Bodennetzwerke & Initiativen

In Österreich beschäftigen sich es mehrere zentrale Netzwerke und Initiativen mit dem Schutz des Bodens und die Expert:innen arbeiten auf unterschiedlichen Ebenen – von Forschung über Verwaltung bis hin zu europäischer Politik – zusammen. Österreich ist auch in zahlreichen internationalen Netzwerken zum Boden vertreten und mit diesen im Austausch.

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Österreich

Bodenforum Österreich

Das Bodenforum Österreich besteht seit 2002 und wird vom Umweltbundesamt gemeinsam mit der Österreichischen Bodenkundlichen Gesellschaft organisiert. Es dient als überinstitutionelle Plattform, die zweimal jährlich Fachleute aus Wissenschaft, Verwaltung und Praxis zusammenbringt. Ziel ist es, Informationen auszutauschen, aktuelle Themen zu diskutieren und so die Zusammenarbeit im Bereich Bodenschutz zu fördern. Dabei werden Fragen wie Bodenfunktionen, Versiegelung, Bodendaten oder Monitoring behandelt. Das Forum hat sich als wichtiger Treffpunkt etabliert, um Wissen zu bündeln und Impulse für strategische Maßnahmen zu geben.

Bodenforum Österreich

Österreichische Bodenkundliche Gesellschaft (ÖBG)

Die Österreichische Bodenkundliche Gesellschaft (ÖBG) ist eine wissenschaftliche Vereinigung, die sich der Förderung der Bodenkunde widmet. Sie organisiert Tagungen, publiziert Forschungsergebnisse und vernetzt Wissenschaft, Verwaltung und Praxis. Als Mitveranstalterin des Bodenforums spielt die ÖBG eine zentrale Rolle bei der fachlichen Weiterentwicklung und Wissensvermittlung im Bodenschutz. Sie schafft eine Brücke zwischen wissenschaftlicher Forschung und anwendungsorientierten Maßnahmen, wodurch sie wesentlich zur fundierten Entscheidungsgrundlage für Bodenschutzpolitik beiträgt.

Österreichische Bodenkundliche Gesellschaft (ÖBG)

Österreichische Raumordnungskonferenz (ÖROK)

Die Österreichische Raumordnungskonferenz (ÖROK) ist ein Zusammenschluss von Bund, Ländern, Städten und Gemeinden und spielt im Kontext des Bodenschutzes vor allem über die nationale „Bodenstrategie für Österreich“ eine wichtige Rolle. Diese Strategie enthält Maßnahmen zur Reduktion des Bodenverbrauchs und zur besseren Erfassung der Flächeninanspruchnahme. Die ÖROK beauftragt das Umweltbundesamt mit dem Monitoring der Flächeninanspruchnahme und der Bodenversiegelung. Die ÖROK koordiniert raumordnungsrelevante Themen und sorgt dafür, dass Bodenschutz stärker in Planungsprozesse integriert wird. Damit ist sie eine zentrale Plattform, um politische, rechtliche und planerische Maßnahmen im Sinne einer nachhaltigen Flächennutzung aufeinander abzustimmen.

Österreichische Raumordnungskonferenz (ÖROK)

Initiative „Gemeinsam für unseren Boden“ 

Die Initiative „Gemeinsam für unseren Boden“ verfolgt das Ziel, den Bodenverbrauch in Österreich zu reduzieren und einen breiten Dialog über nachhaltige Flächennutzung zu fördern. Sie wird von verschiedenen Institutionen wie dem Umweltbundesamt, der AGES und Landesbehörden getragen. Im Mittelpunkt stehen der Austausch zwischen Fachleuten und politischen Entscheidungsträgern sowie gemeinsame Lösungsansätze für die Verringerung von Versiegelung und Flächeninanspruchnahme. Regelmäßige Tagungen und Aktionen sollen das Bewusstsein für den Wert des Bodens stärken und den Bodenschutz in der Praxis verankern.

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Fachbeirat für Bodenfruchtbarkeit und Bodenschutz

Der Fachbeirat für Bodenfruchtbarkeit und Bodenschutz ist ein Gremium zur Beratung des  Landwirtschaftsministeriums in bodenrelevanten Themenbereichen. Die Aufgabe des Fachbeirates ist die Erarbeitung von Vorschlägen für ein dem Stand der Wissenschaft entsprechendes Bodenmanagement sowie von Standpunkten zu bodenrelevanten Themen. Ziel ist die Erhaltung und Verbesserung aller Bodenfunktionen unter Berücksichtigung der gegenwärtigen und zukünftigen Erfordernisse der Ökologie und der Ökonomie. 

Fachbeirat für Bodenfruchtbarkeit und Bodenschutz

BIOS Science Austria

Im Verein „BIOS Science Austria – Verein zur Förderung der Lebenswissenschaften" haben sich österreichische Institutionen zusammengeschlossen, die sich mit Lebenswissenschaften beschäftigen.  Dazu zählen u.a. die BOKU, die AGES, das Umweltbundesamt, das BFW, das BAW oder das BMLUK. Ziel ist Ressourcen und Wissen zu bündeln, Themen abzustimmen und damit Synergien schaffen und die Vernetzung und Kooperation und Öffentlichkeitsarbeit zu fördern. Insbesondere sollen Forschung und Lehre auf dem Gebiet der Lebenswissenschaften in Österreich gefördert sowie Forschungsanliegen identifiziert, initiieren und umgesetzt werden.

BIOS Science Austria

b5 Corporate Soil Competence

Das Netzwerk b5 Corporate Soil Competence ist eine Kooperation von AGES, BFW, BOKU, BAW und Umweltbundesamt und hat zum Ziel,  Bodenwissen zu vernetzen und Kompetenzen zu bündeln. b5 ist Teil von BIOS Science Austria.

Netzwerk Zukunftsraum Land

Das Netzwerk Zukunftsraum Land ist die nationale GAP-Vernetzungsstelle für Österreich gemäß EU-Verordnung zum GAP-Strategieplan (Verordnung EU Nr. 2021/2015, Artikel 126). Die darin festgelegten Ziele sind somit auch Ziele des Netzwerks. Diese sind Stärkung der Beteiligung von Akteurinnen und Akteuren an der Umsetzung und Entwicklung der GAP und des ländlichen Raums, Verbesserung der Qualität der Umsetzung des GAP-Strategieplans, Information der Öffentlichkeit  über die Ziele und Errungenschaften der GAP und Förderung von Innovation und Wissenstransfer.

Netzwerk Zukunftsraum Land

Regionen-Dialog-Plattform

Das BMLUK stellt mit der „Regionen-Dialog-Plattform“ eine Möglichkeit für Austausch und Vernetzung bereit. Regionale Akteurinnen und Akteure können dort aktuelle Themen diskutieren und konkrete Maßnahmen erarbeiten. Ziel ist es, die Zusammenarbeit in den Regionen zu stärken und damit die Lebensqualität sowie Zukunftsperspektiven nachhaltig zu verbessern. Das Modul Bodenschutz konzentriert sich auf den Schutz von Grünland, die Vermeidung von Zersiedelung, eine effiziente Innenentwicklung und mehr Bewusstseinsbildung.

Regionen-Dialog-Plattform - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft

Regionen-Dialog-Plattform — Bodenschutz - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft

BORIS-Benutzerbeirat

Der BORIS-Benutzerbeirat ist ein Fachgremium jener Personen, die Daten für das BORIS - Bodeninformationssystem des Bundes und der Bundesländer bereitgestellt haben und weiterer mit dem Thema Bodendaten befassten Personen. Der BORIS-Benutzerbeirat wird über das Umweltbundeamt, das zuständig ist für den Betrieb von BORIS, organisiert und hat zum Ziel sich zu Angelegenheiten bezüglich der in BORIS enthaltenen Daten und Bodendaten allgemein zu beraten und auszutauschen.

Bodeninformationssystem BORIS

Land schafft Leben

Der Verein Land schafft Leben zeigt wie in Österreich Lebensmittel produziert werden - von der Produktion vor Ort im Bauernhof bis zum Produkt im Lebensmittelhandel. Ziel ist, Transparenz für Konsument:innen und Bewusstsein für österreichische Lebensmittel zu schaffen. Interviews mit Produzent:innen, ein eigener Blog und Podcast, Hintergrundinformationen (u.a. zu Landwirtschaft, Boden und Fläche, Pestizide) sowie Möglichkeiten in der Bildung und Unterrichtsmaterialien bieten ein umfassendes Programm.

Verein Land schafft Leben

Brachflächendialog

Der Brachflächen-Dialog ist ein österreichisches Kommunikationsformat und eine zentrale Drehscheibe für Flächenrecycling-Aktivitäten des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK). Ziel ist, leerstehende und untergenutzte Standorte (kurz Brachflächen) wieder in die Nutzung zu bringen. Damit wird ein maßgeblicher Beitrag zur Reduktion der Flächeninanspruchnahme in Österreich geleistet. Im Vordergrund steht die österreichweite Zusammenarbeit von Expert:innen.

Brachflächendialog

Österreichischer Verein für Altlastenmanagement (ÖVA)

Der ÖVA ist eine Plattform für die Zusammenführung, Aufbereitung und Verbreitung von Wissen über die Untersuchung, Beurteilung und Sanierung von kontaminierten Standorten sowie deren Nachnutzung. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit und Vernetzung insbesondere mit Bodenkunde, Wasser- und Abfallwirtschaft, sowie Raumplanung soll die Entwicklung von neuen praxisgerechten Lösungen fördern.

Österreichischer Verein für Altlastenmanagement (ÖVA)

HUMUS Bewegung

Die HUMUS Bewegung ist ein Netzwerk von Bäuerinnen, Bauern und Berater:innen mit dem Ziel die humusaufbauende und bodenbelebende Form der Landbewirtschaftung zu fördern. Dazu bietet die HUMUS Bewegung Veranstaltungen, Beratung und Seminare an, vernetzt Praktiker:innen mit Bodeninitiativen und Forschungseinrichtungen z.B. im Rahmen des Bodenkurs im Grünen Österreich.

Humusbewegung

Verein Boden ist Leben

Der Verein Boden ist Leben hat sich zum Ziel gesetzt, Wissen über bodenverbessernde und erosionsmindernde Bewirtschaftungsweisen zu sammeln und diese in die Praxis einfließen zu lassen. Dazu bietet der Verein Beratung von Bauern für Bauern an und organisiert Workshops, Tagungen und Seminare. Wichtige Themen dabei sind Bodenfruchtbarkeit, Biodiversität und die Förderung von Kleinklima sowie Bodenleben. Ein weiteres Ziel ist, Bewusstsein für den Bodenschutz in allen Bereich zu schaffen.

Verein Boden ist Leben

Scientists4Future Österreich - S4F

S4F ist ein überparteilicher, interdisziplinärer Zusammenschluss von Wissenschaftler:innen, der 2019 entstand, um die Klimaschutzbewegung Fridays for Future wissenschaftlich zu unterstützen. Der Förderverein unterstützt die Bewegung mit koordinativen Tätigkeiten finanziellen Mitteln. Das Fachkollegium aus renommierten Wissenschaftler:innen aus verschiedensten Disziplinen unterstützt die Bewegung mit wissenschaftlicher Expertise.

 Scientists for Future Österreich

EU-Raum, international

EU-Mission „Mission Soil“

Die EU-Mission „Mission Soil“ („A Soil Deal for Europe“) ist Teil des europäischen Forschungsprogramms Horizon Europe. Sie hat das Ziel, bis 2030 eine nachhaltige Land- und Bodenbewirtschaftung zu erreichen. In Österreich wird die Mission etwa durch das Projekt „CNSoil – Bodenpioniere 2050“ umgesetzt, das Netzwerke und sogenannte „Living Labs“ zur Förderung der Bodengesundheit aufbaut. Diese Mission verbindet wissenschaftliche Forschung mit landwirtschaftlicher Praxis, um Themen wie Erosionsschutz, Humusaufbau und Klimaanpassung voranzutreiben. Sie ist ein zentraler europäischer Motor für Innovation und Zusammenarbeit im Bodenschutz.

EU-Mission - “Mission Soil”

GLOSOLAN Netzwerk

Das Global Soil Laboratory Network (GLOSOLAN) wurde 2017 im Rahmen der Global Soil Partnership der FAO gegründet, um die Kapazitäten von Laboren im Bereich der Bodenanalyse aufzubauen. Damit unterstützt das Netzwerk die Harmonisierung von Methoden, Einheiten, Daten und Informationen um zuverlässige und vergleichbare Informationen zwischen Ländern und Projekten bereitzustellen, die Erstellung neuer harmonisierter Bodendatensätze und die evidenzbasierte Entscheidungsfindung für eine nachhaltige Bodenbewirtschaftung.

GLOSOLAN - Global Soil Laboratory Network 

EU Soil Observatory (EUSO)

Das EU Soil Observatory (EUSO) ist eine Einrichtung der EU-Kommission, die Wissen und Daten über Böden sammelt und für eine evidenzbasierte Politikgestaltung  bereitstellt. Es dient als zentrale Plattform, um den Zustand der Böden in Europa zu überwachen und besser zu verstehen. Das EUSO unterstützt  die EU-Bodenpolitik, indem es wissenschaftliche Informationen zum Schutz und der Wiederherstellung von Böden liefert und Forschung, Zusammenarbeit und Bewusstsein für die Bedeutung von gesunden Böden für Umwelt und Gesellschaft (z.B. Soil Mission) fördert. Konkrete Ziele sind unter anderem die Unterstützung zur Entwicklung eines  EU-weiten Bodenüberwachungssystems, die Weiterentwicklung des Europäischen Bodendatenzentrums (ESDAC) und die Überwachung des Zustands der Bodengesundheit und der bestehenden Maßnahmen zur Verbesserung des Bodenschutzes. Unterstützt wird das EUSO durch das Joint Research Center JRC.

EU Soil Observatory (EUSO) - ESDAC - European Commission

Joint Research Centre JRC 

Die gemeinsame Forschungsstelle ist der Wissenschafts- und Wissensdienst der Europäischen Kommission und bietet wissenschaftliche Expertise aus einem breiten Spektrum von Disziplinen an, um nahezu alle Politikbereiche der EU zu unterstützen. Kernkompetenzen sind die Bereitstellung der wissenschaftlichen Grundlage für künftige politische Initiativen, die Verknüpfung von Wissenschaft und Politik und die Unterstützung von Entscheidungsträgern in Strategien, Zielen und Maßnahmen.

Science for policy - Joint Research Centre - European Commission

Global Soil Partnership GSP

Die Global Soil Partnership (GSP) ist eine weltweite Initiative, die 2012 mit dem Ziel gegründet wurde, das Thema Boden in die globale Agenda zu rücken und eine nachhaltige Bodenbewirtschaftung zu fördern. Die von der FAO betreute Partnerschaft setzt sich intensiv für eine Verbesserung der Bodenpolitik ein, um fruchtbare Böden als Grundlage für Ernährungssicherheit, Anpassung an den Klimawandel und dessen Eindämmung sowie eine nachhaltige Entwicklung für alle zu gewährleisten.

Global Soil Partnership, Food and Agriculture Organization of the United Nations

European Soil Partnership

Die European Soil Partnership (ESP) ist Teil der Global Soil Partnership (GSP), einem Netzwerk aus sieben regionalen Partnerschaften, das von Mitgliedsländern der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) sowie anderen staatlichen und nichtstaatlichen Institutionen gegründet wurde. Subregionale und nationale Partnerschaften ermöglichen enge Verbindungen zu Interessengruppen, darunter Landwirt:innen und die Öffentlichkeit. Die ESP versteht sich als Dachnetzwerk für verschiedene europäische Initiativen und Maßnahmen auf regionaler, nationaler, EU-Ebene sowie in den Nachbarländern der EU und setzt sich für deren Sichtbarkeit und ihren Beitrag zur globalen Bodenschutzbewegung ein.

European Soil Partnership

Alpine Soil Partnership

Die AlpSP wurde 2017 im Rahmen des EU-Projekts „Links4Soils“ (2016–2020) im Alpenraum gegründet und hat zum Ziel, Bodenexperten und die Nutzer von Bodenwissen (wie Behörden, Praktiker und Nichtregierungsorganisationen usw.) miteinander zu vernetzen. Die subregionale Partnerschaft setzt sich für eine bessere Einbindung des Bodenschutzes in die Landbewirtschaftungspraxis und für die Zusammenarbeit im Alpenraum ein.

Alpine Soil Partnership

Soil Network Europe

Das Soil Network Europe ist eine Kooperationsinitiative, die Forscher, politische Entscheidungsträger und Landwirte zusammenbringen soll, um sich für Innovation und politische Maßnahmen zur Förderung der Bodengesundheit im europäischen Raum einzusetzen. Es steht landwirtschaftlichen Beratern, Unternehmen aus der Agrar- und Bodenwirtschaft, Regierungsvertretern, politischen Entscheidungsträgern, Landwirten, Nichtregierungsorganisationen und Forschern offen. Die Initiative kommt  aus dem Forschungsprogramm EJP SOIL (European Joint Programme Soil).

EJP secretariat, Soil Network Europe |

Soil Innovation Partnership SIP

Die Soil Innovation Partnership (SIP) ist eine europaweite Initiative, die Wissenschaft, Politik, Philanthropie und Wirtschaft zusammenbringt, um Bodenforschung durch Validierung, Innovation und Investitionen in konkrete Ergebnisse umzusetzen.
Aufbauend auf dem Erfolg des Europäischen Gemeinsamen Programms für Boden (EJP SOIL) verbinden sich die SIP Partner aus dem öffentlichen und privaten Sektor, um die Forschung und Praxis im Bereich der Bodengesundheit in ganz Europa zu stärken und auszuweiten.

Soil Innovation Partnership | EJP secretariat

European Network on Soil Awareness ENSA

Das Europäische Bündnis Bodenbewusstsein (European Network on Soil Awareness, ENSA) wurde im September 2009 in Osnabrück, Deutschland gegründet. Das Ziel des Netzwerks ist es, Bodenexperten innerhalb Europas mit Akteuren aus anderen Bereichen, wie z.B. der Politik, Verwaltung, Schulen und Verbänden, zusammenzubringen um das Bewusstsein für den Boden in der Bevölkerung zu fördern. Der Schwerpunkt liegt auf Aufklärung, Kommunikation und der Sensibilisierung der Gesellschaft für die Bedeutung des Bodens. Unterstützt wird ENSA vom Europäischen Bodenbündnis (European Land and Soil Alliance, ELSA) und der Europäischen Kommission.

European Network on Soil Awareness ENSA

Europäisches Bodenbündnis ELSA - European Land and Soil Alliance

Das Europäische Bodenbündnis ELSA (European Land and Soil Alliance) ist ein Netzwerk aus Städten, Gemeinden, Regionen, NGOs und weiteren Organisationen aus sieben europäischen Ländern und gilt als größtes kommunales Bündnis für Bodenschutz in Europa. Es bietet seit 2001 eine Plattform für den Austausch und die Zusammenarbeit zu Themen wie Bodenschutz, Landnutzung, Landschaftspflege und Siedlungsentwicklung. Gleichzeitig versteht es sich als Netzwerk und Interessenvertretung, das gemeinsame Projekte fördert und sich aktiv für den Schutz von Böden einsetzt.

Bodenbündnis

European Confederation of Soil Science Societies (ECSSS)

Die Europäische Vereinigung der Bodenkundlichen Gesellschaften (ECSSS) stärkt die Verbindungen zwischen Bodenwissenschaft, Politik und Entscheidungsträgern mit dem Ziel die Belange des Bodens in den Medien und in der breiten Öffentlichkeit zu thematisieren sowie das Interesse und die Motivation junger Menschen für den Boden zu fördern. Die Zusammenarbeit zwischen den nationalen europäischen Bodenwissenschaftsgesellschaften, den europäischen Bodennetzwerken und den Bodenpartnerschaften dient dem Bodenschutz auf höchster politischer, wirtschaftlicher und entscheidungsrelevanter Ebene. 

The European Confederation of Soil Science Societies

Liste der Bodenkundlichen Gesellschaften weltweit

International Union of Soil Sciences IUSS

Die International Union of Soil Sciences (IUSS) ist die weltweite Vereinigung von Bodenwissenschfter:innen und wurde 1924 gegründet. Sie fördert die Bodenkunde, unterstützt und koordiniert die internationale Forschung sowie den wissenschaftlichen Austauschs und die Anwendung der Forschung.  Die IUSS ist unterteilt in Divisionen und Kommissionen, die sich mit Bodenschutz-Themen befassen wie Bodenphysik, -chemie, -biologie, -fruchtbarkeit und Bodennutzung. Zweimal jährlich erscheint das IUSS Bulletin, und monatlich der IUSS Alert. Mit etwa 55.000 Mitgliedern (durch nationale Gesellschaften) organisiert sie alle vier Jahre den Weltkongress der Bodenkunde (WCSS - World Congress of Soil Science).

Startseite der IUSS

European Geosciences Union EGU

Die European Geosciences Union (EGU) ist eine internationale Vereinigung von Geowissenschaften. Sie fördert die Forschung in Erd-, Planeten- und Weltraumwissenschaften, publiziert Open-Access-Journale und veranstaltet jährlich die EGU General Assembly, Europas größte Geowissenschafts-Konferenz. Die EGU bietet weiters Auszeichnungen, Medaillen, Konferenzunterstützung (Galileo Conferences) und Nachwuchsförderung (Early Career Scientists). Eine ihrer 22 Divisionen ist die zu Soil System Sciences

European Geosciences Union

Division on Soil System Sciences