Öffentlichkeitsbeteiligung und Hochwasserschutz

© Umweltbundesamt/Therese Stickler

Wie die Einbindung der Öffentlichkeit in sehr anspruchsvolle und bislang nur von Fachleuten diskutierte Bereiche gelingen kann, zeigen Projekte  zum Thema Öffentlichkeitsbeteiligung im Hochwasserschutz. Hochwasserschutzprojekte sind oft immer noch stark von ExpertInnenmeinungen dominiert. Im Gegensatz dazu ist jedoch die Wahrnehmung von Risiko in der Bevölkerung stark von individuellen Erlebnissen, Einstellungen und Werthaltungen  geprägt. Doch die Einbindung von Betroffenen kann viele Vorteile bringen: lokales Wissen um die Hochwassergefahr wird eingebracht, unterschiedliche Risikoschätzungen (v.a. bei Firmen) werden deutlich, die Anliegen und Sichtweisen der Betroffenen werden klarer und die Qualität und Akzeptanz der Hochwasserschutzplanungen kann erhöht werden.

Das Umweltbundesamt zeigt anhand von zwei konkreten Beispielen in einer niederösterreichischen Stadt (DANUBE FLOODRISK) und einem Kärntner Dorf  (CRUE-IMRA), wie die Einbindung der  breiten Öffentlichkeit, von Betroffenen,  Firmen, Zivilschutzorganisationen und Interessensvertretern in (Hoch-)Wasserprojekte konkret aussehen und wie Dialoge über Hochwasserrisiko gestaltet  werden können.

Die Ergebnisse dieser Projekte flossen in Gefahren- und Risikokarten, Handbüchern zu Theorie und praktischer Anwendung zur Öffentlichkeitsbeteiligung bei Hochwasserschutzprojekten sowie wissenschaftlichen Publikationen ein.