2 Luft

© Irene Oberleitner

Die Europäische Luftreinhaltepolitik sieht vor, die Belastung durch Luftschadstoffe derart zu reduzieren, dass sie keine erheblichen negativen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt hat. Im Berichtszeitraum konnten zum Teil erhebliche Reduktionen bei den Emissionen von Schwefeldioxid (SO2: – 18,75%), Ammoniak (NH3: – 1,5%) und flüchtigen organischen Verbindungen ohne Methan (NMVOC: – 5%) erzielt werden – und damit die Ziele der Emissionshöchstmengenrichtlinie für 2010 schon jetzt erreicht werden.

Die Stickoxidemissionen (NOx) sanken von 2003 bis 2005 um rund 5% auf 159.000 t, liegen jedoch noch um 56.000 t über dem Zielwert für 2010. Auch die Emissionen von Feinstaub (PM10 und PM2,5) gingen in diesem Zeitraum geringfügig zurück. In den Jahren 2003 bis 2005 wurden zahlreiche Überschreitungen des Grenzwerts für Feinstaub (PM10) gemäß Immissionsschutzgesetz Luft (IG-L) gemessen. Grenzwertüberschreitungen bei Stickstoffdioxid (NO2) traten vor allem an verkehrsnahen Messstellen auf. Die an etlichen Messstellen über den gesetzlichen Zielwerten liegende Belastung mit Ozon setzt sich aus einer hohen Hintergrundbelastung und lokalen bis regionalen Beiträgen zusammen.