Ökonomische Bewertung von Ökosystemleistungen

Potenziale und Risiken

Ökosystemleistungen am Beispiel der Landwirtschaft

In einem Bericht werden die wichtigsten internationalen Initiativen angeführt und die umweltpolitische Diskussion wiedergegeben.

Das Umweltbundesamt untersuchte Methoden der ökonomischen Bewertung von Ökosystemleistungen.

 

Daran anschließend erfolgte die Analyse der Potenziale und Risiken der ökonomischen Bewertung von Ökosystemleistungen.

 

 

Zudem wurden in Zusammenarbeit mit der Statistik Österreich die Möglichkeiten und Grenzen einer Eingliederung von Ökosystemleistungen in die Umweltgesamtrechnungen diskutiert.

Die Ergebnisse eines Stakeholder-Workshops vom April 2014 fließen in verschiedene Kapitel des Berichtes mit ein.

Die ökonomische Bewertung von Ökosystemleistungen kann ein wirksamer Hebel sein, um eine nachhaltige Nutzung der Natur zu erreichen. So bietet sie Entscheidungsträgern einfache und vergleichbare Kenngrößen als Handlungsgrundlage und zeigt ein weites Spektrum an Potenzialen auf.

Durch die ökonomische Bewertung von Ökosystemleistungen besteht aber auch die Gefahr, dass der Wert der Natur oder ihre Leistungen nur unter dem Vermarktungsaspekt gesehen werden. Eine reine Monetarisierung sollte keinesfalls dazu führen, dass eine Degradierung von Ökosystemen und ihrer Leistungen durch Ausgleichsmechanismen bewusst in Kauf genommen oder manche Ökosystemleistungen vernachlässigt werden, weil sie nicht bewertet werden.

© Maria Deweis

Vor der Durchführung einer Monetarisierung ist eine offene und differenzierte Diskussion zu den damit verbundenen sozialen, ökologischen und ökonomischen Risiken notwendig.

 

Eine monetäre Bewertung von Ökosystemleistungen ist hoch komplex und enthebt die politischen EntscheidungsträgerInnen nicht der Verantwortung. Auch wenn am Ende eines Bewertungsprozesses ein monetärer Wert steht, muss unter Abwägung von kulturellen, sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Werten/Zielen eine politische Entscheidung getroffen werden.