Dieselfahrzeuge, Abrieb und Aufwirbelung als Hauptverursacher
Partikelemissionen aus dem Transportsektor 1990-2008
Seit dem Jahr 2006 ist ein leichter Rückgang der Partikelemissionen aus dem Verkehrssektor zu bemerken. Dies ist in erster Linie auf technologischen Fortschritt und der verstärkten Einführung von Partikelfiltersystemen zurück zu führen. Auch wurde in den letzten Jahren weniger Kraftstoff in Österreich verkauft.
Dieselmotoren aus dem Straßenverkehr hauptverantwortlich
Partikel aus dem Straßenverkehr 1990-2008
Hauptverantwortlich für die Staubbelastung aus dem Verkehr ist der Straßenverkehr. Dabei stammen die Emissionen in erster Linie von Dieselmotoren aus dem Personen- als auch aus dem Straßengüterverkehr.
Leichte sowie schwere Nutzfahrzeuge des Straßengütertransports verfügen über einen Dieselmotor. Mittlerweile werden mehr als die Hälfte der PKW in Österreich mit Diesel angetrieben. Die Zahl der Neuzulassungen von Diesel-PKW ist bis 2008 kontinuierlich gestiegen.
Partikelemissionen mit und ohne Kraftstoffexport 1990-2008
Wesentliche Emissionsquellen sind zudem Abrieb und Aufwirbelung von Straßenstaub. Diese sind für rund ein Drittel der Staubemissionen des Verkehrs verantwortlich.
Bei den Inländischen Partikelemissionen wurde der Abrieb und die Aufwirbelung mit berücksichtigt, beim Kraftstoffexport dagegen nicht!
Der Kraftstoffexport ist durch die - speziell zu Deutschland und Italien - günstigen Treibstoffpreise in Österreich zu begründen und ist vor allem im Güterverkehr zu beobachten.
Staubbelastung aus mobilen Maschinen und Geräten sinkt
Partikelemissionen Off Road 1990-2008
Auch die meisten mobilen Maschinen und Geräte wie z.B. Baumaschinen oder Traktoren verfügen über einen - in der Regel überdurchschnittlich großen - Dieselmotor.
Seit Anfang der 90er Jahre sind die Staubemissionen aus dem sogenannten "Off-Road-Sektor" um 28% gesunken. Diese Abnahme ist auf die Einführung von Emissionsgrenzwerten und damit bedingten technologischen Fortschritt zurück zu führen.
Ultrafeine Partikel gefährden die Gesundheit
Dieselrußaggregat auf PM10-Filter
Staub gilt als gesundheitsgefährdend: Speziell die feinen und ultrafeinen Partikel können tief in die Lunge eindringen und stehen in Verdacht, krebserregende Wirkung zu besitzen.
Gesetzgebung greift bei ultrafeinem Staub wenig
Problematisch erscheint die derzeitige Grenzwertgesetzgebung: diese beschränkt die Partikelmasse, nicht jedoch die Partikelanzahl.
Der Grenzwert der Partikelemission eines Fahrzeuges sagt nur wenig über den Ausstoß von ultrafeinen (krebserrgenden) Partikel aus, da die ultrafeinen Partikel nur einen vernachlässigbaren Anteil an der gesamten Partikelmasse ausmachen.
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