Erdgas als Brücke zum Wasserstoff
Ein möglicher Beitrag zum Klimaschutz
Erdgasfahrzeuge haben weniger Abgase als Benzin- oder Dieselfahrzeuge und können dazu beitragen, die Luftqualität zu verbessern. Erdgasfahrzeuge werden bereits serienmäßig gefertigt und finden besonders in Städten Anwendung. Voraussetzung für einen zukünftig breiten Einsatz ist ein dichtes Tankstellennetz. Dieses Netz könnte in Zukunft auch für die Verteilung von Wasserstoff genutzt werden.
Ökologischer und ökonomischer Nutzen
Erdgas weist die geringsten direkten Treibhausgas-Emissionen auf
Erdgas hat gegenüber konventionellen Kraftstoffen einige Vorteile:
- Die Abgase sind erheblich geringer als bei Benzin oder Diesel. Im Vergleich zu anderen Antriebsformen weist Erdgas die geringsten direkten Treibhausgas-Emissionen auf.
- Für die NutzerInnen, insbesondere für VielfahrerInnen, kann sich auch ein Preisvorteil bei den laufenden Kosten ergeben. Dadurch rechnen sich Fahrzeuge nach durchschnittlich 2 - 3 Jahren trotz (meist) höherer Anschaffungskosten.
- Erdgasfahrzeuge sind auch leiser: Die Klopffestigkeit ist mit ROZ 125 wesentlich höher als bei Superbenzin (ROZ 95), das führt zu einer Reduktion des Motorlärms.
Dichteres Tankstellennetz notwendig
Erdgastankstelle in Tirol
Hauptproblem für viele Nutzer ist das gering ausgebaute Tankstellennetz. Derzeit sind in Österreich 138 öffentliche Erdgastankstellen (Stand 03/2009) in Betrieb, ein weiterer Ausbau ist geplant. Für eine weitere Marktdurchdringung ist ein dichteres Netz notwendig.
Deshalb gibt es Erdgasfahrzeuge, die neben dem Erdgastank über einen Benzintank verfügen, sogenannte "bivalente" Fahrzeuge - im Gegensatz zu "monovalenten" Fahrzeugen, die lediglich einen Erdgastank haben.
Die Reichweite eines Erdgastanks beträgt ca. 200 bis 300 Kilometer, kann aber mit dem Einbau von Zusatztanks auf bis zu 700 km erhöht werden. Dies hat keinen Einfluss auf das Platzangebot im Inneren des Fahrzeugs oder auf den Kofferraum.
Erdgasflotten besonders in städtischen Gebieten im Einsatz
Einsatzbereiche sind derzeit vor allem städtische Ballungsräume, in denen Tankstellen vorhanden sind. In diesen Gebieten ist oft die Luftverschmutzung Anreiz für den Einsatz von Erdgas.
So betreibt bespielsweise die Klimabündnisgemeinde Schwechat ihren Gemeindefuhrpark mit Erdgas, in Graz, Salzburg und Wiener Neudorf sind Erdgastaxis unterwegs.
Verfügbarkeit scheint langfristig gesichert
Erdgas besteht zu einem überwiegenden Teil (bis zu 99%) aus Methan, der Rest sind höhere Kohlenwasserstoffe und andere Gase. Methan ist eine Kohlenwasserstoffverbindung aus einem Kohlenstoff- und vier Wasserstoffatomen und ist zugleich das Qualitätskriterium für Erdgas. Je höher der Anteil, desto besser der Brennwert.
Die weltweiten Reserven von Erdgas sind bedeutend höher als jene von Erdöl. Zudem stößt man immer wieder auf neue Vorkommen.
Das geförderte Erdgas enthält meist Wasser, Schwefelverbindungen und andere Verunreinigungen und muß vor dem Transport über ein unterirdisches Leitungssystem getrocknet, entschwefelt und gesäubert werden.
Infobox
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Vorträge zum Thema Erdgas im Rahmen der Veranstaltung "Fuhrpark alternativ":
Verfügbarkeit von Erdgas als Kraftstoff
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