Lebensstile

© Umweltbundesamt/Stickler

Als Lebensstil oder Lebensart werden die Interessen, Werthaltungen und die oft darauf basierenden Aktivitäten (z. B. Konsum, Mobilität, Wohnen,  Freizeit…) bezeichnet, die es ausmachen, dass wir unser Leben so führen, wie wir es führen.

Der Lebensstil kann auf sehr allgemeiner Ebene (etwa der „westliche Lebensstil“), auf der nationalstaatlichen Ebene (z. B. der österreichische Lebensstil), auf der  Ebene von sozialen Gruppen (z.B. des postmateriellen  Milieus) oder auf der individuellen Ebene (z. B. mein persönlicher Lebensstil) betrachtet werden.

Der österreichische Lebensstil führt zu  - im weltweiten Vergleich – starker Umweltbelastung und hohem Ressourcenverbrauch. Als Alternative dazu spricht man immer wieder von zukunftsfähigen oder nachhaltigen Lebensstilen. Diese sind jedoch weder eindeutig definiert noch in allen Situationen leicht umsetzbar. Es kann auch nicht nur von der Verantwortung Einzelner für ihren umweltbelastenden Lebensstil ausgegangen werden.  Es braucht einen gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftliche Rahmen, um nachhaltige Lebensstile alltagstauglich und attraktiv werden zu lassen.

Das Umweltbundesamt unterstützt das Ziel eines weniger ressourcen-, material- und energieintensiven Lebensstils im Sinne von „gut Leben statt viel Haben“. Das Thema Lebensstile berührt fast alle Aktivitäten des Umweltbundesamtes und findet in Leistungen zu so unterschiedlichen Bereichen wie Energieeffizienz und Armut, Indikatoren zu nachhaltiger Entwicklung , soziale Aspekte der Klimawandelanpassung, globale Verantwortung, nachhaltiges Landnutzungsmanagement oder umweltfreundliche Beschaffung Eingang. Auch für Öffentlichkeitsbeteiligung sind Lebensstile und ihr Zusammenhang mit zivilgesellschaftlichem Engagement und Werthaltungen wichtig. Für das Thema der Risikokommunikation sind Lebensstile und ihre Auswirkungen auf Risikowahrnehmung von Bedeutung.