Evaluierung der Risikoabschätzung betreffend die Lebensmittelsicherheit von GVOs

Das Umweltbundesamt und das Interuniversitäre Forschungszentrum für Arbeit, Technik und Kultur haben gemeinsam mit WissenschafterInnen einige Aspekte aus aktuellen konkreten Risikoabschätzungen evaluiert. Der Fokus lag dabei auf möglichen toxischen und allergenen Wirkungen von GVO. Die Anwendung des Konzepts der substantiellen Äquivalenz wurde ebenso hinterfragt.

Die Analyse zeigte, dass detaillierte Anforderungen und Kriterien zur Risikoabschätzung von GVO derzeit fehlen. Die daraus resultierende Vorgangsweise bei verschiedenen Behörden in der Praxis ist unterschiedlich und teilweise mangelhaft. Im Rahmen dieser Studie wurden erste Vorschläge zur Konkretisierung und Standardisierung der Sicherheitsbewertung entwickelt.

Tagung "Scrutinising GMO Risk Assessment"

Das Umweltbundesamt veranstaltete im Jahr 2003 eine internationale Tagung in Wien, bei der die Praxis der Risikoabschätzung von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) beleuchtet wurde.

 

VertreterInnen der Europäischen Kommission, der Industrie, Wissenschaft sowie von internationalen NGOs haben die bisherigen Erfahrungen und Ergebnisse kommentiert und gemeinsam eine mögliche Weiterentwicklung diskutiert. 

Ergebnisse der Evaluation als Forschungsbericht

Aufbauend auf den Ergebnissen der Veranstaltung und des Studienprojektes wurde die Analyse der Praxis der Risikoabschätzung in Form eines Forschungsberichts veröffentlicht. Der Bericht enthält auch Empfehlungen zur Verbesserung der Risikoabschätzung  von gentechnisch veränderten Organismen in der EU.

Die Studie wurde von Dr. Armin Spök, Dr. Heinz Hofer, Mag. Petra Lehner, Prof. Dr. Rudolf Valenta, Dr. Susanne Stirn und Dr. Helmut Gaugitsch erstellt und beinhaltet eine gekürzte, aktualisierte Fassung der Projektberichte "Toxikologie und Allergologie von GVO-Produkten"  in englischer Sprache.

Das Ziel war das Bereitstellen der Studienergebnisse in einer Form, welche eine breite internationale Diskussion ermöglicht.