CORINE Land Cover

Flächendeckende Erfassung der Landbedeckung und -nutzung

Im Rahmen des EU-weiten CORINE-Programms werden digitale Bilder von Satelliten einheitlich erfasst und ausgewertet. Diese Daten sind eine wichtige Informationsquelle für Landnutzung und deren Veränderung sowie für umweltrelevante Fragestellungen. Die Daten der ersten drei Aufnahmen aus den Jahren 1990, 2000 und 2006 stehen der Öffentlichkeit zur Verfügung. Die Wiederholungsaufnahme mit dem Referenzjahr 2006 wurde erstmalig mit hoch auflösenden Daten zur Bodenversiegelung kombiniert. Die CORINE Landbedeckungsdaten mit dem Referenzjahr 2012 seit dem Jahr 2014 zur Verfügung.

Umweltkontrolle aus dem Weltraum

Die Weltraumtechnik liefert durch den Einsatz von Erdbeobachtungssatelliten (SPOT 4 und 5, IRS 1C-LISS, etc.)  digitale Bilder der Erdoberfläche; diese bieten eine wichtige Grundlagen für das Umweltmonitoring. Die Interpretation und Abgrenzung der Landbedeckung und Flächennutzung erfolgt mittels der CORINE Land Cover Methodik in 44 unterschiedlichen Klassen in einemMaßstab von 1:100.000.

CORINE-Programm und GMES

Das CORINE-Programm (Coordination of Information on the Environment) wurde 1985 von der Europäischen Union gegründet. Ziel der Europäischen Union ist eine Vereinheitlichung der Erfassung von Umweltdaten. Das Programm wird nun als GMES-Service(Global Monitoring for Environment and Security) durchgeführt. Dabei werden die CORINE Land Cover Daten mit hochauflösenden Auswertungen (20*20m) zu Siedlung und Verkehr, Waldflächen, Grünland, Feuchtgebieten und Wasser kombiniert. CORINE Land Cover liefert für Österreich nur relativ grobe Ergebnisse, da Objekte erst ab einer Mindestfläche von 25 Hektar erfasst werden. Durch die Kombination mit den hochauflösenden Auswertungen wird die Qualität der Daten gesteigert.

Datenabgabe durch das Umweltbundesamt

Das CORINE-Landcover Projekt wurde von der Europäischen Umweltagentur betreut und von den einzelnen Staaten selbständig umgesetzt. Mit der Durchführung in Österreich ist das Umweltbundesamt betraut. Die Daten werden in Form eines Geographischen Informationssystems (GIS) aufbereitet. Diese stehen für kommerzielle und nicht kommerzielle Zwecke kostenlos zur Verfügung.