Welches Potenzial steckt in erneuerbaren Energien?

Wien, 29. April 2026

Umweltbundesamt analysiert Potenzial von Holzbioenergie bis 2050

Erneuerbare Energiequellen wie Wasserkraft, Bioenergie oder Photovoltaik spielen in Österreich eine wichtige Rolle im Klimaschutz. Expert:innen des Umweltbundesamts haben gemeinsam mit der TU Wien die Potenziale von Holzbiomasse für die energetische Nutzung in Österreich ermittelt. Mit diesen Daten kann deren Beitrag zur Erreichung der Klimaziele bis 2050 analysiert werden.

Foto Baustamm

Anteil von Holzbiomasse für Energie steigt in den meisten Szenarien nur leicht

Zum Potenzial der verfügbaren Holzbiomasse für die energetische Nutzung haben die Expert:innen insgesamt 16 Szenarien berechnet, die unterschiedliche wirtschaftliche und klimatische Entwicklungen aufgreifen. Berücksichtigt wurden Nachfrage-Entwicklungen (mehr stoffliche oder mehr energetische Nutzung), Nutzungsreduktionen im Wald und Importbeschränkungen für Holz, unterschiedliche Klimatrends und Klimawandelanpassungen im Wald, Maßnahmen zur Stärkung des Waldes als Kohlenstoff-Senke, Maßnahmen zur Erhöhung der Anteile des genutzten Holzes in langlebigen Holzprodukten sowie mehr Recycling von Altholz.

In den meisten Szenarien kommt es bis 2050 zu einer Zunahme der Menge an energetisch genutztem Holz gegenüber 2025, im Mittel beträgt die Steigerung rund 5 %.

Szenarien stoffliche Nutzung

Szenarien, in denen angenommen wurde, dass der Anteil an stofflich genutztem Holz und der Anteil der stofflichen Verwertung von Altholz bis 2050 steigt, zeigten hingegen geringe Abnahmen der Menge an energetisch genutztem Holz. Mit der stofflichen Holznutzung sind auch vorteilhaftere Entwicklungen für die Treibhausgasbilanz, die Wertschöpfung und die Beschäftigung verbunden als mit der sofortigen energetischen Nutzung geernteten Holzes.

Umfassende Studie zum Potenzial Erneuerbarer Energien

Die Analyse des Umweltbundesamts ist Teil einer umfassenden Studie im Auftrag des Klima- und Energiefonds zu erneuerbaren Energiepotenzialen. Sie zeigt: Österreich verfügt über erhebliche Ausbaupotenziale in allen relevanten Technologien. Deren Realisierung kann mit der Umsetzung von regional differenzierten und langfristig orientierten Energiestrategien für die Klimaneutralität Österreichs bis 2040 gelingen.

Die Studie liefert erstmals eine methodisch einheitliche und räumlich hochauflösende Bewertung der realisierbaren Potenziale erneuerbarer Energien. Das Umweltbundesamt lieferte neben der Potenzialberechnung für Wasserkraft, PV und Biogas wichtige Daten zu Flächennutzung, Schutzgebieten und Energieszenarien.
 

Darstellung der Ergebnisse (gtif-austria.info)
Studie: Erneuerbare Energiepotenziale in Österreich für 2030 und 2040 (klimafonds.gv.at)Erneuerbare Energiepotenziale in Österreich 2030 & 2040 Eine methodisch konsistente und umfassende Analyse erneuerbarer Energiepotenziale (www.ait.ac.at)