Fortschritt in der Altlastensanierung
Erfassung und Bewertung von Altablagerungen und Altstandorten
Stillgelegte Industrie- und Gewerbegebiete, die vor 1989 umweltgefährdende Stoffe verwendet haben, sowie frühere Deponien sind oft noch mit Schadstoffen belastet. Der aktuelle Bericht des Umweltbundesamtes für 2025 zeigt, dass die systematische Erfassung dieser Standorte weitgehend abgeschlossen ist. Insgesamt wurden 71.340 Altablagerungen und Altstandorte registriert, davon 9.844 Altablagerungen und 61.496 Altstandorte.

Nur ein kleiner Teil dieser erfassten Standorte wird letztlich als Altlast klassifiziert, wenn sich nach einer Untersuchung herausstellt, dass sie erheblich kontaminiert sind oder ein erhebliches Risiko für Mensch oder Umwelt darstellen.
Stand der Untersuchungen und Maßnahmen
Aktuell werden bei 3.111 Standorten Untersuchungen durchgeführt, während die Untersuchungen bei 2.030 weiteren bereits abgeschlossen sind. Auf Basis dieser Ergebnisse wurden 1.823 Beurteilungen vorgenommen, und sieben Standorte wurden im Jahr 2025 als Altlasten ausgewiesen. Zum 1. Jänner 2026 sind insgesamt 360 Altlasten bekannt.
Im Jahr 2025 konnten bei sechs Altlasten Dekontaminations- oder Sicherungsmaßnahmen erfolgreich abgeschlossen werden, sodass nun 200 Altlasten als gesichert oder dekontaminiert gelten. Bei weiteren 60 Altlasten werden Maßnahmen durchgeführt, und bei 22 Altlasten sind Maßnahmen noch in Planung.
Informationen für die Öffentlichkeit
Das Altlastensanierungsgesetz bildet die Grundlage für die Erfassung und Bewertung von Altablagerungen und Altstandorten. Untersuchungen werden vom Klimaschutzministerium in Auftrag gegeben, und die Ergebnisse werden vom Umweltbundesamt ausgewertet.
Nutzer:innen finden alle relevanten Informationen zu Altlasten in Österreich auf dem Altlastenportal unter www.altlasten.gv.at. Das neue Informationssystem bietet eine umfassende Datenbasis und ermöglicht die Abfrage von Flächen über Grundstücksnummern oder Adressen.
