Projekte

Vielfältige Projekte unterstützen den Bodenschutz in Österreich. Sie dienen der Forschung ebenso wie der Umsetzung von Bodenschutzmaßnahmen in die Praxis sowie der Bewusstseinsbildung in Politik und Gesellschaft. Die Themen sind genauso vielfältig wie die Expert:innen, die an den Projekten arbeiten. 

Ihr habt ein Boden-Projekt, das Ihr hier vorstellen möchtet? 
Dann schreibt uns unter Soil4You
Foto kleines Bäumchen in einer Hand

Abod.at Bodendaten Informationsportal Österreich

Ziel des Projektes ist, in Österreich verfügbare Bodendatenbestände sowie Projektergebnisse wie Karten oder Auswertungen für alle Interessierten leichter zugänglich und für bodenkundliche Fragestellungen nutzbar zu machen. Dazu erfolgt eine umfassende Recherche mittels Fragebogen bei mit Bodendaten befassten Institutionen in Österreich, um Datenbestände sowie Details zu deren Verfügbarkeit und nutzungsspezifischen Anwendungsmöglichkeiten im Bodenschutz sichtbar zu machen. 

Basierend auf Informationen zu den derzeit in Österreich vorliegenden Bodendaten wurde eine Website erstellt, die einen Überblick über Herkunft, Art und Verwendbarkeit dieser Datensätze sowie die entsprechenden Links zu den Original – Datensätzen bietet. Über eine Suchfunktion können themenbezogenen Abfragen durchgeführt werden. 

Bodendaten-Informationsportal ABoD.at

Informationen zum Projekt Abod.at auf der DaFNE Forschungsplattform

Alpinus - Nachhaltige Revitalisierung von Almen: Lösungen für Biodiversität, Bodenschutz und regionale Wertschöpfung

Das Projekt Alpinus widmet sich der nachhaltigen Revitalisierung stillgelegter Almen im alpinen Raum. Ziel ist es, innovative Ansätze zu entwickeln, die Biodiversität fördern, Bodenschutz sicherstellen und eine regionale Wertschöpfung zu ermöglichen. Durch die Kombination mobiler Infrastrukturen, moderner Organisationsformen und Bildungsangebote wird ein integrativer Ansatz geschaffen, der sowohl ökologisch als auch ökonomisch tragfähig ist. 

Mit einem iteraktiven Design-Thinking-Prozess werden Lösungen erarbeitet, auf einer Pilotalm getestet und in einem Blueprint dokumentiert, um eine Skalierung und langfristige Wirkung zu gewährleisten.

Projekt Alpinus 

BaLance CO2 – Basalt als Mineraldünger in der Landwirtschaft zur Speicherung von CO2

Aktuell gibt es in Europa eine Reihe von Initiativen mit Bestrebungen, die erzielte CO2 Speicherung in Form von CO2 Zertifikaten wirtschaftlich verwertbar zu machen. Um die Sinnhaftigkeit dieser Praxis zu aus Sicht der österreichischen Landwirtschaft evaluieren zu können und um eine Bewertung des Einsatzes in der Landwirtschaft zu ermöglichen, müssen jedoch grundlegende Lücken im Prozessverständnis geschlossen werden.  Die Voraussetzung ist eine Quantifizierung des Potentials von Enhanced Weathering und der erzielbaren CO2 Speicherung.

Es ist Ziel dieses Forschungsprojektes, diese Lücken zu schließen. Dazu wird das Potential von vulkanischem Gesteinsmehl auf landwirtschaftlichen Grünlandflächen quantifiziert. Der Fokus liegt einerseits auf der Düngewirkung und Auswirkung der Anwendung auf Bodennährstoffhaushalt und damit Ertragsniveau. Zusätzlich wird die erzielte CO2 Speicherung bestimmt. Dazu werden an der HBLFA Raumberg-Gumpenstein  Blockversuche an zwei unterschiedlichen Grünlandstandorten (pH 4 – 5.5) durchgeführt, um die zentralen Forschungsfrage zu beantworten:

„Inwiefern beeinflusst der Einsatz von Gesteinsmehl aus Basalt die CO2-Bindung sowie Pflanzenverfügbarkeit von Nährstoffen und Schwermetallen auf ausgewählten Grünlandflächen in Österreich?“

Projekt BaLance CO2 

 

BioDive4Soil
A soil biodiversity survey in Germany

Das bundesweite Forschungsprojekt „BioDive4Soil – Eine Erhebung zur Bodenbiodiversität in Deutschland“ befasst sich mit den drängenden Herausforderungen des Biodiversitätsverlusts und des Klimawandels in Bezug auf Bodenökosysteme.
Die Bodenbiodiversität ist nach wie vor einer der am wenigsten erforschten Aspekte der Ökosystemstabilität, insbesondere über unterschiedliche Landnutzungsarten hinweg. Das Projekt BioDive4Soil führt eine umfassende Bestandsaufnahme der Bodenbiodiversität in ganz Deutschland durch. Dabei werden Mikroorganismen und Bodenfauna unter Verwendung morphologischer, funktioneller und molekularer Ansätze untersucht mit dem Ziel, Referenzwerte für gesunde Böden zu ermitteln und Schlüsselfaktoren wie Landnutzung, Bodentyp und Verschmutzung zu identifizieren.
BioDive4Soil wird im Rahmen des Aktionsprogramms „Natürlicher Klimaschutz“ (ANK) des Bundesumweltministeriums gefördert. 

Projekt BioDive4Soil 

Biomes 

Dieses Projekt zielt darauf ab, Bodenmonitoring mit Bodentieren in Österreich zu etablieren, aber auch die Forschung zur Biodiversität im Boden zu intensivieren und Bewusstsein für die unterirdische Fauna und ihre Bedeutung für die Produktivität des Bodens in der Gesellschaft zu schärfen. Der erste Teil des Projekts wird ein umfassendes Monitoring sein, bei dem ausgewählte Gruppen von Bodenorganismen, nämlich Milben, Springschwänze und Tausendfüßler, als Indikatoren verwendet werden sollen. Insgesamt 280 Standorte, jeweils im natürlichen Zustand und im vom Menschen bereits stark beeinträchtigten Zustand, werden über einen Zeitraum von zwei Jahren beprobt und überwacht. Die Ergebnisse werden es uns ermöglichen, die Bodenqualität und ihre auftretenden Veränderungen genau zu bewerten. Der zweite Teil dieses Projekts betrifft die Erforschung der biologischen Vielfalt des Bodens. Die gesammelten Ergebnisse werden uns wichtige nationale Referenzdaten für bestimmte Bodentypen liefern und uns wichtige Einblicke in die biologische Vielfalt der verschiedenen Bodenlebensraumtypen ermöglichen. Der dritte Teil des Projekts wird darin bestehen, das Bewusstsein für die Bedeutung des Bodens und der biologischen Vielfalt der Bodenfauna zu stärken. Durch die Durchführung so genannter "Open Science Days" erhalten Schulen die Möglichkeit, spielerisch zu lernen, wie man Bodentiere sammelt und mit einfachen wissenschaftlichen Mitteln eindrucksvoll zu Gesicht bekommt.

 

Boden macht Schule

Das Umweltbundeamt arbeitet seit vielen Jahren gemeinsam mit anderen Institutionen an der Vermittlung der Leistungen des Bodens an die Gesellschaft

Das Ziel dieser Aktivitäten ist die Sensibilisierung für den Zusammenhang zwischen Bodenschutz, Boden in der Klimawandelanpassung und der zunehmenden Versieglung sowie dass wir alle einen Beitrag dazu leisten können. Mit diesem Wissen können wir Bewusstsein schaffen und den gegenseitigen Respekt fördern.

Im Rahmen des Projekts wurden 2013 Bodenworkshops entwickelt. Die Workshops bestehen aus einem einführenden Teil, in dem zusammen mit den Schüler:innen die Wirkungen des Bodens („Bodenfunktionen“) erarbeitet werden und Bodenwissen vermittelt wird. 

Anschließend forschen die Schüler:innen selbst am Boden. 

Bisher wurden schon über 200 solcher Workshops abgehalten.

Projekt Boden macht Schule

BodenMikrobiom

Das Bodenmikrobiom ist wichtig für die Bereitstellung bzw. den Erhalt der Bodenfunktionen und kann als Haupttreiber für viele Ökosystemleistungen (ÖSL) angesehen werden, da die zugrundeliegenden Prozesse hauptsächlich durch Bakterien, Pilze, Archaeen, Protisten oder Algen katalysiert werden. 

Wichtig sind Bodenbewirtschaftungsstrategien die die Artenvielfalt im Boden fördern. Um dieses Ziel zu erreichen, ist ein tiefgreifendes Verständnis der Faktoren erforderlich, welche die Struktur, Funktion und Aktivität des Bodenmikrobioms beeinflussen. Entsprechend war die Wissensvermittlung war ein weiterer Schwerpunkt dieser Pilotstudie mit dem Ziel über unterschiedliche Kanäle und Formate Wissen über das Bodenmikrobiom aufzubauen.

Für die Pilotstudie wurden vier repräsentative Maisflächen in Ober- und Niederösterreich beprobt, um die Effekte der Zwischenbegrünung sowie stark reduzierter mikrobieller Diversität auf die Resilienz von Mais gegenüber Trockenstress zu untersuchen. Es wurden Bodenuntersuchungen der Freilandlandflächen zur Bodenchemie und zum Bodenmikrobiom durchgeführt. Im Glashaus wurden Maispflanzen Trockenstress ausgesetzt. Ein Teil des Bodens wurde zudem einer Gammabestrahlung ausgesetzt, um die bodenbürtige Biodiversität zu reduzieren. 

Die chemischen Bodenuntersuchungen zeigten keinen eindeutigen Unterschied zwischen begrünten und unbegrünten Freilandflächen, der Gehalt an labilem Kohlenstoff ist jedoch durch die Zwischenbegrünung angestiegen. Der Vergleich mit den Begrünungsvarianten zeigte kaum eindeutige Unterschiede im Bodenmikrobiom. Der Grund dafür liegt im relativ kurzen Untersuchungszeitraum. In vielen, auch über längere Zeiträume durchgeführten Untersuchungen konnte jedoch gezeigt werden, dass der Pflanzenbewuchs von großer Bedeutung für das Bodenmikrobiom ist. Im Glashausversuch wurden in der oberirdischen und unterirdischen Biomasse der Maispflanzen keinerlei Unterschiede zwischen den beiden Begrünungsvarianten festgestellt. Hingegen haben erwartungsgemäß die Trockenstressperioden zu einem kümmerlichen Wachstum und einer deutlichen Reduktion der Biomasse geführt. Auf den gammabestrahlten Böden zeigten sich am Ende des Versuches auch starke Biomasseverluste. Das bedeutet, dass ein Boden mit stark eingeschränkter mikrobieller Biodiversität bei Pflanzen einen ähnlichen Stress bewirkt wie Wassermangel, da offensichtlich wichtige Gruppen von Mikroorganismen fehlen, die für die Pflanzenentwicklung bedeutsam sind. 

Projekt BodenMikrobiom

Bodenpioniere2050

Die Landwirtschaft soll im Rahmen des Green Deal klimaneutral werden, indem Emissionen reduziert und CO₂ im Boden gespeichert wird, wofür die EU-Bodenstrategie die notwendigen Ökosystemfunktionen des Bodens sichern soll. Da praxistaugliche Umsetzungsstrategien fehlen, setzt die EU mit der „Mission Soil Health“ auf Leuchtturmbetriebe als Innovationsmotor zur Erreichung dieser Ziele.

Im Projekt „Bodenpioniere“ wird ein nationales Netzwerk von Leuchtturmbetrieben an 60 Standorten aufgebaut, die die wichtigsten Boden- und Klimaformen sowie Betriebstypen abdecken. Auf den Betrieben werden moderne wissenschaftliche Instrumente etabliert, um die Bodenfunktionen Klimaschutz, Nährstoffeffizienz, Erosionsschutz und Klimawandelanpassung gezielt zu steuern. Bodenanalysen erfassen Kohlenstoff-, Stickstoff- und Wasserkreisläufe für Optimierungspotenziale.
Ein Bodenqualitätsmodell soll die Bewirtschaftungserfolge in den einzelnen Bodenfunktionen quantifizieren und den Betrieben Handlungsorientierungen für weitere Managementoptimierung aufzeigen. Weiters werden Satellitendaten zur Humusbilanzierung und Bewertung der Resilienz gegen Hitze-/Trockenstress aufbereitet und pflanzenbauliche Fernerkundungsdaten in das Bodenqualitätsmodell integriert.
Neue Simulationsmodelle ermöglichen verbesserte Abschätzungen von Klima- und Bodenschutzpotenzialen durch Managementinnovation im Ackerbau für die Ziele des Green Deal und zukünftige Klimaszenarien entwickelt.

Das Projekt Boden.Pioniere wird im Rahmen der DaFNE-Förderschiene als Bund-Bundesländer-Kooperation vom Bundeministerium für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) sowie den Bundesländern gefördert. Laufzeit: 2024 - 2028

Projekt Bodenpioniere

100 Bodenprojekte in 50 Wochen – eine Initiative für mehr Sichtbarkeit

Die FFG bietet ab April 2026 eine LinkedIn - Initiative von Lisa Thompson an, in der sie 50 Wochen pro Woche 2 Bodenprojekte vorstellt. Ziel ist, Menschen, Organisationen und Ideen hinter diesen Projekten vorzustellen und zu zeigen, wie viel Expertise und Engagement in Österreich und Europa bereits vorhanden ist.

Zum LinkedIn - Profil von Lisa Thompson

BoOOM

Das Projekt BoOOM („Boden-Orientierungswerte zu Organischen Schadstoffen und Mikroplastik“) hat zum Ziel, aufbauend auf nationalen Projekten und Studien, die Datenlage zu organischen Schadstoffen und Mikro-)Plastik in österreichischen Böden weiterzuentwickeln, zu konsolidieren und praxisrelevante Bewertungsgrundlagen zu schaffen. 

BoOOM verfolgt drei zentrale Schwerpunkte: 

Erstens werden alle bisher verfügbaren Daten – insbesondere aus den voran gegangenen BBK-Projekten AustroPOPs, PLASBo, dem Bodeninformationssystem BORIS und weitere Forschungsergebnisse zusammengeführt, erweitert und systematisch ausgewertet mit dem Ziel, fundierte Aussagen zu Belastungsniveaus zu ermöglichen.

Zweitens sollen daraus erstmals fachlich begründete Orientierungswerte für ausgewählte organische Schadstoffe, insbesondere PFAS und Mikroplastik erarbeitet bzw. die nötigen Grundlagen dafür geschaffen werden. Diese dienen als Bewertungs- und Kommunikationsinstrumente für Behörden, Verwaltung und Praxis und unterstützen die Prozesse zur Umsetzung des EU-Bodenmonitoringgesetzes auf nationaler und EU-Ebene. Somit können potenzielle Risiken durch Schadstoffbelastungen eingeschätzt werden und eine fachlich fundierte Information der Öffentlichkeit erfolgen. 

Drittens widmet sich BoOOM der Betrachtung potenzieller Eintragspfade über organische Dünger wie Kompost oder Klärschlamm von Anlagen bzw. Biogasgülle/ -gärrest, um Vermeidungsstrategien an der Quelle und eine schadstofffreie Kreislaufwirtschaft zu fördern. Im Fokus stehen dabei (Mikro-)Plastik, PFAS und ausgewählte Pestizide.

BoOOM ist ein Bund-Bundesländer -Forschungsprojekt der DaFNE Forschungsplattform des BMLUK mit Beteiligung aller Bundesländer sowie der AGES unter der Leitung des Umweltbundesamtes.

Projekt BoOOM - BMLUK DaFNE

BOSPORUS 

Bodenspektroskopie für Monitoring und Kartierung in Österreich - Soil Spectroscopy for Monitoring and Mapping in Austria

Im Projekt BOSPORUS werden drei zentrale Maßnahmen kombiniert, um das Potenzial der IR-Spektroskopie für Bodenmonitoring und -kartierung in Österreich zu nutzen. Dazu gehören der Aufbau eines Bodenspektroskopie-Labors am BFW, die Erstellung einer umfangreichen Bodenspektralbibliothek sowie Tests in einem bewaldeten Einzugsgebiet in der Steiermark. Insgesamt werden IR-Spektren von rund 1600 Bodenproben erhoben und mit Referenzdaten zu mehreren Spektralbibliotheken zusammengeführt. Diese Daten bilden die Grundlage für Analysen zur Vorhersage chemischer Bodeneigenschaften und zur Überwachung standortspezifischer Veränderungen. Zudem wird untersucht, wie gut spektroskopische Modelle im Vergleich zu traditionellen Methoden abschneiden und welchen Beitrag sie zur digitalen Bodenkartierung leisten können.

Als Projektergebnisse sollen ein funktionsfähiges Bodenspektroskopie-Labor am BFW, drei SSLs für österreichische Waldböden, validierte globale Spektralmodelle für mehrere wichtige physikalisch-chemische Bodeneigenschaften, validierte lokale Spektralmodelle für das Monitoring im Testgebiet und digitale Bodeneigenschaftskarten des Testgebiets zur Verfügung stehen.

Projekt BOSPORUS 

CreativeEARTH - Kreatives Gestalten mit Erde - Boden schützen und nachhaltig bauen mit Lehm

Das Projekt CreativeEARTH widmet sich drängenden Herausforderungen im Bereich Bodenverbrauch, Ressourcenschonung und Klimaschutz. In Österreich entfallen über 50 % des Ressourcenverbrauchs und Abfallaufkommens auf die Bauwirtschaft, wobei große Mengen an Bodenaushub ungenutzt auf Deponien landen. Gleichzeitig ist Lehm als regional verfügbarer und vollständig kreislauffähiger Baustoff noch immer unterrepräsentiert. Dieses Material bietet enorme Potenziale für ökologisches und innovatives Bauen, bleibt jedoch oft unbeachtet. Trotz intensiver Diskussionen in Fachkreisen fehlt es an einer breiten gesellschaftlichen Sensibilisierung für die Bedeutung von unversiegelten Böden und nachhaltigen Bauweisen. Schulen bieten ideale Voraussetzungen, um durch gezielte Bildungsinitiativen Multiplikatoreffekte in der Gesellschaft zu erzielen.

Ziel von CreativeEARTH ist, Kindern und Jugendlichen praxisnahe Einblicke in nachhaltiges Bauen und Ressourcenschonung zu geben. Dabei stehen Themen wie Bodenschutz, Kreislaufwirtschaft und Lehm als Baumaterial im Fokus. Innovative, altersgerechte Lernformate kombinieren forschendes Lernen, kreatives Gestalten und experimentelle Materialtests. Ziel ist es, nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern auch Begeisterung für angewandte Forschung in technischen und naturwissenschaftlichen Themen zu wecken, insbesondere bei Mädchen und Kindern mit Migrationshintergrund. Gleichzeitig soll das Bewusstsein für umweltfreundliche Baupraktiken und Ressourcenschonung geschärft werden, während Schüler*innen und ihre Eltern für Klimaschutzthemen sensibilisiert und zu einem nachhaltigeren Lebensstil motiviert werden.

Projekt CreativeEARTH 

Data Stewards ASDaC

Daten zum qualitativen und quantitativen Bodenschutz sind die Grundlage zur Bewertung des aktuellen Bodenzustandes. Dies ermöglicht die Überwachung von Veränderungen und die Bewertung der Rolle verschiedener Einflussfaktoren auf die Bodenfunktionen. Insbesondere in Bezug auf die künftige Umsetzung des 2025 verabschiedeten Bodenüberwachungsgesetzes (Soil Monitoring Law) sind Bodenmonitoring sowie Bodendaten ein wichtiges aktuelles und künftiges Thema. Die Bewertung des Bodenzustandes und der Bodengesundheit in Österreich erfordert validierte Daten, Modellierung und eine auf nationale Anforderungen zugeschnittene Datenarchitektur.

Die AGES, das BFW, die BOKU und die Umweltbundesamt GmbH haben im April 2025 im Rahmen der Ausschreibung “Data Stewards” der FFG eingereicht um Ziele und Umsetzungsstrategien für eine Forschungsdateninfrastruktur bzw. ein nationales Bodendatenzentrum („Austrian Soil Data Center“ ASDaC) zu erarbeiten. Damit soll eine nationale Datenarchitektur zur Bereitstellung harmonisierter Bodendaten und , Schnittstellen geschaffen werden, um Bodendaten aus den Partnerinstitutionen (z.B. eBOD, BORIS, Daten der AGES, Forschungsdaten der BOKU) in künftigen Boden-Data Hub einzuspeisen, gemeinsam auszuwerten, zu visualisieren und bereitzustellen. Dies bietet die Möglichkeit Daten aus der eBOD, dem Projekt FORSITE, Langzeitversuchsdaten, Satellitendaten etc. gemeinsam zu evaluieren und neue Karten und Auswertungen zu generieren. Als Ergebnisse sollen für verschiedene Interessengruppen aus Forschung, Verwaltung, Bildung, Beratung und Praxis bedarfsgerechte Bodeninformationen zur Erleichterung von Modellierung, Berichterstattung und als Entscheidungsunterstützung bereitstehen. 

Die 4 Data Stewards der Partnerinstitutionen sollen sich gemeinsam in Abstimmung mit den Fachteams und Netzwerken dem künftigen Bodendatenmanagement in Österreich widmen. Die Data Stewards werden im Rahmen der FFG gefördert.

Projekt Data Steward ASDaC 

Dynamische Risikokarte für Bodenerosion - DRAIN

Die Erosionsrate der Böden in Österreich hat sich in den letzten 70 Jahren verzehnfacht. Neben intensiver landwirtschaftlicher Nutzung ist dies auf extreme Wetterereignisse zurückzuführen, deren Häufigkeit und Intensität sich durch den Klimawandel stark erhöht haben. Starkregen- und Sturmereignisse, die immer häufiger und intensiver auftreten, können zur Erosion besonders anfälliger Böden führen. Bodenerosion hat Auswirkungen auf die Verfügbarkeit landwirtschaftlicher Nutzflächen, auf Gewässer -/Ökosysteme und Infrastruktur. Der Eintrag von erodiertem Boden in angrenzende Gewässer belastet diese zusätzlich mit Nährstoffen und Schadstoffen und verursacht große Schäden an Ökosystemen und angrenzender Infrastruktur. Der Verlust von Boden wirkt sich auch auf die Versorgung mit gesunden und leistbaren Lebensmitteln und in weiterer Folge auf die soziale Stabilität ganzer Gesellschaften aus.

Das DRAIN-Konsortium, bestehend aus der Universität Salzburg, AGES, UBIMET, der Gemeinde Fernitz-Mellach, BAW-Research sowie BAW als assoz. Partner, hat sich daher zum Ziel gesetzt, Copernicus-Erdbeobachtungsdaten (EO), Starkregenprognosen und -warnungen auf Basis von EUMETSAT-Daten und -modellen sowie weitere Geodaten zu kombinieren, um eine dynamische, interaktive und Risikokarte mit Vorhersage zur Bodenerosion zu entwickeln. Dieser einzigartige Ansatz soll nicht nur vor dem Ereignis selbst, sondern auch vor dem zu erwartenden Impact warnen. Betroffene Akteur:innen wie die Gemeinde Fernitz-Mellach, die bereits in drei Rückhaltebecken investiert hat, oder Landwirt:innen im Einzugsgebiet können die dynamische Karte als Service nutzen, um sich vor unmittelbaren und langfristigen Folgen der Bodenerosion zu schützen.

Projekt Drain

EJP SOIL

Das EU - Forschungsprogramm EJP SOIL ( 2020 - 2025) brachte Forschung, Praxis und politische Entscheidungsträger:innen zusammen mit dem Ziel, sich Herausforderungen im Bereich der Bodenforschung wie Biodiversität, Erhaltung des organischen Kohlenstoffs und Erosionsschutz, zu stellen und bodenbezogene Forschung auf nationaler und europäischer Ebene zu harmonisieren. Durch innovative Forschung und die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Politik trug EJP SOIL dazu bei, politische Strategien mitzugestalten und landwirtschaftliche Praktiken zu verändern.  

Eine Vielzahl an Projekten in den Mitgliedsstaaten brachte umfassende Ergebnisse im Bereich Wissenstransformation, Bodeninformation, Bewertung und Monitoring, Klimaschutz und Klimawandel und nachhaltiger Bewirtschaftung.

Informationen zu den Projektergebnisses stehen über die EJP SOIL Website zur Verfügung. Im Rahmen von EJP SOIL wird das Soil Network Europe betrieben.

Projekt EJP SOIL

Fallstudie: Schafft eine konservierende Wirtschaftsweise in der Landwirtschaft den Spagat zwischen Bodengesundheit und Ertragsstabilität?

In diesem Projekt wurde evaluiert, ob eine konservierende Landwirtschaft im Vergleich zu konventioneller Landwirtschaft bei gleichbleibender Ertragshöhe und -stabilität die Bodengesundheit erhöhen kann, oder ob es trade-offs zwischen diesen Effektgrößen gibt. Die Basis dafür war ein Feldexperiment, welches 2015 am UFT Tulln etabliert wurde. Die folgenden zwei Systeme werden verglichen: (i) ein System mit orts-üblicher konventioneller Fruchtfolge (Zuckerrübe-Winterweizen-Mais-Winterweizen) und wendender Bodenbearbeitung und (ii) ein konservierendes System mit einer achtgliedrigen Fruchtfolge (Zuckerrübe-Winterweizen-Mais-Sojabohne-Winterweizen-Sonnenblume-Winterleguminose-Winterweizen), reduzierter Bodenbearbeitung und erweitertem Zwischenfruchtanbau. Der Versuch befindet sich 2023 im neunten Erntejahr; somit sind Systemeffekte inzwischen zu erwarten. Es werden die folgenden Bodengesundheitsparameter in zwei Bodentiefen evaluiert: (i) Gesamtbodenkohlenstoff- und -stickstoffgehalte bzw. -pools, (ii) die mikrobielle Biomasse, (iii) verfügbarer organischer Kohlenstoff und Stickstoff, (iv) das Stickstoffmineralisierungs-potential, (v) potentielle Enzymaktivität und (vi) Aggregatstabilität. Zusätzlich werden die beiden Systeme hinsichtlich ihrer Humusbilanz und Stickstoffnutzungseffizienz evaluiert. Weiters kann auf Ertragsdaten aller Kulturen über den gesamten Versuchszeitraum zurückgegriffen werden; dies erlaubt einen paarweisen Vergleich der Erträge von Zuckerrübe, Winterweizen und Mais, die in beiden Systemen nach den gleichen Vorfrüchten angebaut werden.

ABSCHLUSSBERICHT

Ferienspiel Bodenexperimente-Tag an der BOKU

Kinder und Jugendliche aus Wien nutzten jedes Jahr im Rahmen des Wiener Bezirksferienspiels die Gelegenheit, den „Bodenexperimente-Tag“ zu besuchen und eine Entdeckungsreise in die Welt des Bodens zu unternehmen. Die Kinder konnten Experimente zum Bodenschutz durchführen und durch den Boden und seine Eigenschaften - im wahrsten Sinne des Wortes - begreifen.

Das Ferienspiel wird von Expert:innen des Umweltbundesamts und der BOKU University gemeinsam abgehalten

BOKU Ferienspiele

Future Soil Literacy – BodenZukunft

Gesunde Böden spielen eine grundlegende Rolle im Klimaschutz. Dennoch übersehen Entscheidungsträger: innen und die Öffentlichkeit immer noch häufig diese wertvolle Ressource. Das Projekt «BodenZukunft» vermittelt mit unterschiedlichen Methoden Wissen und Werkzeuge, um diese Bewusstseinslücke zu schließen.

Ziel ist es, Entscheidungsträger:innen, Mitarbeitende in Behörden sowie Bürger:innen für die Bedeutung gesunder Böden zu sensibilisieren und sie zu motivieren, sich aktiv für deren Schutz und nachhaltige Nutzung einzusetzen.
Dafür entwickelt das Projekt kreative und partizipative Lernformate in Zusammenarbeit mit der italienischen Organisation Stranaidea. Mit theaterpädagogischen Methoden veranschaulichen sie das Thema. Der Verein Bodenfreiheit aus Vorarlberg vermittelt in interaktiven Workshops, Exkursionen und öffentlichen Vorträgen wertvolles Bodenwissen. Dies befähigt die Teilnehmenden ihr Wissen in ihren Gemeinden, Institutionen und Netzwerken weiterzugeben.

Laufzeit
01.03.2026 – 30.11.2027

Bodenfreiheit, Verein zur Erhaltung und Schutz von Böden

Infos zum Projekt future-soil-literacy-bodenzukunft

Gesunder Boden

Forschungsplattform für Wiener Gemeinschaftsgärten
Urbanes Gärtnern erfreut sich zunehmender Beliebtheit, jedoch werden viele dieser Aktivitäten in Gebieten mit hoher Verkehrsdichte oder auf ehemaligen Industrieflächen durchgeführt. Infolgedessen gibt es immer wieder Vorbehalte gegen die Anwendung dieser Gartenpraxis für die Lebensmittelerzeugung. Eines der Bedenken ist der Transfer von Schwermetallen und anderen Schadstoffen in die Nahrungskette. Wiener Gärten haben jedoch oft keinen einfachen Zugang zu Informationen über ihre jeweiligen Standorte. In diesem Projekt soll eine Plattform für Wiener Gemeinschaftsgärten etabliert werden, die Informationen zu Bodengesundheit zur Verfügung stellt und einen niederschwelligen Zugang zu Boden- und Pflanzentests ermöglicht. Wiener Gärtner*innen werden dafür eingeladen gemeinsam mit dem Institut für Bodenforschung zu experimentieren. Dadurch soll auch das Bewusstsein in der Öffentlichkeit für den wissenschaftlichen Prozess gefördert werden. Nicht zuletzt soll das Projekt zu einer nachhaltigen Existenz von wertvollen städtischen Grünflächen beitragen und somit die Nachhaltigkeit der Stadt Wien im Allgemeinen fördern.

Forschungsplattform für Wiener Gemeinschaftsgärten

Grassland management and the resilience of soil carbon to drought (DroughtSoil)

Grünland bedeckt mehr als zwei Drittel der landwirtschaftlichen Nutzfläche und speichert große Mengen an Kohlenstoff im Boden, was für die Klimaregulation von zentraler Bedeutung ist. Während zahlreiche Studien die Rolle unterschiedlicher Formen der Grünlandbewirtschaftung für die Kohlenstoffspeicherung im Boden belegen, bestehen noch große Unsicherheiten darüber, ob und wie die Bewirtschaftung die Auswirkung von Dürre-Ereignissen auf den Bodenkohlenstoff in Grünland verändern könnte. Ein besseres Verständnis wird dringend benötigt, da aktuelle Klimaprognosen von einer deutlichen Zunahme der Häufigkeit und Intensität von Dürre-Ereignissen ausgehen.

Das vorgeschlagene Projekt zielt darauf ab, 

1) die Auswirkungen von Dürre auf den organischen Kohlenstoff im Boden (SOC) und die Boden-CO2-Emissionen von Grünlandflächen zu verstehen, die sich hinsichtlich der Bewirtschaftungsintensität und der Landnutzung unterscheiden, 

2) zu untersuchen, wie die Intensität von Dürre die Auswirkungen der Rhizosphäre auf den Abbau von SOC im Grünland beeinflusst, 

3) in Langzeitexperimenten in Grünland zu prüfen, ob und wie jährlich wiederkehrende Dürre-Ereignisse die Reaktionen der Bodenatmung und der Mineralisierung von SOC auf eine weitere Dürre verändern und zu einer vermehrten Freisetzung von bislang gut gebundenem SOC führen, 

4) eine umfassende Synthese der Dürrereaktionen von SOC und den Boden-CO2-Emissionen in Grünland in Abhängigkeit von den Boden- und Ökosystemeigenschaften sowie den Bewirtschaftungspraktiken zu erstellen und eine Datenbank aufzubauen, die als Input und zur Validierung von Modellen dienen kann, 

5) eine inter- und transdisziplinäre Wissensintegration unter Einbeziehung von Akteuren aus dem Agrarsektor und Klimaökonomen zu erreichen und Empfehlungen für Bewirtschaftungspraktiken im Grünland zu entwickeln, die den Aufbau von SOC in Grünland begünstigen und seine Widerstandsfähigkeit gegen Trockenheit verbessern.

Projekt Drought Soil 

Hydrological Open Air Laboratory

Ziel dieses Projektes ist es, die methodischen Grundlagen für ein integratives Management von landwirtschaftlichen Flächen zu entwickeln als effektiver Beitrag zum landschaftlichen Wasserrückhalt und somit zur Reduktion pluvialer Abflussextreme. Die Arbeiten werden im Hydrological Open Air Laboratory (HOAL) im niederösterreichischen Petzenkirchen durchgeführt, da es mit einer bereits existierenden Datenbasis, vorhandener Infrastruktur zur Unterstützung geplanter Experimente und seinen landwirtschaftlichen Charakteristiken eine ideale Voraussetzung für das Projekt bietet. Es werden langjährige Messreihen ausgewertet, sowie Experimente zur Bestimmung der Auswirkung landwirtschaftlicher Schutzmaßnahmen auf die Größe pluvialer Hochwässer und Modellierungen zur Generalisierung durchgeführt. Ein umfangreiches Kommunikations- und Outreach Paket soll sicherstellen, dass die Studie als ein Modellfall für eine spätere breitere Anwendung der entwickelten Methoden in ganz Österreich wirksam wird.

Projekt HOAL 2.0 

LIP: Zukunft Boden – Boden als Grundlage langfristiger Versorgungssicherheit

Ziel des Projektes LIP ist das Bewusstsein für den Wert von Grünflächen und landwirtschaftlichen Böden zu stäerken. Es wird eine qualitative Bewertung landwirtschaftlicher Nutzflächen durchgeführt und ein Bewertungssystem für Flächen auf Basis von Forschungsdaten aufgebaut. Ein digitalen Tool soll Daten für die Planungspraxis bereitstellen und  Gemeinden die Visualisierung von Bodenfunktionen für Widmungen und Planung ermöglichen. Bewusstseinsbildungsprozesse in Gemeinden und Bildungseinrichtungen angeleitet, Workshops durchgeführt und Inhalte über soziale Medien veröffentlicht. Im Rahmen des Projektes wird das webbasierte, digitale Tool „BBasis“ für den Einsatz in Bewusstseinsbildungsprozessen entwickelt. Dieses soll Bewusstsein für ein Bodenmanagement im Sinne der nachhaltigen  Raumentwicklung in Gemeinden schaffen. 

Projekt LIP: Zukunft Boden - Boden als Grundlage langfristiger Versorgungssicherheit - Netzwerk Zukunftsraum Land

LOESS - Literacy boost through an Operational Educational Ecosystem of Societal actors on Soil health

Das im Rahmen der EU-Mission „A Soil Deal for Europe“ geförderte Horizon Europe-Projekt LOESS zielt darauf ab, das Bewusstsein für die Bedeutung gesunder Böden zu stärken und das Wissen über deren zentrale Rolle für Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft in ganz Europa zu fördern. Im Mittelpunkt des Projekts steht ein ganzheitlicher Bildungsansatz, der auf den Bedürfnissen verschiedener Zielgruppen basiert. Aufbauend auf Interviews und dem Austausch mit Akteurinnen und Akteuren aus Bildung, Wissenschaft, Praxis und Gesellschaft werden innovative Lehr- und Lernmaterialien sowie Bildungsangebote entwickelt, erprobt und weiterentwickelt.

Ziel des LOESS-Projekts ist es, das Bewusstsein für die vielfältigen Funktionen des Bodens zu schärfen, für Risiken und Gefährdungen der Bodengesundheit zu sensibilisieren sowie Möglichkeiten zum Erhalt und zur Regeneration gesunder Böden aufzuzeigen

Projekt LOESS 

Unterrichtsmaterialien aus dem Projekt LÖSS

Kontakt:Lucas Weinberg 

LUCASSA - LUCAS SOIL Austria

Die Untersuchung der chemischen und physikalischen Eigenschaften von Böden ist eine wesentliche Voraussetzung für die Planung und Umsetzung von Bodenschutzmaßnahmen. Derzeit existiert für Österreich aber kein einheitlich durchgeführtes bzw. gesetzlich verankertes Boden-Monitoringprogramm. Auf europäischer Ebene finden im Rahmen des Land Use and Coverage Area frame Survey (LUCAS) regelmäßig wiederkehrende Untersuchungen des Oberbodens statt. 

Das Projekt LUCASSA I hatte zum Ziel, Daten und Methoden der LUCAS Erhebung anhand nationaler Erhebungen zu validieren. 

Das Projekt LUCASSA II evaluiert die Repräsentativität einiger LUCAS-Punkte für die umliegenden Böden sowie werden weitere repräsentative Standorte zur Erweiterung der Datenbasis untersucht. Dies betrifft Profile der landwirtschaftlichen Bodenkartierung und Musterstücke der Finanzbodenschätzung. Weiters erfolgt eine parallele Analyse von Proben der nächsten LUCAS-Probenahme, die auf die Bundesmusterstücke der Finanzbodenschätzung sowie 70 ausgewählte Standorte (Grundwasser-beeinflusste Böden) der Bodenkartierung ausgeweitet wird.

Projekt LUCASSA I 

Projekt LUCASSA II

MetaSoil: Assessing the effects of minimum tillage on soil biodiversity using metabarcoding 

Dieses Projekt untersucht Unterschiede in der funktionellen Biodiversität von Bodenlebensgemeinschaften auf Feldern mit konventioneller Bodenbearbeitung im Vergleich zu Feldern mit konservierender Bodenbearbeitung in ganz Österreich. Mithilfe von Metabarcoding mit Umwelt-DNA (eDNA) wird die Studie die Vielfalt und die funktionelle Zusammensetzung wichtiger taxonomischer Gruppen wie Arthropoden, Ringelwürmer, Nematoden, Pilze und Bakterien charakterisieren. Durch die Verknüpfung von eDNA-basierten Biodiversitätsbewertungen mit biologischen Indikatoren für die Bodengesundheit soll die Forschung ein umfassendes Verständnis darüber liefern, wie Bodenbearbeitungspraktiken die Bodengesundheit beeinflussen.

 

Zu den Hauptzielen gehören: (1) die Bewertung des Zustands der Bodenbiodiversität unter verschiedenen Bodenbearbeitungspraktiken, (2) die Verknüpfung der Bodenbiodiversität mit funktionellen Gruppen, die für Bodenökosystemleistungen in der Landwirtschaft wichtig sind, bei gleichzeitiger Identifizierung von Bodenmerkmalen und Bewirtschaftungsregimen, die die funktionelle Vielfalt unterstützen, und (3) die Bewertung der Machbarkeit der Integration von eDNA-basiertem Monitoring als praktisches Instrument in Boden-Gesundheitsbewertungen für verschiedene Interessengruppen und im Rahmen von Citizen-Science-Projekten.

 

MetaSoil ist ein Förderprojekt der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Projekt MetaSoil

MIKRO MESO MAKRO 

Im Zuge des Klimawandels treten die Leistungen unserer Böden immer deutlicher in den Vordergrund. Dazu gehört ihre Fähigkeit, Kohlenstoff und Wasser zu speichern. Boden ist jedoch auch Lebensraum. Eine Vielzahl von Lebewesen wie zum Beispiel Regenwürmer, Asseln, aber auch Pilze, Algen und Bakterien befinden sich im Boden und tragen maßgeblich zur Bodenstruktur und Bodengesundheit bei.

Das Projekt MIKRO MESO MAKRO soll durch Forschertage und Betriebsbesichtigungen Kinder und Jugendliche für den Boden begeistern. Sie erfahren altersgerecht die Zusammenhänge zwischen Boden und seinen Lebewesen, Humus, Bodenbiodiversität und Kreislaufwirtschaft.

Durch die Darstellung von unterschiedlichen Lebenswelten wird den Schüler:innen dabei veranschaulicht, wie Ökosystemkreisläufe und innovative Substratproduktion funktionieren.

  1. MAKRO wird über eine Wurmkompostkiste mit Sichtschutzfenster dargestellt
  2. MESO mit einem Komposter der sich im Schulgarten befindet und
  3. MIKRO über Glasbehälter die bepflanzt werden

Auch die Berufe in diesem Arbeitsfeld stehen im Mittelpunkt der Vermittlung. Das eigene Erleben der unbekannten Welt des Bodens, der Einsatz von technischen Hilfsmitteln und innovativen Ansätzen zur Erfassung der Lebewesen im Boden sowie die Bedeutung dieser Zusammenhänge für uns Menschen in Zeiten des Klimawandels stehen dabei im Vordergrund.

Projekt MIKRO MESO MAKRO

Mikroplastik in urbanen Böden - Erforschung mikrobieller Abbau- und Entgiftungsprozesse

Mikroplastik stellt eine zunehmende Gefahr für Umwelt und menschliche Gesundheit dar, insbesondere in urbanen Böden wie in Wien. Trotz der wachsenden Belastung ist das Wissen über Eigenschaften und Auswirkungen von Mikroplastik in diesen Böden noch begrenzt. Das Projekt untersucht Mikroplastik in Gemeinschaftsgärten und Wäldern sowie dessen Einfluss auf die Bodengesundheit und -funktionen, speziell bezüglich der Ökotoxikologie. Zudem werden Strategien zur Minderung der Belastung entwickelt, um nachhaltiges Bodenmanagement zu fördern. 
Projekt Mikroplastik in urbanen Böden

mikroVERSUM – Das Universum der Mikroorganismen

Mikroorganismen sind grundlegende Bestandteile nahezu aller ökologischen Prozesse und spielen eine zentrale Rolle für Umwelt, Gesundheit und Landwirtschaft. Im interaktiven Science Center der Universität Innsbruck und der hollu System­hy­gi­ene GmbH können Schulklassen und Interessierte die Welt der Mikroorganismen entdecken.

An verschiedenen Stationen werden ökologische Zusammenhänge anschaulich vermittelt und auf deren zentrale Bedeutung für Planzen, Tiere und uns Menschen hingewiesen. Die vielseitigen Stationen ermöglichen es den Besucher:innen Pilze und Flechten unter dem Mikroskop zu betrachten und die Lebensweise von Bodenorganismen anhand eines Bodenquerschnitts im Wurmfenster nachzuvollziehen. Weitere Stationen fokussieren sich auf die Rolle von Mikroorganismen bei der Zersetzung von Totholz oder veranschaulichen Symbiosen zwischen Pflanzen und im Boden lebenden Mikroorganismen, wie bspw. Mykorrhiza-Pilzen, die Pflanzen bei der Aufnahme von Wasser und Nährstoffen aus dem Boden unterstützen.

Weitere Informationen zum Projekt

Monarpop: Schadstoffe im Alpenraum im Langzeitvergleich

Das Projekt Monarpop untersucht erneut Böden, Humus und Fichtennadeln, um die Wirkung internationaler Chemikalienpolitik sichtbar zu machen – und Risiken für die Zukunft frühzeitig zu erkennen. Von 2005 - 2008 wurden im Rahmen von MONARPOP I erstmals systematisch Konzentrationen von persistenten organischen Schadstoffen (POPs) im Alpenraum erhoben. 20 Jahre nach der Durchführung des EU-Projekts startet nun ein weiterer Projektzyklus Monarpop (2025–2028): An drei Höhenprofilen in Österreich und Deutschland werden Wiederholungsmessungen durchgeführt, um die Wirksamkeit internationaler Beschränkungen zu überprüfen. Darüber hinaus wird im Sinne der Risikovorsorge das Schadstoffspektrum um neue POPs erweitert. 

MONARPOP | Schadstoffe im Alpenraum im Langzeitvergleich

PlasBo

Aufgrund einer geringen Abbaubarkeit ist Plastik bzw. Mikroplastik allgegenwärtig in unserer Umwelt. Die Quantifizierung der Plastikkontamination in unseren Böden, als Basis für die Bewertung potentieller Risiken und die Ableitung von Maßnahmen, erfordert robuste Methoden zur Probenahme und Analytik. 

Im Rahmen von PlasBo wurde ein österreichweit harmonisiertes Konzept zur Bestimmung von Plastik und Mikroplastik in Böden erarbeitet u sowie erste österreichweite Daten erhoben und ausgewertet. 

Dies umfasste die Entwicklung einer einheitlichen und validen Probenahmemethodik sowie die Analyse auf verschiedene Plastik-Fraktionen an 100 Standorten in Österreich. Durch die strukturierte Erfassung und Bereitstellung der ersten Untersuchungsdaten wurde die Grundlage geschaffen, um die Belastung von Böden mit Plastik und Mikroplastik in weiterführenden Projekten umfassender zu erheben, zu dokumentieren und gemeinsam auszuwerten. Dies ermöglichte die Bewertung von möglichen konkreten bzw. diffusen Plastikeintragspfaden. Die Daten sind über das BORIS Bodeninformationssystem verfügbar.

Projekt PlasBo

PotEnt: Potenziale zur Entsiegelung als Kompensation beeinträchtigter Bodenfunktionen 

PotEnt widmet sich gezielt dem Thema Entsiegelung in Österreich und was relevante Maßnahmen zum Ausgleich verlorener Boden(teil)funktionen (Kühlung, Grundwasserneubildung, Oberflächenabflussneutralität) beitragen können. Ziel ist, eine Informationsbasis für Österreich zu schaffen, Entsiegelungspotenziale aufzuzeigen und die praktische Umsetzung zu unterstützen.

PotEnt erarbeitet und entwickelt 

(A) Grundlagen für Entsiegelung als Rückbau- bzw. Ausgleichsmaßnahme, 

(B) einen Ansatz zur Bewertung von Entsiegelungsmaßnahmen unter Einbeziehung von Expert:innen und Stakeholdern, sowie 

(C) Empfehlungen zur Entsiegelung in Österreich. 

Als Ergebnisse stehen (1) eine österreichweite Entsiegelungskarte mit Prioritäten, (2) eine Methode zur Quantifizierung der Wirkung von Entsiegelung auf Kühlfunktion und Wasserhaushalt, und (3) zielgruppengerechte Empfehlungen und Grundlagen für Maßnahmen für Gemeinden, Stakeholder und Politik zur Verfügung.

Projekt Pot.Ent 

reSOILution Nutzung von Bodenaushub für die Lehmbaustoffherstellung

In Österreich machten Aushubmaterialien 2023 rund 57 % des gesamten Abfalls aus – etwa 38 Mio Tonnen, von denen ca. 21 Mio Tonnen deponiert wurden.
Ein zentraler Ansatz zur ökologischen Transformation des Bauwesens ist die Entwicklung einer zirkulären Bauwirtschaft, bei der der gesamte Lebenszyklus von Materialien von der Planung bis zur Wiederverwendung berücksichtigt wird. Besonders großes Potenzial bietet dabei die Nutzung von Bodenaushub zur Herstellung von Lehmbaustoffen, da sie Abfall reduziert, Ressourcen schont, CO₂-Emissionen senkt und Materialien wieder in den Baukreislauf zurückführt. Das Projekt reSOILution setzt genau an diesem Punkt an und untersucht die technischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Voraussetzungen für eine industrielle und zirkuläre Nutzung von Aushubmaterialien. Im Mittelpunkt stehen die Entwicklung standardisierter Verfahren zur Analyse, Klassifizierung und Aufbereitung des Materials sowie die Schaffung normgerechter Produkte und neuer Prozessketten zwischen Bau- und Abfallwirtschaft.

Das Projekt wird von der FFG gefördert.

Projekt reSOILution

Ökologisch Bauen, Gesund Wohnen - IBO - Österreichisches Institut für Bauen und Ökologie

Soil Blitz  

Bei einem sogenannten „SoilBlitz“ werden fünf unkomplizierte und schnelle Tests zur Bestimmung von Bodenindikatoren wie Bodentextur, Bodenfarbe, Wasserinfiltrationsrate, Regenwurmaufkommen und Vegetationsbedeckung selbstständig durchgeführt. Die Messergebnisse zu diesen Indikatoren werden über eine App auf der „Soil Health Watch“- Plattform dokumentiert und anschließend ausgewertet. Die gesammelten Daten werden im EU-Projekt BENCHMARKS verwendet, um einen Einblick in die Bodengesundheit verschiedener Länder zu gewinnen und zeit- sowie kosteneffiziente Methoden zur Messung von Bodenindikatoren zu testen und zu optimieren. Auf Grundlage der Ergebnisse wird ein Abschlussbericht erstellt, der allen Teilnehmenden zugesandt wird. 

Projekt SoilBlitz

Soilwalks 

Das Projekt Soil Walks untersucht den Beitrag, den das gleichnamige, gemeinsam mit Pilotgemeinden entwickelte Walk & Talk-Format zu einer nachhaltigen und breitenwirksamen Bewusstseinsbildung für die Themen Flächeninanspruchnahme, Versiegelung und Innenentwicklung leisten kann. Dabei werden gemeinsam mit der Bevölkerung und Interessierten aktuelle Herausforderungen und Chancen zum Thema Flächennutzung im Allgemeinen und spezifisch für die Gemeinde besprochen. Die daraus ergebenden Erkenntnisse können Ausgangspunkt für zukunftsweisende Planungsmaßnahmen in der Gemeinde/Region sein und sollen Anknüpfung in weiteren Vorhaben finden.

Projekt Soil Walks

Soil Walks Dashboard

Soilrise

Bodenorganismen sind oft weniger beachtet, obwohl sie entscheidend für unsere Ökosysteme sind. SoilRise will dieses wichtige Ökosystem erforschen, schützen und bekannter machen. Unser Fokus liegt auf Regenwürmern, die als Indikatoren für die Bodenqualität dienen. Mithilfe von Bürgerwissenschaft und Barcode-Analyse sammeln wir europaweit Daten über Regenwürmer. Diese Daten unterstützen die Forschung und die Entwicklung von Biodiversitätsindikatoren.

Projekt SOILRISE

SoilTribes

Das Projekt SoilTribes ist eine Initiative im Rahmen von Horizon Europe („Mission Soil – A Soil Deal for Europe“), die darauf abzielt, das gesellschaftliche Verhältnis zum Boden grundlegend zu verändern und die sogenannte Bodenkompetenz (soil literacy) in Europa zu stärken. Ausgangspunkt ist die Erkenntnis, dass ein großer Teil der europäischen Böden bereits geschädigt ist und dass deren Schutz nicht allein durch technische oder wissenschaftliche Maßnahmen erreicht werden kann, sondern ein breites gesellschaftliches Umdenken erfordert.

Im Zentrum von SoilTribes steht daher die Idee, Menschen wieder stärker mit dem Boden zu verbinden – nicht nur über Wissen, sondern auch über emotionale, kulturelle und praktische Zugänge. Das Projekt entwickelt dafür sogenannte „Back-to-Earth“-Narrative, die neue Wege aufzeigen, wie Boden verstanden, erlebt und wertgeschätzt werden kann. Ziel ist es, Wissen, Einstellungen und Verhalten im Umgang mit Böden nachhaltig zu verändern und so langfristig einen verantwortungsvolleren Umgang mit dieser Ressource zu fördern.

soiltribes.eu

SoMONA - Soil Monitoring Austria 

Hauptziel des Projektes SoMONA ist die Entwicklung eines Konzepts und eines Umsetzungsplans für die Erhebung, Aufbereitung, Verwaltung und Bereitstellung von harmonisierten Bodendaten sowie ein zukünftiges Bodenmonitoring in Österreich. Dafür ist es nötig, die Kompetenzen in Österreich zu bündeln, um ein nationales künftiges Bodendatenmanagement in zu entwickeln das sich am Bedarf von Verwaltung und Praxis orientiert und Anforderungen  nationaler und EU-weiter Regelungen wie dem Soil Monitoring Law erfüllt.

SoMONA ist ein Förderprojekt der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Projekt SoMONA

Stadt – Baum – Boden

Mit dem Projekt „Stadt – Baum – Boden“ wird untersucht, wie sich das städtische Umfeld auf den Boden und das Baumwachstum auswirkt. Im Rahmen des Projektes liefert das Projektteam von BFW, Umweltbundesamt, BOKU und Universität Innsbruck gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der NMS Reisgasse, der MS Anton-Baumgartner-Straße sowie der Praxismittelschule Innsbruck wichtige Erkenntnisse für den Klimaschutz in der Stadt.

Projekt Stadt Baum Boden

Steigerung der CO2 Bindung durch Kombination von Enhanced Weathering + Aufforstung, inkl. Speicherprognosetool

Das Projekt zielt darauf ab, die CO₂-Aufnahme und langfristige Speicherung in Böden durch den Einsatz von Basaltgestein zu steigern, wobei der Fokus auf geologischer Speicherung im Boden statt in der Biomasse liegt. Gleichzeitig wird untersucht, ob Basalt das Baumwachstum beschleunigt und so die Kohlenstoffbindung erhöht. Die Methode des Enhanced Weathering gilt als natürliche, nachhaltige Technik, die Klimaschutz, Biodiversität und regionale Entwicklung fördert und sich von umstrittenen Ansätzen wie Greenwashing oder Carbon Capturing abgrenzt.

In Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Partnern soll ein geochemisches Prognosemodell erstellt werden, das die Auswirkungen von Bodenparametern und Bearbeitungsmaßnahmen (Alkalität, Feuchtigkeit, Phosphor, etc.) auf die Bepflanzung (Wachstums, Ausfallrate, Widerstandsfähigkeit, Sequestrierung, etc.) vorhersagt. Das Modell soll Unternehmen beim Erreichen des Zieles der Klimaneutralität unterstützen, indem es ermöglicht, CO2-Credits durch Bepflanzungsflächen und Flächenvorbehandlungen zu verkaufen.

Projekt Carbony

Projekt TERRASAFE

Im Projekt TERRASAFE wird daran gearbeitet, Strategien zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit und zur Wiederherstellung von (semi-)ariden und fragilen Ökosystemen zu entwickeln, insbesondere in Regionen, die stark von Desertifikation betroffen sind. Ziel ist es, lokale Gemeinschaften in Südeuropa und Nordafrika dabei zu unterstützen, den zunehmenden Herausforderungen von Bodendegradation, Wasserknappheit und Klimawandel wirksam zu begegnen. Dazu werden gemeinsam mit den beteiligten Akteurinnen und Akteuren naturbasierte, technologische und soziale Innovationen entwickelt, erprobt und verbreitet. 

Am Projekt beteiligt ist ein breit aufgestelltes, transdisziplinäres Konsortium aus Universitäten, Forschungsinstituten, kleinen und mittleren Unternehmen sowie politischen und praxisnahen Organisationen. Dazu gehören unter anderem die Universität Aveiro (Portugal), Wageningen University (Niederlande), die University of York und die University of Gloucestershire (UK), das Cyprus Institute, das Institut des Régions Arides (Tunesien), das CSIC (Spanien), das Institut für europäische Umweltpolitik sowie verschiedene innovative Unternehmen wie Agrobiogel oder Isotech

https://terrasafe.eu/

 

Transformative Living Labs für Bodengesundheit 

Das Projekt trägt zur Umsetzung der Mission Soil Health bei, indem es fünf Living Labs in ganz Europa schafft, die darauf abzielen, neuartige Lösungen umzusetzen, die von ökologischen Prozessen und Prinzipien der regenerativen Landwirtschaft inspiriert sind, um aktuelle Bedrohungen für europäische Böden, insbesondere den Verlust organischer Substanz, die Artenvielfalt und die Bodenstrukturverschlechterung, zu vermindern. Basierend auf einem Co-Creation-Prozess werden Living Labs installiert, die alle relevanten Interessengruppen integrieren und in deren Zentrum innovativen landwirtschaftliche Leuchtturmbetriebe stehen, die in Verbindung mit wissenschaftlichen Daten neuartige Managementpraktiken und Systemlösungen entwickeln.

Projekt TRAIL4Soil

Überwachung und Erfassung der Bodengesundheit von Natur basierten Lösungen

Im Rahmen des Green Deal hat sich die EU zum Ziel gesetzt, neue Bewirtschaftungsmethoden zur Verbesserung der Bodengesundheit zu entwickeln. In diesem Horizon Europe Projekt werden neue Instrumente entwickelt, um den Übergang zu agrarökologisch orientierten Bewirtschaftungssystemen zu begleiten. 

Ziel des Projektes ist, die Integration der Forschung in die landwirtschaftliche Praxis zu unterstützen. Das soll Landwirt:innen ermöglichen, Veränderungen und Fortschritte bei der Umstellung ihrer Bewirtschaftungssysteme zu bewerten. Insbesondere werden digitale und bildgebende Verfahren erprobt und entwickelt, um Fortschritte bei der Bodengesundheit auf dem Feld zu erkennen. das Projekt unterstützt die Ziele der EU - Mission Soil, die Etablierung von Leuchtturm Betrieben und die agrarökologische Transformation der europäischen Landwirtschaft.

Projekt Überwachung und Erfassung der Bodengesundheit von Natur basierten Lösungen

Waldstandorte in Österreich – Standortwissen für die Praxis 

Waldstandorte bilden die Grundlage für klimafitte und standortangepasste Wälder. Sie entstehen aus dem komplexen Zusammenspiel von Klima, Boden, Relief und Vegetation und sind eine wesentliche Basis für forstliche Entscheidungen. Im Zuge der Klimaerwärmung wird dieses Wissen zunehmend komplexer und dynamischer.

Das Projekt des Bundesforschungszentrums für Wald (BFW) bereitet diese Kenntnisse auf Basis fundierter waldökologischer Daten praxisnah und verständlich auf und macht sie gezielt für die forstliche Anwendung nutzbar.

Derzeit in Entwicklung sind eine zehnteilige Videoreihe, begleitende Lernunterlagen sowie österreichweit durchgeführte Schulungen. Die Veranstaltungen richten sich an forstlich geschultes Personal und Waldbesitzer:innen und verbinden Fachvorträge mit praxisnahen Exkursionen.

Ziel ist es, ein fundiertes Verständnis der Standortbedingungen zu vermitteln, um nachhaltige und zukunftsfähige Entscheidungen in der Waldbewirtschaftung treffen zu können.

Das Projekt wird über das Programm Ländliche Entwicklung gefördert. 

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