News

Mit den Soil4You - News seid ihr am aktuellen Stand rund um das Thema Bodenschutz in Österreich. Unsere Plattform bündelt aktuelle Nachrichten, Projekte und Entwicklungen aus Wissenschaft, Praxis und Verwaltung. So erhaltet ihr kompakte Einblicke und fundierte Informationen für mehr Bewusstsein und nachhaltigen Umgang mit Boden.

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eine Hand hält Boden mit einer Pflanze
13.7.2026
Mit 30. Juni 2026 endet das EU - Forschungsprogramm EJP SOIL zum Bodenschutz in Europa.

EJP SOIL brachte von 2020 - 2026 Forschung, Praxis und politische Entscheidungsträger:innen zusammen mit dem Ziel, sich Herausforderungen im Bereich der Bodenforschung wie Biodiversität, Erhaltung des organischen Kohlenstoffs und Erosionsschutz, zu stellen und bodenbezogene Forschung auf nationaler und europäischer Ebene zu harmonisieren.

EJP SOIL ist weit mehr als ein Forschungsprogramm geworden: Es hat eine lebendige europäische Gemeinschaft geschaffen, die sich für eine klimafreundliche und nachhaltige Bodenbewirtschaftung einsetzt.

Wesentliche Ergebnisse sind unter anderem:

369 begutachtete Artikel sind im Web of Science indexiert, viele weitere befinden sich derzeit in Vorbereitung, darunter auch mehrere Übersichtsartikel. Die Ergebnisse sind in einem interaktiven Katalog aller zusammengefasst und auf Zenodo verfügbar.

EJP SOIL hat einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung und zur Umsetzung der EU-Richtlinie zur Bodenüberwachung und -resilienz geleistet. Mindestens 18 Partner unterstützen ihre nationalen Behörden, 2026 wurden europaweit 16 Treffen der nationalen Hubs organisiert.

Die EJP SOIL-Community bleibt auch über das Programm hinaus aktiv. Viele Partner arbeiten im Rahmen neuer europäischer Initiativen weiter zusammen, darunter die jüngsten „Mission Soil“-Projekte wie SoilHarmony und Psoilicy, was die Stärke und Beständigkeit des Netzwerks unterstreicht.

Zusammen verdeutlichen diese Erfolge, was EJP SOIL erreicht hat: die Förderung wissenschaftlicher Erkenntnisse, die Harmonisierung von Methoden und Daten, die Stärkung der Wechselwirkungen zwischen Wissenschaft und Politik sowie die Stärkung der europäischen Bodenforschungsgemeinschaft.

Die Kooperationen sollen durch die „Soil Innovation Partnership“ weiter gedeihen. Die EU-Initiative „A Soil Deal for Europe“ bietet eine hervorragende Gelegenheit, die nachhaltige Bodenbewirtschaftung in ganz Europa voranzubringen.

interaktiver Katalog aller öffentlichen EJP SOIL-Ergebnisse auf Zenodo

EJP-SOIL-Zenodo-Community

EJP SOIL Website

3.7.2026
Der Mensch‑Umwelt‑Monitor des Umweltbundesamts zeigt, wie wichtig Bodenschutz für die Bevölkerung ist. 

Anhand einer repräsentativen Befragung von mehr als 2.000 Personen untersuchten die Expert:innen die Einstellungen der Bevölkerung zu Umwelt‑ und Klimathemen. Zu den am häufigsten genannten Herausforderungen zählen der Klimawandel, gefolgt von Themen wie Bodenversiegelung, Extremwetterereignissen und der Energiewende. 

Der Mensch‑Umwelt‑Monitor stellt außerdem dar, dass es eine hohe Zustimmung der Bevölkerung zu umweltpolitischen Maßnahmen gibt. So befürworten 82 % der Befragten Maßnahmen zur Reduktion der Bodenversiegelung.

zum Mensch-Umwelt-Monitor MUM

29.6.2026
Neue Publikation: Die Zielkonflikte der Bodenpolitik

Flächensparen ist keine Verhinderungspolitik, sondern eine Voraussetzung kommunaler Handlungsfähigkeit. Daher müssen Wohnen, Klimaschutz, Mobilität, Infrastruktur und ökologische Tragfähigkeit zusammengedacht werden. Die Publikation beschäftigt sich mit der Frage, warum Flächensparen eine Voraussetzung dafür ist, dass Kommunen ihre öffentlichen Aufgaben zukunftsfähig erfüllen können. Damit rückt zugleich auch eine versorgungsökonomische Perspektive in den Mittelpunkt: Wie lassen sich Wohnen, Mobilität, Energie, soziale und technische Infrastruktur sowie ökologische Tragfähigkeit zusammendenken?

Die Sonderreihe  Boden als öffentliche Infrastruktur widmet sich diesen Zusammenhängen aus unterschiedlichen Perspektiven. In fünf Beiträgen geht sie der Frage nach, was es heißt, Boden als öffentliche Infrastruktur neu zu denken und welche Konsequenzen sich daraus für eine zeitgemäße Bodenpolitik und die ökonomische Debatte ergeben.

„Boden als öffentliche Infrastruktur“

26.6.2026
Erste Weltkarte unterirdischer Pilznetzwerke

Forschende haben erstmals die gewaltigen Untergrundnetzwerke von Mykorrhizapilzen kartiert. Die Pilzfäden aneinandergereiht reichen rund eine Milliarde Mal von der Erde bis zur Sonne. 

Grundlage der Studie waren mehr als 16.000 Bodenproben aus aller Welt, die in wissenschaftlichen Studien in elf verschiedenen Sprachen veröffentlicht wurden.

Die Pilze sind auch unsichtbare Klimaschützer: Ihre Pilzhyphen reichen so tief in den Boden, dass der Kohlenstoff, den die Pflanzen an die Pilze abgeben, für Pflanzenwurzeln nicht erreichbar ist. Der Kohlenstoff wird also langfristig abgelagert, und kann dann dort Hunderte bis Tausende Jahre gebunden sein."

A hidden infrastructure — SPUN

Mykorrhizapilze: Erste Weltkarte unterirdischer Pilznetzwerke - science.ORF.at

18.6.2026
Sound aus dem Untergrund macht Boden erlebbar

Mit „Boden hörbar machen“ wurde die interaktive  Boden-Soundmap Deutschlands vorgestellt. Besucherinnen und Besucher können in Bodengeräusche aus verschiedenen Regionen hineinhören und erleben, dass unter unseren Füßen akustisch deutlich mehr passiert, als man im Alltag vermuten würde.

https://soilcast.de/soundmap/

#Soundmap

8.6.2026
100 Bodenprojekte in 50 Wochen – eine Initiative für mehr Sichtbarkeit

Die FFG bietet aktuell eine LinkedIn - Initiative von Lisa Thompson an, in der sie 50 Wochen pro Woche 2 Bodenprojekte vorstellt. Ziel ist, Menschen, Organisationen und Ideen hinter diesen Projekten vorzustellen und zu zeigen, wie viel Expertise und Engagement in Österreich und Europa bereits vorhanden ist. Viele dieser Projekte werden auch über die “Projekte-Seite” der Soil4You präsentiert.

zum LinkedIn - Profil von Lisa Thompson

zur Projektwebsite Soil4You

 

3.6.2026
Messung des potenziellen Beitrags der GAP zur Bodengesundheit

Es besteht ein wachsendes Interesse der Politik an landwirtschaftlichen Praxisansätzen, die GAP-Maßnahmen direkt mit geförderten Praktiken und Umweltzielen zu verknüpfen. Deshalb veranstaltete der Europäische Evaluierungs-Helpdesk für die GAP Mitte April eine Veranstaltung zum Kapazitätsaufbau, um zu erörtern, wie der potenzielle Beitrag der GAP-Strategiepläne zum Bodenschutz quantifiziert werden kann.

In einem Webinar wurden die EU-Mitgliedstaaten in der Methodik zur Abschätzung des Bodenschutzpotenzials der GAP-Strategiepläne geschult.

Das Webinar sollte den Mitgliedstaaten helfen, die in der Studie „Grobe Schätzung des Bodenschutzpotenzials der GAP-Strategiepläne für den Zeitraum 2023–2027“ entwickelte Methodik zu verstehen. 

Betrachtet wurden:

  • der Gehalt an organischem Kohlenstoff im Boden,
  • der Stickstoffgehalt im Boden,
  • das Wasserrückhaltevermögen des Bodens,
  • die Bodenverdichtung,
  • die Stickstoffauswaschung und -abfluss sowie
  • die Bodenerosion durch Wasser.

Die Studie deckt 13 GAP-Strategiepläne ab, die ausgewählt wurden, um die Vielfalt der pedoklimatischen Bedingungen und der Ambitionsniveaus im Bereich des Bodenschutzes in der EU widerzuspiegeln. Die Studie konzentrierte sich darauf, die Programmierungsentscheidungen der GAP in quantifizierte, praxisbasierte Schätzungen der potenziellen Auswirkungen auf die Bodengesundheit umzusetzen.

Details zur Veranstaltung

zur Studie “Grobe Schätzung des Bodenschutzpotenzials der GAP-Strategiepläne für den Zeitraum 2023–2027”

26.5.2026
Der neue AI4SoilHealth Soil Health Viewer soll mittels KI Bodenbewertung erleichtern.

Im Rahmen des EU-Projektes AI4SoilHealth arbeitet ein europaweites Team aus Wissenschaftler:innen und Expert:innen im Bereich Bodenschutz an einer App, die künstliche Intelligenz mit den neuesten Messverfahren zur Bodenbewertung kombiniert, um Landwirt:innen in ganz Europa dabei zu helfen, ihre Bewirtschaftungsmethoden anzupassen. Diese KI-gestützte Plattform wurde entwickelt, um Bodenmonitoring, Landbewirtschaftung und die evidenzbasierte Entscheidungsfindung in ganz Europa zu unterstützen, indem sie KI, Fernerkundungsdaten und frei verfügbare Bodendaten miteinander verbindet.

Aktuell sind Bodenberater, Landbewirtschafter, politische Entscheidungsträger und Forscher dazu eingeladen, die nächste Phase des „Soil Health Viewer“ von AI4SoilHealth mitzugestalten. In dieser Pilotphase sind Rückmeldungen der Nutzer:innen wichtig, um die Funktionalität, Benutzerfreundlichkeit und Relevanz für die unterschiedlichen Bedürfnisse der Interessengruppen zu bewerten. 

Zugang zum AI4SoilHealthViewer 

Feed back zum AI4SoilHealthViewer

Infos zum Projekt AI4SoilHealth

1.6.2026
Deutsches Umweltbundesamt publiziert Bodenprüfwerte für PFAS

Das Umweltbundesamt Deutschland hat Berichte zur Ableitung der Bodenprüfwerte für PFAS gemäß Anforderungen der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung (BBodSchV) publiziert.

Dabei wurden die Pfade Boden-Pflanze (sowohl Lebensmittel- als auch Futtermittelpflanze) sowie der direkte Pfad Boden-Mensch untersucht und Vorschläge für Prüfwerte abgeleitet:

  • Für den Pfad Boden-Futtermittelpflanze gibt es Prüfwerte für vier Einzelsubstanzen (PFOS, PFNA, PFHxS und PFOS)
  • Beim Pfad Boden-Lebensmittelpflanze wurden Prüfwerte für sechs Einzelsubstanzen (PFBA, PFHxA, PFHpA, PFDA, PFBS) sowie ein Prüfwert für die Summe der EFSA-4 (PFOS, PFNA, PFHxS und PFOS) festgelegt
  • Für den Pfad Boden-Mensch gibt es einen Prüfwert für die Summe aus 24 PFAS bezüglich nicht-kanzerogener Wirkungen sowie einen Prüfwert für die kanzerogene Wirkung von PFOA

Ableitung von Bodenwerten für PFAS (Hauptteil)

UBA-Texte 50/2026

Anhang 1 - Fachliche Ableitung von Prüfwertvorschlägen für den Wirkungspfad Bodenverunreinigung/Altlast – Pflanze für PFAS

UBA-Texte 52/2026

Anhang 2 - Fachliche Ableitung von toxikologisch begründeten tolerierbaren resorbierten Körperdosen (TRD-Werten) für PFAS

UBA-Texte 52/2026

Anhang 3 - Fachliche Ableitung von Prüfwerten für PFAS für den Wirkungspfad Boden-Mensch

UBA-Texte 53/2026

18.5.2026
Neue SatGrass App erleichtert das digitale Grünlandmanagement

Mit der neuen SatGrass App aus Raumberg-Gumpenstein steht ab Vegetationsbeginn 2026 ein innovatives, satellitengestütztes Werkzeug für das Grünlandmanagement zur Verfügung. Damit alle Nutzerinnen und Nutzer die App optimal einsetzen können, bieten die Expert:innen kostenlose Online-Einführungskurse an. Die App richtet sich insbesondere sich an Bäuerinnen und Bauern, Beratungskräfte, Grünlandinteressierte sowie an Jugendliche in Ausbildung.

SatGrass – Satellitenbasiertes Grünlandmonitoring in Österreich

Online-Einführung in die SatGrass App

13.5.2026
Das Leben unter uns – Der Bodencubus auf Österreichtour!

Der Bodencubus lädt ein, die Perspektive zu wechseln und in die geheime Welt des Bodens einzutauchen. 2026 tourt er durch ganz Österreich. Unter unseren Füßen verbirgt sich eine faszinierende Welt, die im Alltag meist unbemerkt bleibt. Der Bodencubus ermöglicht den Blickwinkel zu verändern und tief in das spannende Ökosystem Boden einzutauchen. Darin warten Asseln, Pseudoskorpione, Erdläufer und viele weitere Bodenlebewesen im Großformat und können im Großformat ganz aus der Nähe betrachtet werden - das ermöglicht eine neue Art der Begegnung mit den kleinen Helfern in der Bodenwelt.

Drei typische Bodentypen aus Oberösterreich zeigen als eindrucksvolle Bodenmonolithe, wie unsere Böden aufgebaut sind und welche Schätze sich in ihnen verbergen. Anschauliche Infotafeln vermitteln auf einfache Weise, warum Böden für unser Leben unverzichtbar sind, welche Tiere darin zuhause sind und weshalb ohne gesunde Böden vieles nicht funktionieren würde.

Land Oberösterreich - Das Leben unter uns – Der Bodencubus auf Österreichtour!

Beitrag von BildungsTV zum Bodenkubus - Die ignorierte Grundlage allen Leben

8.5.2026
Jahresbericht 2025 der CIPRA zeigt international zentrale Alpenthemen

Der umfassenden Rückblick präsentiert die vielfältigen Aktivitäten der Internationale Alpenschutzkommission CIPRA des vergangenen Jahres. Unter anderem forderte die CIPRA eine Wende in der Mobilitätspolitik. Beim ZukunftsForum Alpen stand das Thema Wasser im Mittelpunkt. Weitere Themen sind der Rückgang der Gletscher und dessen Folgen für Mensch und Natur, Energiewende, Klimaschutz und Biodiversität. Wie Entsiegelung gelingt und was Beteiligung mit Zuhören zu tun hat, zeigen die Projekte «Ground:breaking» und «Listen».

zum CIPRA Jahresbericht 2025 — CIPRA - Leben in den Alpen

5.5.2026
Boden-DataStewards unterstützen künftig beim Bodendatenmanagement

Im Rahmen der FFG - Ausschreibung Data Stewards 2025 - Implementing Data Stewards for EU Missions Austria haben die AGES, das BFW, die BOKU und das Umweltbundesamt je eine Expertin / einen Experten im Bereich Bodendatenmanagement in ihre Teams aufgenommen. Ihre Aufgabe wird sein, gemeinsam mit den österreichischen Boden-Expert:innen in den nächsten 2 Jahren Ziele und Umsetzungsstrategien für eine Forschungsdateninfrastruktur bzw. ein nationales Bodendatenzentrum („Austrian Soil Data Center“ ASDaC) zu erarbeiten. Damit kann eine nationale Datenarchitektur, Schnittstellen und Services geschaffen werden, um Bodeninformationen für Verwaltung, Praxis und Forschung zur Verfügung zu stellen.

Information zu den Data Stewards

29.4.2026
ÖWAV gibt neues Infoblatt zu PFAS heraus

Die neue ÖWAV-Info #2 "PFAS - Bedeutung und Herausforderung für die aquatische Umwelt" widmet sich dem aktuellen Thema der per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS). Das Infoblatt basiert auf dem kürzlich erschienen ÖWAV-Expert:innenpapier und fasst auf nur 2 Seiten die wichtigsten Punkte zum Thema zusammen. 

ÖWAV-Expert:innenpapier

25.4.2026
Neue Fachpublikation Hürden beim Aktivieren von Brachflächen und Leerständen überwinden veröffentlicht

Die Wiedernutzung von Leerständen und ungenutzten Immobilien ist mit zahlreichen Hürden verbunden, dazu zählen vor allem das fehlende Nutzungsinteresse der Eigentümer:innen, das Nichtvorhandensein eines Nutzungskonzeptes und der Finanzierung. Welche Möglichkeiten gibt es aus heutiger Sicht, diese Hürden zu überwinden? Das vorliegende Fachpapier ist bestrebt eine möglichst vollständige Übersicht zu möglichen Lösungen und bereits erprobten Praktiken zu geben.

Hürden beim Aktivieren von Brachflächen und Leerständen überwinden - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft