Öko-Innovationen auf die Sprünge helfen

Umweltbundesamt-Report beleuchtet Faktoren, die umweltschonenden Technologien zum Durchbruch verhelfen

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Unter Öko-Innovationen versteht man neue oder merklich verbesserte Produkte, Prozesse oder Technologien, die Umweltbelastungen verringern und Ressourcen schonen. Der Umweltbundesamt-Report "Öko-Innovation und Forschung" zeigt am Beispiel der Wärmepumpe, des Stirling-Motors und des Quantenkaskadenlasers, welche Faktoren Technologiesprünge bewirkten und wie die zeitliche Entwicklung der genannten Innovationen verlaufen ist.

Markt zunehmend Treiber für Öko-Innovationen

 

Der Markt ist bei der Weiterentwicklung der Wärmepumpe und des Stirling-Motors Treiber des Innovationsprozesses. Wichtige Faktoren für die Verbreitung der Öko-Innovationen sind die ausgereifte Technologie, die Notwendigkeit, den Einsatz von Ressourcen zu verringern, und der Klima- und Umweltschutz. Diese Faktoren wirken besonders dann, wenn die Öko-Innovationen durch neue oder geänderte rechtliche Rahmenbedingungen notwendig werden, wie beim Quantenkaskadenlaser. Auch bessere Produkte oder niedrigere Kosten führen zu höheren Durchdringungsgraden.

 

Die Rolle der Forschung im Innovationsprozess hat sich im Laufe der vergangenen Jahrzehnte gewandelt. Im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts gingen Innovationen vor allem von neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen aus. Bis Öko-Innovationen sinnvoll angewendet werden konnten, vergingen oft mehrere Jahrzehnte. Im 21. Jahrhundert orientiert sich die Forschung hauptsächlich an den Marktbedürfnissen. Die Grenzen zwischen Grundlagenforschung und angewandter Forschung verschwimmen immer mehr. Forschung ist nicht nur Voraussetzung für Innovation, sondern wird als Serviceleistung für den gesamten Öko-Innovationsprozess gesehen.

Erfolgsfaktoren

 

In der Vergangenheit konnte die Forschung am ehesten zu Technologiesprüngen beitragen, wenn die Öko-Innovation einen hohen Neuheitsgrad hatte oder neue Anwendungsgebiete mit einem Nutzen für Kundinnen und Kunden erschloss. Während eine Technologie in einem Marktsegment oder Anwendungsgebiet bereits als Schlüssel- oder Basistechnologie gilt, kann sie in einem neuen Anwendungsbereich zu einer Zukunftstechnologie werden (z. B. Stirling-Motor im Hybrid-Kfz-Bereich).

 

Weitere Informationen:

Petra Kestler, Pressestelle Umweltbundesamt, Tel.: 01/313 04-5432