Öffentlichkeitsbeteiligung und Landnutzungsmanagement

Grundlagen für eine integrierte ökologisch-räumliche Planung im Biosphärenpark Wienerwald

Zur Verbesserung einer integrativen nachhaltigen Landnutzung wurden fachliche und methodische Grundlagen für ein vorausschauendes Management von Konflikten zwischen den Lebensraumansprüchen von Wildtieren und Landnutzungsansprüchen des Menschen am Beispiel von Freizeitnutzungen im Biosphärenpark Wienerwald entwickelt. Projektpartner waren das Forschungsinstut für Wildtierkunde und Ökologie (FIWI) der Veterinärmedizinische Universität Wien gemeinsam mit der Umweltbundesamt GmbH und dem Institut für Landschaftsentwicklung, Erholungs- und Naturschutzplanung (ILEN) der Universität für Bodenkultur Wien.

Basierend auf einem partizipativen Forschungsdesign wurden die Projektarbeiten in enger Zusammenarbeit mit regionalen Stakeholdern durchgeführt. Hierbei wurden insbesondere die Beteiligungsform des Stakeholderdialogs sowie konsultative Methoden eingesetzt. Im Zusammenhang mit Umsetzungen der erarbeiteten Handlungsstrategien und Maßnahmenoptionen für das Konfliktmanagement, war es von besonderer Bedeutung, dass diese partizipativ erarbeitet werden konnten.

Die Ergebnisse des Projekts sind über thematische Karten auf die Region Wienerwald bezogen dargestellt; die Methoden der Konfliktpotenzialmodellierung und –analyse, Maßnahmenempfehlungen und das Konzept zur Verknüpfung von Maßnahmen und räumlicher Konfliktpotenzialanalyse sind grundsätzlich auf andere Gebiete übertragbar. Die Ergebnisse des Projekts richten sich an alle Akteure im Biosphärenpark sowie darüber hinaus auch in anderen Regionen, die an der Entstehung von Konfliktpotenzialen beteiligt sind, von Konfliktfolgen betroffen sind, Einflussmöglichkeit auf Konfliktmanagementprozesse besitzen oder an Konfliktlösungen interessiert sind.