Entwicklungen zur Nanotechnologie

April 2019 - Neues OECD-Richtliniendokument

Österreich erstellt neues Richtliniendokument für die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD)

 

Für die Risikobewertung für Chemikalien in Nanoform sind neue Testmethoden und Richtliniendokumente notwendig, da Nanomaterialien über potenziell andere Eigenschaften verfügen als dieselben Stoffe in Nicht-Nanoform. Geänderte Informationsanforderungen für Nanoformen eines Stoffes wurden mittlerweile auch im Rahmen der Europäischen Chemikaliengesetzgebung REACH beschlossen, um langfristig den Schutz von Gesundheit und Umwelt zu gewährleisten.

 

Auf EU- und OECD-Ebene wird deshalb mit Nachdruck an der Erstellung dieser Dokumente gearbeitet. In diesem Rahmen entwickeln das Team von Frank von der Kammer/Thilo Hofmann von der Universität Wien (Department für Umweltgeowissenschaften) unter organisatorischer Leitung des Umweltbundesamtes und Supervision des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) ein neues Richtliniendokument; dieses soll Hilfestellung bei der Bewertung möglicher Transformationsprozesse von Nanomaterialien in der Umwelt bereitstellen. Forschungsarbeiten zur Erstellung des Dokumentes werden durch ein EU-Projekt finanziert. Auf OECD-Ebene werden die Koordinierungsarbeiten durch das BMNT finanziert – eine Förderung dieser Aktivitäten ist Teil des Österreichischen Aktionsplans Nanotechnologie.

 

Der Projektentwurf hierfür wurde am entsprechenden OECD-Meeting in Paris Mitte April bestätigt und offiziell in das OECD-Arbeitsprogramm für Testmethoden und Richtliniendokumente aufgenommen. Bis Ende 2021 soll der finale Entwurf vorliegen.

Dezember 2018 - klarere Regeln für den europäischen Markt

Mit der nano-spezifischen Anpassung der europäischen Chemikalienverordnung REACH gelten nun klarere Regeln für Nanomaterialien auf dem europäischen Markt. Hersteller und Importeure von Nanomaterialien müssen ab 1. Jänner 2020 nanospezifische Daten für deren Registrierung erfassen und für die Bewertung der Risiken für Mensch und Umwelt berücksichtigen.

 

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