Demografischer Wandel

Änderung in der Bevölkerungsstruktur und in den Lebensformen

Nicht das Bevölkerungswachstum sondern die Änderungen der Lebensformen unserer Gesellschaft werden die Flächeninanspruchnahme künftig nachhaltig beeinflussen.

 

Größere Wohnungen, mehr Haushalte

Siedlungsfläche pro Einwohner 1950-2007 Der Lebensstandard steigt, das ist unter anderem aus den größer werdenden Wohnungen ersichtlich. Im Jahr 2001 war die Hälfte aller Wohnneubauten Ein- bzw. Zweifamilienhäuser. Dadurch betrug die durchschnittliche Wohnnutzfläche bereits 123m² (im Jahr 1980 waren es noch 103m²). Gleichzeitig geht der Trend zur Kleinfamilie und zu Singlehaushalten. In Summe wohnen immer weniger Personen in einem Haushalt, dadurch steigt die Zahl der Haushalte und damit der benötigten Wohnungen. Im Zunehmen sind auch Freizeit- und Zweitwohnsitze.

 

Diese Trends führen dazu, dass die Siedlungsfläche (Bau- und Verkehrsfläche) pro Kopf von ca. 200m² im den 50er Jahren auf über 500m² pro Kopf im Jahr 2007 gestiegen ist. Obwohl die Siedlungsfläche für diese Periode nur relative ungenau bestimmt werden kann, kann der vorherrschende Trend der Zunahme des pro-Kopf Verbrauches belegt werden.

 

Zunehmende PKW-Verfügbarkeit ermöglicht weitere Wege

Der gestiegene Lebensstandard äußert sich auch in der zunehmenden PKW-Verfügbarkeit. In Österreich entfallen auf einen PKW nicht ganz zwei Personen. Der eigene PKW ist mittlerweile im Alltag unverzichtbar und ermöglicht es, auch weitere Strecken innerhalb von relativ kurzer Zeit zu bewältigen. Wohnen im Grünen und Arbeiten in der Stadt werden dadurch begünstigt, gleichzeitig verdrängt der PKW in zunehmendem Maße flächensparendere Verkehrsmittel wie Bahn oder Bus. 

 

Bevölkerung wächst nur noch gering

Insgesamt nimmt die Bevölkerung Österreichs leicht zu. Dies ist in erster Linie auf die Zuwanderung zurückzuführen. Die Geburtenbilanz (Geburten weniger Sterbefälle) sank in den letzten Jahren kontinuierlich. Aufgrund dieses Trends in Richtung negativer Geburtenbilanz  gab es im Jahr 2009 erstmalig mehr Sterbefälle als Geburten in Österreich (-1.037). Infolge der Zuwanderung von ca. 20.000 Menschen ergibt sich dennoch ein leichter Anstieg (+0,2%) der Gesamtbevölkerung auf mittlerweile 8,37 Mio. Einwohnern.

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