Natur und Landschaft

Kapitel aus dem fünften Umweltkontrollbericht

Die Bundesinteressen im Naturschutz betreffen insbesondere Nationalparke, die Erhaltung naturnaher Landschaften sowie Arten- und Biotopschutzprogramme.

 

Die Schutzkategorie "Nationalpark" ist weltweit von besonderer Bedeutung, sie stellt die strengste Kategorie des Flächenschutzes dar. Neben den bereits bestehenden Nationalparken "Hohe Tauern", Neusiedler See-Seewinkel" und "Nockberge" wurden 2 neue - "oberösterreichische Kalkalpen" und "Donau-Auen" - eröffnet sowie die Errichtung eines weiteren - "Thayatal" - beschlossen.

 

Mit dem Betrieb einer Datenbank für gefährdete und geschützte Tiere und Pflanzen steht im Umweltbundesamt ein wichtiges Instrument zum Arten- und Biotopschutz zur Verfügung. Dabei steht die Erhaltung bedrohter und gefährdeter Tier- und Pflanzenarten sowie Maßnahmen zur Erhaltung wieder einwandernder Arten (z.B. Wolf, Bär) im Vordergrund. Eine Ausweitung gezielter Schutzmaßnahmen, insbesondere durch Umsetzung eines bundeseinheitlichen Konzeptes ist dringend erforderlich.

 

Dem grenzüberschreitenden Charakter des Umweltschutzes gemäß ist Österreich verschiedenen internationalen Abkommen beigetreten, u. a. dem Washingtoner Artenschutzabkommen, der Ramsar-Konvention zur Förderung und Erhaltung von Feuchtgebieten (dzt. 9 in Österreich) sowie der UN-Konvention zum Schutz der biologischen Vielfalt. Durch die Ausweisung von Schutzgebieten in einem gesamteuropäischen Schutzgebietsnetz (Natura 2000) sollen Arten und Lebensräume dauerhaft gesichert werden.

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