Stakeholder-Analyse Eisenwurzen

Sachlagen werden immer komplexer. Lebenszusammenhänge sind verwoben und hängen von verschiedenen internen und externen Einflußfaktoren ab. Um Systeme begreifen zu können, müssen beeinflussende und betroffene Gruppen und Personen mit ihren Motivationen identifiziert werden und in Forschungsarbeiten eingebunden werden. Als Stakeholder werden Anspruchs- oder Interessengruppen eines Vorhabens, einer Sachlage bezeichnet.

Transdisziplinäre Forschung

Will man sich wissenschaftlich mit einem regionalen Thema auseinandersetzen, ist ein Überblick über die beinflussenden und/oder betroffenen Akteursgruppen innerhalb des Themenbereiches von großer Bedeutung. Eine Stakeholder-Analyse erleichtert diesen ersten Einblick. Will der Forschende transdisziplinär arbeiten (d.h. unter aktiver Einbeziehung der Akteursgruppen) ist es unumgänglich die Machtverhältnisse des entsprechenden Themenfeldes zu verstehen. Andernfalls läuft der Forschende Gefahr wichtige Aspekte zu vernachlässigen oder nicht alle relevanten Akteursgruppen in der adequaten Art und Weise (Spannungen zwischen den Akteursgruppen) einzubinden.

Für die Eisenwurzen

Anhand der definierten Forschungsfelder der Plattform Eisenwurzen und der als regional bedeutsam identifizierten Bereiche in den "Fuzzy Cognitive Interviews" wurde eine Stakeholder-Analyse für die Bereiche: Natur/Umwelt, Wirtschaft, Soziales & Leben in der Gemeinde, Tourismus, Landwirtschaft und Forstwirtschaft getrennt nach Bundesländern durchgeführt. VertreterInnen der Regionalmanagements und Leader-Managements als auch der Nationalparke und der Naturparke haben aus ihrer Sicht die Stakeholder zu den Themenfeldern genannt. Die Ergebnisse geben einen Status quo 2009 wider.