Anforderungen an eine Schutzgebietsbetreuung in Österreich

Die EU hat sich zum Ziel gesetzt, den Verlust an biologischer Vielfalt (Gene, Arten, Lebensräume) zu stoppen. Dieses Ziel sollte zumindest in den Schutzgebieten erreicht werden. Ihre naturschutzfachliche Qualität muss unbedingt erhalten werden. Ohne Schutzgebietsbetreuung ist das nicht möglich.

In Österreich gibt es in einigen Bundesländern Ansätze für ein professionelles Schutzgebietsmanagement, wie z.B. eigene Verwaltungen für große Schutzgebiete oder Vereine, die Schutzgebiete betreuen.

 

Die Etablierung einer Schutzgebietsbetreuung kommt auch internationalen Vorgaben nach, wie z.B. dem „Protected Areas Programme of Work“ der Biodiversitätskonvention sowie der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der Europäischen Union.

 

Die österreichische Naturschutzplattform hat Anforderungen an eine flächendeckende Schutzgebietsbetreuung zusammengestellt. Diese sind im Grundsatzpapier „Schutzgebietsbetreuung in Österreich“ enthalten. Die Eckpunkte sind Managementpläne, Bestandsaufnahmen, Monitoring, Einbeziehung aller Betroffenen und Beteiligten, Öffentlichkeitsarbeit und Bewusstseinsbildung. Ziel ist die flächendeckende Betreuung der österreichischen Schutzgebiete, wie sie z.B. im Bundesland Tirol bereits durchgeführt wird.

 

Die österreichische Naturschutzplattform wurde 2002 auf Initiative des Umweltbundesamt gegründet. Die Plattform setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern der Bundesländer, des Lebensministeriums, der Universität Wien, der NGOs, der Umweltanwaltschaften und der Österreichischen Bundesforste. Die Naturschutzplattform setzt sich für die Entwicklung des Naturschutzes in Österreich ein.