Gesellschaft für ökologische Langzeitforschung

Vorstellung der Einrichtung

LTER-Austria versteht sich als ein nationales Netzwerk von Forschungs- und Beobachtungsstandorten, an denen interdisziplinäre, ökologische Langzeituntersuchungen stattfinden.

Das Netzwerk soll die Möglichkeit eröffnen, eine wissenschaftlich gesicherte nationale Perspektive zur Beurteilung von Veränderungen in Ökosystemen durch Umwelteinflüsse und menschliche Nutzung, die in den letzten Jahrzehnten evident geworden sind, zu entwickeln.

 

LTER-Austria ist eine offene Plattform, es gibt keine Einschränkungen bezüglich der beteiligten Personen.

LTER-Austria umfasst alle ökologischen Frage­stellungen, also alle Teilbereiche der ökologischen Langzeitforschung, inklusive ökologisch relevanter Bereiche der sozioökonomischen Forschung. Das Netzwerk fördert dabei einen interdisziplinären Ansatz im Bereich der ökologischen Langzeit­for­schung, d.h. eine Integration von Beobachtung (monitoring) unter Anwendung biolo­gischer Indikatoren und kausaler Ökosystemforschung.

LTER-Austria soll einerseits strategische Aufgaben erfüllen, andererseits aber auch als ko­ordinierende Organisation die Kommunikation unter den Mitgliedern und die Interaktion mit inter­nationalen Netzwerken und Programmen fördern.

LTER-Austria in der Forschungsplattform

Der Grundstein zur Forschungsplattform Eisenwurzen wurde im Rahmen eines LTER-Austria Workshops im Jahr 2004 in Gumpenstein gelegt. VertreterInnen von Einrichtungen, die thematisch und/oder räumlich in der Region Eisenwurzen verwurzelt sind, hoben gemeinsam die Forschungsplattform Eisenwurzen aus der Wiege. Heute ist die LTSER Eisenwurzen, koordiniert vom Plattform-Mangement, zu einer eigenständig funktionierenden Einrichtung geworden. Die Forschungsplattform bleibt dennoch thematisch eng verknüpft  mit dem Verein LTER-Austria und seinen Zielen. 

 

LTER Austria bildet den Link zwischen der Region/Plattform und den internationalen Prozessen. So wird die LTSER Plattform Eisenwurzen zu einem Teil der LTER Prozesse, die sich auf regionaler, nationaler, europäischer und globaler Ebene abspielen.

LTER-Austria betreibt für alle LT(S)ER Prozesse in Österreich Lobbying. Derzeit arbeitet LTER-Austria an einem Positionspapier (White Paper) für die Ökosystemforschung in Österreich - basierend auf drei Säulen: Grundlagenforschung, sozio-ökologische Forschung und angewandte Biodiversitäts- und Naturschutzforschung. Das Ziel ist die Darstellung von Potenzialen, Zukunftsthemen und notwendigen Rahmenbedingungen für hochkarätige Ökosystemforschung im Bereich der genannten drei Säulen.

 

Umgekehrt profitiert LTER-Austria auch von der Stellung der LTSER Forschungsplattform Eisenwurzen. Gründe hierfür sind einerseits die Vorreiterrolle der Forschungsplattform innerhalb der sozio-ökologischen Langzeitforschung (LTSER) im europäischen Kontext. Andererseits erfährt die Forschungsplattform Eisenwurzen ein breite Zustimmung von den politischen Entscheidungsträgern des Bundes sowie der Länder Steiermark, Oberösterreich und Niederösterreich.  

Meinung zur LTSER Forschungsplattform Eisenwurzen

Die Eisenwurzen hat die einmalige Chance mit guter Infrastruktur eine aktive und erfolgsträchtige LTSER Plattform zu etablieren und voranzutreiben. Sie ist eine gut dokumentierte Region und wird getragen von Forschungsinstitutionen mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Partnern vor Ort wie Nationalparke, Regionalmanagements, Kulturvereine, etc. Dies ermöglicht Früherkennung von Umweltproblemen und Gegensteuerung durch die Involvierung der lokalen und überregionalen Politik in den Prozess.

Bezug zur Region

Viele Mitglieder des Vereins LTER-Austria haben starken Bezug zur Region Eisenwurzen:

  • durch Forschungsprojekte mit Regionsbezug
  • Betreuung des LTER-Standorts Zöbelboden 
  • durch die tägliche Arbeit in der Region (beispielsweise im Nationalpark Gesäuse)