Das Neue Jahr in der Umweltbundesamt-Prüfstelle

© Umweltbundesamt/B.Gröger

(Wien, 8. Jänner 2018) Das neue Jahr startet für die Prüfstelle im Umweltbundesamt unter neuer Führung. Manfred Ritter, Mitglied des Leitungsgremiums in Österreichs größter ExpertInnen-Organisation für Umweltthemen, ist ab Jänner für die Prüfstelle verantwortlich. Der studierte Chemiker, der auch ein MBA Studium vorweisen kann, ist überzeugt: "Mit unserem Angebot von Analyse, Beratung und Risikobewertung werden wir weiterhin die hohen Qualitätsansprüche unserer Kunden erfüllen."

 

Als einen Schwerpunkt im Jahr 2018 nennt Ritter das Thema Human-Biomonitoring. Das Umweltbundesamt leitet die nationale Plattform, die seit 2016 offizielles Beratungsgremium für gesundheitsbezogene Umweltbeobachtung in Österreich ist und fungiert als nationale Zentralstelle im Rahmen der Europäischen Initiative für Human-Biomonitoring HBM4EU. Ende September 2018 wird das Umweltbundesamt im Rahmen der österreichischen Präsidentschaft eine Human-Biomonitoring Konferenz in Wien organisieren, zu der internationale ExpertInnen erwartet werden. Erstmals wird heuer auch eine Bericht über die Belastungssituation der ÖsterreicherInnen mit Umweltchemikalien für den Nationalrat erstellt werden: "Mithilfe moderner hochpräziser analytischer Methoden können wir bereits sehr kleine Mengen verschiedener Substanzen im menschlichen Körper nachweisen. Die Untersuchungen im Rahmen des Human-Biomonitorings ergänzen unsere Schadstoff-Messungen in Umweltmedien, Produkten und Lebensmitteln. Wir kooperieren u.a. mit Unternehmen im Rahmen der Risikoprävention im Arbeitnehmerschutz  oder führen bei starken Umweltbelastungen gezielte Untersuchungen  von ausgewählten Personen oder Bevölkerungsgruppen durch, die einer Belastung durch Schadstoffe ausgesetzt sind oder bei denen eine solche vermutet wird", erläutert Manfred Ritter.

Auch Mikroplastik – das Umweltbundesamt zählt zu den ersten Institutionen, die sich hierzulande mit diesem Thema auseinandergesetzt haben und ist Vorreiter in der Analyse in Österreich - wird die Prüfstellen-ExpertInnen im Jahr 2018 beschäftigen. Weitere Arbeitsschwerpunkte der Prüfstelle widmen sich dieses Jahr den Arzneimitteln und Pestiziden in Gewässern und den Schadstoffen in Böden. Hier arbeiten die ExpertInnen gemeinsam mit Zivilingenieuren, Labors von Bund und Bundesländern, Universitäten und dem Ministerium an der Harmonisierung der Methoden zur Bestimmung von organischen Stoffen in Böden.

 

Auch international sind die ExpertInnen der Prüfstelle 2018 wieder aktiv, etwa in der Beratung  jordanischer KollegInnen zu Methoden der Produktkontrolle oder im Rahmen der Europäischen Wasserinitiative (EUWI) mit Schulungen zur Probenahme, Analytik, Messunsicherheit und Qualitätssicherung.

 

Eine Erweiterung der Akkreditierung als Anbieter für Ringversuche auf dem Wassersektor steht ebenfalls auf der Agenda der Prüfstelle für 2018. Wie in den letzten Jahren werden wir Sie über Neuigkeiten auf dem Gebiet der stofflichen Risikovorsorge, neuer Methoden und  Publikationen mit unserem News-Service auf dem Laufenden halten.

 

Weitere Informationen:

Sabine Enzinger, Pressestellestelle Umweltbundesamt, Tel.: 01/313 04-5488