Verringerung der Feinstaubbelastung durch Flüssiggas

Eine Alternative zu Diesel und Benzin

Flüssiggas ist in sehr stark verkehrsbelastenden Bereichen wie Städten eine Alternative zu konventionellen Antrieben. Flüssiggasfahrzeuge haben geringere lokale Emissionen als Benzin- oder Dieselfahrzeuge und tragen dazu bei, die Luftqualität zu verbessern.

© Umweltbundesamt/Groeger Die Busflotte der Wiener Linien fährt mit Flüssiggas Die Busflotte der Wiener Linien fährt mit Flüssiggas

Flüssiggas, auch Autogas genannt, wird bei der Rohöldestillation gewonnen. Es besteht zu einem hohen Anteil aus Butan und Propan. Es wird durch geringen Überdruck verflüssigt und so in Flaschen oder im Tank gespeichert. Bei der Entnahme aus dem Druckbehälter geht es in gasförmigen Zustand über und gelangt zum Verbrauchsgerät.

Weltweit werden bis zu 12 Millionen Fahrzeuge mit Flüssiggas betrieben. In Europa vor allem in Holland, Italien und Frankreich, aber auch in Österreich wird vermehrt auf diesen Kraftstoff zurückgegriffen – so betreiben die Wiener Linien die gesamte Busflotte mit Flüssiggas. Einerseits liegt der Emissionsvorteil bei der geringeren NOX Belastung gegenüber Diesel, andererseits am geringeren Ausstoß von CO2 gegenüber Benzinmotoren.

Flüssiggasfahrzeuge für Jedermann

Flüssiggasmotoren funktionieren auf die selbe Weise wie herkömmliche Benzinmotoren. Dadurch entsteht die Möglichkeit, zusätzlich zum Benzintank einen Flüssiggasttank einzubaunen. Das erhöht zwar die Reichweite, aber das Gewicht des Fahrzeuges nimmt zu, was zu einer Verminderung der Leistung führt.

 

Im Bereich Sicherheit ist kein Unterschied zu konventionellen Benzin- bzw. Dieselfahrzeugen festzustellen.

 

Ein wesentlicher Vorteil ist der Preis, der derzeit ca. bei der Hälfte von Benzin liegt. Die Reichweite liegt in etwa bei 600 km pro Tankfüllung. Den finanziellen Nachteil einer Umrüstung, der ohne weiteres möglich ist, lohnt sich somit vor allem für Vielfahrer.

 

Das Betanken ist genauso einfach und dauert etwa solang wie bei Benzin oder Diesel, wobei die Tankstellendichte in Österreich bei derzeit 8 Stück wesentlich erhöht werden muss, um eine weitere Verbreitung von Flüssiggasfahrzeugen in Österreich zu gewährleisten.