GMES - Global Monitoring for Environment and Security

Erdbeobachtung und Geoinformation zum Schutz der Umwelt

GMES ist eine im Jahr 1998 von der Europäischen Kommission und der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA (European Space Agency) gemeinsam ins Leben gerufene Initiative, bei der moderne Erdbeobachtungs- und Informationstechnologien zum Schutz der Umwelt und für die europäische Sicherheit eingesetzt werden sollen. Ziel ist, die unterschiedlichen Aktivitäten in den Bereichen Erdbeobachtung und Fernerkundung in Europa zu integrieren sowie bis zum Jahr 2008 ein operationelles Service an Erdbeobachtungsprodukten zu entwickeln und aufzubauen.

Derzeitige Hauptträger von GMES sind dabei das GMES Service Element (GSE) Programm der ESA und das 5. und 6. Rahmenprogramm der EU. Es sollen innovative und vor allem auf die/den DatenbenutzerIn zugeschnittene Anwendungen und Dienstleistungen vorrangig für ein globales Monitoring der Umwelt entwickelt werden.

Nutzen von vorhandenen Systemen und Daten steht im Vordergrund

Dabei steht aber nicht der Aufbau vieler neuer Systeme, sondern die möglichst effiziente Verwendung von bereits existierenden Systemen und Daten, von in erster Linie europäischen Satelliten (ENVISAT, ERS, Meteosat, SPOT usw.) sowie außer-europäischen Satelliten (Landsat, IRS usw.), im Vordergrund. Neben Satellitendaten, die im Zentrum von GMES stehen, werden aber auch Daten von boden-, schiff- und flugzeuggestützten Instrumenten und Modellrechnungen für ein bedarfsorientiertes, umfassendes Service an Geoinformationsprodukten bereitgestellt.

Überwachung und Vorwarnung

Auf globaler Ebene soll GMES dabei Werkzeuge zur genauen Überwachung der Implementierung internationaler Protokolle und Übereinkommen liefern und auf lokaler Ebene dabei helfen, besser auf Gefahren und Katastrophen (Hochwasser, Murenabgänge, Lawinen, Waldbrände, hohe Luftschadstoff-Konzentrationen, hohe UV Einstrahlung am Boden) reagieren zu können.

GMES Service Element Projekte

Während der Anfangsphase (2002-2004) von GMES wurden in 12 GSE-Pilotprojekten erste Geoinformationsprodukte und Dienstleistungen entwickelt. Diese Projekte haben in enger Zusammenarbeit mit Datenbenutzern und -benutzerinnen bereits vorhandene Ressourcen bewertet und eine zukünftige Infrastruktur definiert.

In Phase 2 (2005-2007) wurden die existierenden und getesteten Dienstleistungen operationalisiert und neue Methoden, den Anforderungen der DatenbenutzerInnen entsprechend, entwickelt.