Flüchtige Organische Verbindungen (NMVOC)

Flüchtige Organische Verbindungen ohne Methan (NMVOC) werden größtenteils durch die Verdunstung von Lösemitteln (in Farben, Lacken und Klebstoffen) und Treibstoffen sowie durch unvollständige Verbrennungsvorgänge freigesetzt. Einen nicht unbeträchtlichen Beitrag liefern auch biogene Quellen, vor allem der Wald. Die folgenden Emissionsangaben beziehen sich allerdings ausschließlich auf die anthropogenen Quellen.

Diese Stoffgruppe ist vor allem aufgrund ihres Beitrags zur Bildung von Ozon und sekundärer organischer Partikel von Bedeutung.

Emissionstrend 1990-2017

© Umweltbundesamt NMVOC-Emissionen 1990 bis 2017

Im Jahr 2017 wurden in Österreich rund 119.300 Tonnen NMVOC freigesetzt. Seit 1990 konnten die Emissionen um 63 % reduziert werden; gegenüber 2016 blieb das Emissionsniveau annähernd gleich (- 1,7 %).

 

Die im Emissionshöchstmengengesetz-Luft (EG-L) festgesetzte zulässige Emissionshöchstmenge von 159 Kilotonnen wird somit deutlich unterschritten.

Anmerkung

Entsprechend Artikel 2 der NEC-Richtlinie werden nur die im Inland emittierten Luftschadstoffe berücksichtigt. Die im Ausland durch Kraftstoffexport freigesetzten Emissionsanteile sind hier nicht enthalten.

Nähere Informationen sind im Bericht "Austria´s Annual Air Emission Inventory 1990-2017" zu finden. Dieser ist auf der Seite "Aktuelle Emissionsberichte" abrufbar.

Messung NMVOC

© Umweltbundesamt NMVOC in Wien 2003 und 2017

In Wien wird bei der Messstelle Allgemeines Krankenhaus (AKH) die Konzentration verschiedener VOC gemessen. Die Probenahme erfolgt jeden sechsten Tag über jeweils einen Tag; die Proben werden anschließend mittels Gaschromatographie analysiert.

Die Konzentration aller gemessenen VOC hat sich seit dem Jahr 2003 deutlich reduziert.