Monitoring-System zu Sanierungsmaßnahmen
Sanierungsrate deutlich unter Zielpfad
Gemeinsam mit dem Umweltbundesamt hat das Institut für Bauen und Wohnen im Auftrag des Fachverbandes Steine-Keramik, des Zentralverbandes industrieller Bauproduktehersteller und der Gebäudehülle + Dämmstoff Industrie 2050 die Studie „Monitoring-System zu Sanierungsmaßnahmen in Österreich 2025“ erstellt. Die Ergebnisse zeigen, wie sich die thermische Sanierungsrate – das ist die Sanierung der Gebäudehülle – in Österreich entwickelt hat: Lag die Sanierungsrate Anfang der 2010er-Jahre noch bei 1,8%, ist sie bis 2024 auf 0,9% gesunken.

Die Gesamtsanierungsrate – diese setzt sich aus geförderten und ungeförderten umfassenden Sanierungen sowie kumulierten Einzelmaßnahmen zusammen – liegt 2024 bei rund 1,6% des Wohnungsbestandes. Auch dabei ist ein abnehmender Trend in den letzten Jahren festzustellen.
Simulationen auf Basis bisheriger Sanierungsraten und des Anteils thermisch unzureichender sanierter Gebäude zeigen: Für eine vollständige Dekarbonisierung bis 2040 müsste die Sanierungsrate rasch verdoppelt werden – auf 3% bezogen auf alle Wohnungen oder 2,7% bezogen auf Hauptwohnsitze.
Das „Monitoring-System zu Sanierungsmaßnahmen“ wurde zur Beobachtung der Wohnhaussanierung in Österreich entwickelt. 2025 wurde das System bereits zum vierten Mal angewendet. Damit stehen längere Zeitreihen zu Sanierungsaktivitäten und Sanierungsraten in unterschiedlichen räumlichen und thematischen Auflösungen zur Verfügung.
Studie: Monitoring-System zu Sanierungsmaßnahmen in Österreich