Kohlenmonoxid, Schwefel oder Blei haben weiter abgenommen, die Abfallwirtschaft verläuft in geregelten Bahnen. Im Bereich der Landwirtschaft greifen die umweltbezogenen Programme, der Biolandbau liegt im europäischen Spitzenfeld. Der geordnete Umgang mit Chemikalien und Bioziden ist durch die einschlägigen Regelungen sichergestellt, die Erfolge im Bereich der Altlastensanierung wurden durch ein neues Finanzierungsmodell auch für die Zukunft abgesichert. Dennoch stehen wir weiter vor großen Herausforderungen, die auch im Europa der 25 mit Entschlossenheit angegangen werden müssen: Neben dem Klimaschutz sind dies die Bereiche Verkehr, Emissionen von Stickoxiden und Staub, Bodenversiegelung, biologische Vielfalt und Lärm. Die notwendige Entkoppelung des Wirtschaftswachstums von Ressourcen- und Energieverbrauch ist noch lange nicht in jenem Ausmaß gelungen, wie es für eine nachhaltige Entwicklung nötig wäre. Gerade diese Problembereiche zeigen, wie wichtig ein vernetztes und gemeinsames Handeln zum Schutz der Umwelt ist.

 

Das Umweltbundesamt leistet dazu wertvolle fachliche Arbeit, der Umweltkontrollbericht in seiner neuen Form dokumentiert anschaulich die Erfolge und ist Wegweiser für neue Aufgabenstellungen in der Umweltpolitik.

Vorwort des Geschäftsführers Georg Rebernig

GF Georg Rebernig GF Georg Rebernig

Mit der Vorlage des siebenten Umweltkontrollberichtes kommt das Umweltbundesamt seiner gesetzlichen Verpflichtung nach, über den Zustand der Umwelt in Österreich detailliert zu informieren und damit dem Nationalrat und der Bundesregierung eine objektive Daten- und Informationsbasis für fachlich fundierte Entscheidungen zu liefern.

 

Dem Umweltbundesamt ist es wichtig, die umfangreichen Daten und Informationen über den Umweltzustand und die Umweltbelastungen klar strukturiert und leicht zugänglich zu präsentieren.

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