Höhere Geschwindigkeit führt zu höherer Umweltbelastung

Wieviel Luftschadstoffe und Treibhausgase der Straßenverkehr verursacht, hängt von vielen Faktoren ab. Wesentlichen Einfluss hat neben Art des Antriebs, Fahrzeuggröße und Alter vor allem die Geschwindigkeit und die Fahrdynamik.

Temporeduktionen und -erhöhungen

© Umweltbundesamt/Groeger

Geringere Geschwindigkeiten führen grundsätzlich zu einer Reduktion der Abgasemissionen und des Staubs aus Abrieb und Aufwirbelung. Temporeduktionen wirken sich besonders positiv aus, wenn der Verkehr dadurch fließender verläuft. Durch weniger Beschleunigungs- und Bremsmanöver werden sowohl Verbrauch und Emissionen als auch Abrieb und Aufwirbelung vermindert.

Steigung der Treibhausgas-, Luftschadstoff- und Lärmemissionen

Eine höhere Fahrgeschwindigkeit z. B. 160 km/h statt 130 km/h führt bei einem Pkw zu einer Erhöhung des Verbrauchs und der Treibhausgasemissionen um 20-25%. Die Zunahme bei den Schadstoffemissionen speziell bei Dieselfahrzeugen in diesem Geschwindigkeitsbereich fällt weitaus stärker aus, Partikel und Stickoxidemissionen können um mehr als 50 % zunehmen.

 

Abgesehen von den Luftschadstoff- und Treibhausgasemissionen wirken sich Tempolimits bzw. -erhöhungen wesentlich auf den Straßenverkehrslärm aus. Eine Tempoerhöhung von 130 auf 160 km/h führt zu einer Lärmzunahme, die in etwa einer Verdoppelung des Verkehrsaufkommens gleichzusetzen ist.

Infobox