Potenzial erneuerbarer Energien
Umweltbundesamt: Teilstudie zu Potenzial von Holzbioenergie bis 2050
Eine umfassende Studie im Auftrag des Klima- und Energiefonds zu erneuerbaren Energiepotenzialen zeigt: Österreich verfügt über erhebliche Ausbaupotenziale in allen relevanten Technologien und kann seine Klimaziele bis 2040 bei konsequenter Umsetzung erreichen. Die Analyse, die unter der Leitung des AIT mit mehreren Partnerinstitutionen durchgeführt wurde, liefert erstmals eine methodisch einheitliche und räumlich hochauflösende Bewertung der realisierbaren Potenziale erneuerbarer Energien für 2030 und 2040.
Expert:innen des Umweltbundesamt haben mitgearbeitet, die Potenziale aus Wasserkraft, Photovoltaik, Bioenergie (gemeinsam mit TU Wien) zu erheben sowie Daten zu Umwelt‑ und Flächennutzung geliefert.

Zum Potenzial der verfügbaren Holzbioenergie hat das Umweltbundesamt eine ergänzende Teilstudie veröffentlicht. Darin wurden 16 Szenarien bis 2050 berechnet.
Die Szenarien simulieren unter anderem unterschiedliche Nachfrage-Entwicklungen (mehr stoffliche oder mehr energetische Nutzung), Nutzungsreduktionen im Wald und Importbeschränkungen für Holz, unterschiedliche Klimatrends und Klimawandelanpassungen im Wald, waldbauliche Maßnahmen zur Erhöhung der Senke, Maßnahmen zur Erhöhung der Anteile des genutzten Holzes in langlebigen Holzprodukten und/oder mehr Recycling von Altholz.
In den meisten Szenarien zeigen die Ergebnisse bis 2050 eine Zunahme der Menge an energetisch genutztem Holz gegenüber 2025, im Mittel beträgt die Zunahme rund 5 %. Szenarien, in denen angenommen wurde, dass der Anteil an stofflich genutztem Holz und der Anteil der stofflichen Verwertung von Altholz bis 2050 steigt, zeigten hingegen geringe Abnahmen der Menge an energetisch genutztem Holz.
Mit der stofflichen Holznutzung sind auch vorteilhaftere Entwicklungen für die Treibhausgasbilanz, die Wertschöpfung und die Beschäftigung verbunden als mit der sofortigen energetische Nutzung geernteten Holzes.
Szenarien zur Holzbiomasse für die Energetische Nutzung in Österreich
Über die Studie „Erneuerbare Energiepotenziale in Österreich für 2030 und 2040“
Die Studie „Erneuerbare Energiepotenziale in Österreich für 2030 und 2040“ wurde unter der Leitung des AIT Austrian Institute of Technology gemeinsam mit dem Umweltbundesamt, der TU Wien, AEE INTEC und der Energiewerkstatt im Auftrag des Klima- und Energiefonds durchgeführt. Ziel war es, eine fundierte Entscheidungsgrundlage für Energiepolitik, Raumplanung und Investitionen zu schaffen. Sie analysiert sieben Technologiefelder sowie die zukünftige Energienachfrage und liefert eine umfassende Bewertung technischer und realisierbarer Potenziale. Darüber hinaus wurden die Ergebnisse in einer öffentlich zugänglichen Web-GIS-Plattform aufbereitet, die eine transparente Darstellung der Potenziale bis auf Gemeindeebene ermöglicht und somit eine solide Basis für weiterführende Analysen darstellt.
Darstellung der Ergebnisse
Studie: Erneuerbare Energiepotenziale in Österreich für 2030 und 2040 (Klima- und Energiefonds)Erneuerbare Energiepotenziale in Österreich 2030 & 2040 Eine methodisch konsistente und umfassende Analyse erneuerbarer Energiepotenziale - AIT Austrian Institute Of Technology (AIT)
