Jugend packt an

Naturschutz-Einsatz am Grünen Band Europas

© Naturschutzbund Niederösterreich Die Jugendlichen mit Viktoria Hasler vom Umweltministerium (gelbes T-Shirt), Maria Stejskal-Tiefenbach vom Umweltbundesamt (rotes T-Shirt) und Birgit Mair-Markart vom Naturschutzbund (ganz rechts) sowie Bgm. Herbert Harrach aus Wildendürrnbach (hinten).

Wien, 26. September 2016 - Im österreich-tschechischen Grenzgebiet im nördlichen Weinviertel gibt es wertvolle Trockenraseninseln mit seltenen Tier- und Pflanzenarten. Ob Kreuzenzian oder Roßhaar-Federgras, die botanischen Besonderheiten sind bedroht, weil ihre Standorte verbuschen oder verfilzen. Im Rahmen des Grünen Band-Workcamps vom 20. bis 25. September mähten und säuberten Jugendliche aus mehreren Ländern gemeinsam mit Ortsansässigen die sensiblen Wiesenflächen und trugen damit zur Erhaltung der wertvollen Lebensräume bei. Das Workcamp wurde vom Naturschutzbund NÖ gemeinsam mit dem Service Civil International (SCI-Österreich) organisiert und betreut und von mehreren Gemeinden sowie dem Umweltministerium unterstützt.

 

Das Camp ist Teil des Projektes „Öffentlichkeitsarbeit zum Grünen Band in Österreich“, das vom Umweltbundesamt in Kooperation mit dem Naturschutzbund Österreich durchgeführt und von Bund und Europäischer Union unterstützt wird.

Das Grüne Band verbindet Europa

 

Quer durch Europa hatten die Menschen aufgrund ideologischer Differenzen ein fast unüberwindbares "Niemandsland" geschaffen. Stacheldraht, Minenfelder und Wachtürme waren die charakteristischen Elemente des "Eisernen Vorhangs".

 

Die Natur nutzte diesen menschenleeren Raum zu ihren Gunsten. In einem Zeitraum von fast 40 Jahren entstand ein faszinierender Streifen Wildnis. Dieser ist rund 6.800 Kilometer lang und führt entlang von Flüssen und Wäldern, durch Flachland und Hochgebirge. Viele seltene Tier- und Pflanzenarten konnten sich hierher zurückziehen.

 

Weitere Informationen:

Petra Kestler, Pressestelle Umweltbundesamt, Tel.: 01/313 04-5432