Danube.Pearls: Sanfter Tourismus entlang der Donau

© Umweltbundesamt/B. Gröger

Elf Tourismusregionen aus dem Donauraum zeigen vor, dass man auch ohne Auto im Urlaub mobil sein kann. Sie haben sich zum Danube.Pearls Netzwerk zusammengeschlossen und setzen Angebote für eine entschleunigte Reise vom Schwarzwald bis zum Schwarzen Meer.

 

Wien, 14. Mai 2019 – Die Donauregion in Oberösterreich und der Neusiedler See sind  DIE Vorzeigeregionen für sanften Tourismus und nachhaltige Mobilität in der Donauregion. Sie sind Teil der Danube.Pearls – und damit Teil eines Netzwerkes, das, ein breit gefächertes Angebot für Urlaubsgäste bietet und  sie dazu bewegt, Urlaubsdestination ohne PKW zu erreichen und zu erkunden. „Von umweltfreundlichen und wirtschaftlichen Verkehrsangeboten profitieren alle: TouristInnen, EinwohnerInnen und die Umwelt“, betonte Umweltbundesamt-Experte Martin Schamann. Der Start für das Netzwerk ist gleichzeitig Abschluss des vom Umweltbundesamt geleiteten EU-Projekts Transdanube.Pearls, in dem 15 Projektpartner aus neun Donauländern Anreize für nachhaltige Mobilität und Tourismus entwickelt haben. „Was uns verbindet, ist der Wille, Mobilität neu zu denken“, erklärte Robert Thaler, Leiter der Abteilung Saubere Mobilität im Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus.

© Umweltbundesamt/B. Gröger

Bei der Konferenz in Neusiedl am 13. Mai 2019, die vom burgenländischen Verkehrslandesrat Heinrich Dorner und dem Geschäftsführer des Neusiedlersee Tourismus, Stefan Schindler, eröffnet wurde, trafen sich rund 80 Mobilitäts- und Tourismus-ExpertInnen aus Österreich, Deutschland, Ungarn, der Slowakei, Slowenien, Bulgarien, Rumänien, Serbien und Kroatien. Sie diskutierten, wie die Danube.Pearls ihre BesucherInnen davon überzeugen können, auf die Nutzung des eigenen PKWs zu verzichten, und stellten neue Angebote vor. Die oberösterreichische Donauregion entwickelte z.B. zwei neue grenzüberschreitende Urlaubsangebote: eine Kulturreise zu den Spuren der Römer entlang der Donau und eine Radreise entlang des Eurovelo 6 Radweges von Budapest nach Belgrad. Die Region Neusiedler See installierte einen neuen Shuttle Bus zum Seebad und startete eine Informationsoffensive für Tourismusbetriebe und BesucherInnen. Die Projektpartner aus Serbien und Bulgarien präsentierten Fahrradträgersysteme für Busse, Rufbusse oder grenzüberschreitende Mobilitätsangebote für UrlauberInnen. Die ungarischen Partner stellten ihre Maßnahmen zur Verbesserung der Radinfrastruktur vor.

Neue Mobilitätslösungen zu Land und zu Wasser

 

Das Danube.Pearls Netzwerk dient als Plattform für gemeinsame Marketingaktivitäten der Perlen, um BesucherInnen auf die vielfältigen Reisemöglichkeiten mit Zug, Bus, Rad oder umweltfreundlichen Schiffen aufmerksam machen. Die Mitglieder des Netzwerks erarbeiten zukünftig kontinuierlich neue, nachhaltige Mobilitätsangebote und benutzerfreundliche Tourismusinformationen für TouristInnen und BürgerInnen, die eine problemlose An-, Ab- und Weiterreise zur nächsten Destination ermöglichen. Die Projektpartner bekennen sich zudem zu gemeinsamen sozialen und Umweltschutz-Standards bei der Entwicklung von klimaschonenden, emissionsarmen, multimodalen und effizienten Mobilitätslösungen.

Transdanube.Pearls: Nachhaltig mobil in den Urlaub

 

Im Projekt Transdanube.Pearls haben 15 Projektpartner aus neun Donauländern unter der Leitung des Umweltbundesamts Maßnahmen für nachhaltige Mobilität im Tourismus gesetzt. Seit Anfang 2017 wurden in den Partnerländern Mobilitätszentralen eingerichtet, Fortbildungsmaßnahmen für lokale und regionale Akteurinnen und Akteure ausgearbeitet und das Informationsangebot zum Thema nachhaltige Mobilität und Tourismus für EinwohnerInnen und TouristInnen erweitert. Zusätzlich wurden Radwege, Fahrradverleih- und Beförderungssysteme auf- und ausgebaut und Mobilitätsangebote für die letzte Meile umgesetzt.

Transdanube.Pearls wurde durch das EU Interreg Programm „Danube Transnational Programme“ gefördert.

 

Weitere Informationen:

Petra Kestler, Pressestelle Umweltbundesamt, Tel.: 01/313 04 5432