Umweltbundesamt stark bei Mikroplastik-Identifizierung in der Umwelt

© Umweltbundesamt/B. Gröger

(Wien 11. 1. 2018) Der US-amerikanische Technologiekonzern PerkinElmer lud am 11.1.2018 nach Wien zu einem Workshop zum Thema „Mikroplastik-Identifizierung in der Umwelt“. Die Umweltbundesamt Prüfstelle lieferte als eine der führenden ExpertInnen-Einrichtungen für Mikroplastik-Analytik wichtige Beiträge zum Gelingen dieser Veranstaltung.

 

Auf dem Programm standen Vorträge zu den wichtigsten Analysenmethoden, Diskussionen der aktuellen Analytik-Herausforderungen, Demomessungen und eine Führung durch das Umweltbundesamt-Labor. Unsere Mikroplastik-Expertin Bettina Liebmann referierte zur Anwendung der Infrarot-Mikrospektroskopie mit chemischer Bildgebung für das Auffinden von Mikroplastik-Einzelteilchen in Umweltproben, und leitete am Nachmittag auch die Laborführung mit Einblicken in die Mikroplastik-Analytik und Live-Messungen. Die Stärken der Prüfstelle bei der Analytik von „Emerging Pollutants“ wurden den über 20 BesucherInnen aus Kroatien, Finnland, Deutschland, Litauen, Schweiz, Slowenien, und Großbritannien von Umweltbundesamt-Experten Stefan Weiß näher gebracht.

 

Aus Deutschland angereist war Rüdiger Stöhr, Mikrobiologe von One Earth-One Ocean, mit dem Vortrag „Cleaning the Sea - Building a Microplastic Pollution Map with FT-IR“ und seinem tragbaren Messgerät, das üblicherweise auf Forschungsschiffen eingesetzt wird. Alternative Mikroplastik-Analysenmethoden, die eine Massenbestimmung anstelle von Partikelanzahl-Bestimmung ermöglichen, wurden von der Polymerspezialistin Ulrike Braun (BAM Deutschland) präsentiert.

 

Gegenstand einer Diskussionsrunde war die Vielfalt der Mikroplastik-Aktivitäten in Europa auf ExpertInnen-Ebene und der Handlungsbedarf bei der Optimierung der Untersuchungsmethoden.