Non-Target-Analytik von Wasser

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(Wien/Barcelona, 26.6.2018) Im Rahmen eines internationalen Workshops Ende Juni in Barcelona präsentierte Umweltbundesamt-Expertin Jacqueline Meng-Reiterer aktuelle Arbeiten aus der Non-Target Analytik. Im Fokus stand der Methoden-Test für die Analyse von Kontaminanten in  umweltrelevanten Wasserproben. Das Umweltbundesamt-Labor arbeitet am Aufbau der Non-Target LC-MS-Analytik von (Mikro)-Verunreinigungen in wässrigen Umweltproben. Ziel der Methode ist eine unvoreingenommene Proben-Untersuchung, die die Aufdeckung bekannter sowie bisher nicht im Fokus stehender Substanzen erlaubt.

 

Wasser kann durch eine Vielzahl von Schadstoffen belastete sein, wie Pflanzenschutzmittel, Biozide, Arzneimittel und Industriechemikalien. Bei der Target-Analytik wird zuerst entschieden, welche organische Verbindung zu analysieren ist. Im Gegensatz dazu wird bei der Non-Target-Analytik möglichst viel an Informationen gesammelt und erst dann entschieden, welche Kontamination in der Folge näher untersucht wird.

 

Non-Target Analytik mittels Gaschromatographie gekoppelt mit Massenspektrometrie (GS-MS)ist seit gut 20 Jahren etabliert. Ein neues Arbeitsgebiet für das Umweltbundesamt-Labor ist die Untersuchung mittels Flüssigchromatographie in Verbindung mit Massenspektrometrie (LC-MS). Diese Art der organischen Analytik ist dann vorteilhaft, wenn es sich um unbekannte organische Kontaminationen handelt, so dass die herkömmliche Target-Analytik auf eine Vielzahl von organischen Verbindungen ausgedehnt werden müsste und selbst dann nicht sicher wäre, ob die Hauptkontaminanten erfasst werden.