Wer verbraucht was?

Wasser

Hinsichtlich des industriellen Wasserbezugs und -verbrauchs liegen für Österreich keine hinreichend aktuellen Daten vor. Die letzten statistisch erfassten Gesamtdaten stammen aus dem Jahr 1994. Seit dem Beitritt zur EU wird nur der Fremdbezug, nicht jedoch der Eigenbezug von Wasser statistisch erhoben. Selbst gefördertes Oberflächen-, Grund- und Quellwasser ist in den Verbrauchserhebungen nach 1995 nicht mehr berücksichtigt. Der Anteil von selbst gefördertem Wasser betrug im Jahr 1994 etwa 92,2% des Gesamtwasserverbrauchs.

 

Neue Daten zum Wasserverbrauch der Industrie werden im Zuge der Umsetzung der Wasser-Rahmenrichtlinie (WRRL) benötigt, die diesbezüglichen Register sind aber noch im Aufbau begriffen.

 

Der jährliche Wasserbedarf in Österreich betrug im Jahr 1994 2,6 Mrd. m3, was etwa 3% der pro Jahr verfügbaren Wassermenge entsprach. Die Industrie war mit 60% der größte Wasserverbraucher in Österreich, 35% wurden für die Trinkwasserversorgung und 5% in der Landwirtschaft benötigt.

 

Im Jahr 1994 war die Branche mit dem höchsten Verbrauch die Eisen- und Stahlindustrie (41,5% des Gesamtverbrauches), gefolgt von der chemischen Industrie (28,5%), der Papier- (15,6%) und der Nahrungsmittelindustrie (3,6%). In der Landwirtschaft wurde Wasser zur Hälfte für die Bewässerung benötigt und die andere Hälfte für die Tierhaltung verwendet.