Empfehlungen

  • Zum europaweiten Schutz des Bodens sollte bis Ende 2008 die EU-Bodenrahmenrichtlinie verabschiedet werden. Ihre Wirksamkeit wird letztlich von den konkreten, derzeit in Verhandlung befindlichen Inhalten abhängen. (Bundesregierung in Hinblick auf EU-Gesetzgeber).
  • Zur Verringerung des Eintrags von Antibiotika aus Wirtschaftsdüngern in den Boden sollten Empfehlungen zum Einsatz von Antibiotika auf Basis einer ökotoxikologischen Beurteilung ausgearbeitet werden. (BMLFUW).
  • Zur Risikominderung sollten Richtwerte für die Belastung des Bodens mit organischen Schadstoffen – wie z.B. polybromierte Diphenylether, perfluorierte Tenside und ausgewählte Pflanzenschutzmittel – festgelegt werden, bei deren Überschreitung die Notwendigkeit von Maßnahmen zu prüfen ist. (BMGFJ, BMLFUW).
  • Zur einheitlichen Erfassung des Bodenzustandes sollte ein österreichweit abgestimmtes Bodenmonitoringsystem etabliert werden. (Landesregierungen).
  • Zum Schutz vor Erosion sollte

    * eine Ausweisung der erosionsgefährdeten Gebiete erfolgen. (Landesregierungen).

    * die Beratung für Erosionsschutzmaßnahmen weiter ausgebaut werden. (Landesregierungen).

    * eine humusaufbauende Bodenbewirtschaftung in den Agrar- und Umweltförderprogrammen verstärkt gefördert werden. (BMLFUW).
  • Zur Reduktion der Bodenneuversiegelung sollten entsprechende raumplanerische Maßnahmen gesetzt werden. (Kapitel 15).