BoOOM

Boden-Orientierungswerte zu Organischen Schadstoffen und Mikroplastik 

Böden erfüllen wichtige Funktionen für Mensch und Umwelt. Sie können jedoch durch organische Schadstoffe und Mikroplastik belastet werden, die über unterschiedliche Eintragspfade in die Umwelt gelangen. Für viele dieser Stoffe fehlen bislang Bewertungsgrundlagen.

Feld mit Jungpflanzen vor einer Stadt

Im Forschungsprojekt BoOOM werden unter Leitung des Umweltbundesamtes bestehende Daten zu organischen Schadstoffen und Mikroplastik in Böden zusammengeführt, ausgewertet und für die Weiterentwicklung des Bodenmonitorings aufbereitet. 

Ziel

Ziel des Projekts ist die Ableitung österreichischer Boden-Orientierungswerte und sowie die Evaluierung ausgewählter Stoffgehalte sowie die Schaffung wissenschaftlicher Grundlagen für die Bewertung und das zukünftige Monitoring von Bodenbelastungen im Kontext der EU-Richtlinie zur Bodenüberwachung. 

Darüber hinaus werden Einträge von Mikroplastik und PFAS durch die Anwendung organischer Düngermaterialien mit Schwerpunkt Kompost untersucht, um eine schadstoffarme organische Düngerwirtschaft im Sinne von Kreislaufwirtschaft und Bodenschutz zu fördern.

Dazu sind folgende Schritte vorgesehen:

  • Zusammenstellung und Auswertung verfügbarer österreichischer Messdaten zu organischen Schadstoffen und Mikroplastik in Böden und organischen Düngern.
  • Ableitung von Boden-Orientierungswerten für ausgewählte Stoffgruppen auf Basis der verfügbaren Daten sowie bestehender rechtlicher und wissenschaftlicher Grundlagen,
  • Entwicklung von Bewertungsgrundlagen zur Einordnung von Schadstoffgehalten in Böden und deren Auswirkungen auf Bodenqualität und Ökosystemleistungen.
  • Untersuchung der Einträge von Mikroplastik und PFAS über organische Dünger mit Schwerpunkt Kompost und in geringerem Umfang Klärschlamm sowie Biogasgülle/-gärrest sowie Ableitung von Minderungsmaßnahmen.
  • Bereitstellung der Ergebnisse für künftige Monitoring- und Bewertungsansätze im vorsorgenden Bodenschutz.

Projektpartner

Das Projekt wird vom Umweltbundesamt gemeinsam mit dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) sowie den Bundesländern Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Tirol, Vorarlberg und Wien im Rahmen der Forschungsplattform DaFNE finanziert und unter Mitwirkung der Steiermark sowie der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) durchgeführt.