Feinstaub (PM10)

PM10-Filter unter dem Elektronenmikroskop

Die als Feinstaub (PM10) bezeichnete Staubfraktion enthält 50% der Teilchen mit einem Durchmesser von 10 µm, einen höheren Anteil kleinerer Teilchen und einen niedrigeren Anteil größerer Teilchen. Partikel dieser Größe können über den Kehlkopf hinaus bis tief in die Lunge gelangen. Sie sind daher besonders gesundheitsschädlich. Sie sind maximal so groß wie Zellen und können daher mit freiem Auge nicht gesehen werden. Der gut sichtbare Staub, der bei Baustellen oder durch Streusplitt entsteht, besteht zum Großteil aus Grobstaub.

Emissionstrend 1990-2017

PM10-Emissionen 1990-2017

Seit 1990 haben die österreichischen PM10-Emissionen um 31% auf etwa 27.900 Tonnen (2017) abgenommen. Gegenüber 2016 ist eine leichte Reduktion um 0,2% zu verzeichnen.

 

 

 

 

 

Nähere Informationen, u.a. zur sektoralen Aufteilung der Emissionen, sind im Bericht "Emissionstrends 1990-2017" zu finden. Dieser ist auf der Seite "Aktuelle Emissionsberichte" abrufbar (Publikation voraussichtlich im Sommer 2019).

Belastung durch PM10 in Österreich

© Umweltbundesamt PM10 Jahresmittelwerte 2003-2018

In den letzten Jahren war die PM10-Belastung niedriger als in den Jahren zuvor. Dies ist die günstigeren Ausbreitungsbedingungen, einen Rückgang der Emissionen national und international sowie auf einen Rückgang des grenzüberschreitenden Schadstofftransports zurückzuführen.

Eine Überschreitung des Kriteriums für den Tagesmittelwert von PM10 über dem Grenzwert traten 2017 und 2018 lediglich in der Steiermark auf. Mitverantwortlich dafür sind neben Emissionen in Österreich auch der Schadstofftransport aus den Nachbarländern.

Generell zeigen die Messungen über die Jahre hinweg eine Abnahme der Belastung.

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