Straßenumfrage: Babykleidung neu oder gebraucht?
Babys wachsen gefühlt über Nacht aus allem raus – kein Wunder, dass Secondhand bei Eltern längst Standard ist. Studien zeigen: Kinderkleidung wird oft kaum abgenutzt, bevor sie zu klein ist. Das macht Weitergeben, Tauschen oder Verleihen einfach – und schont gleichzeitig Geldbeutel und Umwelt.
Gebrauchte Kleidung kann zudem die Belastung durch Schadstoffe auf unsere Kleinsten verringern, da viele Chemikalien durch mehrfaches Waschen bereits ausgewaschen sind. Auch bei gebrauchter Kleidung lohnt es sich, auf natürliche Materialien zu achten und Kunststoff-Aufdrucke zu vermeiden. Synthetische Textilien können Mikroplastik freisetzen, Regenhosen enthalten oft wasserabweisende PFAS – sogenannte „Ewigkeitschemikalien“.
Labels wie „PFC-frei“, „PFAS-frei“ oder „bluesign®/OEKO-TEX® Standard 100“ geben hier zusätzliche Sicherheit. Auch Siegel wie GOTS (Global Organic Textile Standard) oder Fair Wear Foundation garantieren ökologische Standards und faire Arbeitsbedingungen.
Hochwertige Kleidung kaufen, tauschen, weitergeben – so verlängert sich der Lebenszyklus, Ressourcen werden geschont. Bei Kindern ist das schon gängige Praxis – warum nicht auch als Erwachsene tauschen und leihen? Auch wir als Umweltbundesamt haben vor unserer 40. Geburtstagsfeier gesagt: Wir möchten nicht, dass sich alle Mitarbeiter:innen neue Festkleidung kaufen müssen. Unsere Lösung: Wir haben eine interne Kleidertauschparty geschmissen – und die war ein voller Erfolg.